15. August 2010 · Kommentare deaktiviert für Jahresbericht 2009 der Jugendoffiziere der Bundeswehr · Kategorien: Unterricht und Erziehung, Was sonst noch wichtig ist ... · Tags: ,

gsf – Der Jahresbericht der Bundeswehr für die Jugendarbeit 2009 liegt vor. Interessant zu beobachten ist der Rückgang der Veranstaltungen um 10,1 % gegenüber 2008. 8,4 % weniger Teilnehmer besuchten die Veranstaltungen. Am Ende des Berichts findet sich eine höchst aufschlussreiche Einsatzstatistik. Man muss ja wissen, was die Jungs mit unsere Steuerpiepen so alles anstellen.

Am Interessantesten waren die Bewertungen der politischen Kenntnisse und Interessen der Heranwachsenden durch die Jugendoffiziere und das Erspüren des Jugendoffiziers-Weltbildes.

Störaktionen schulexterner Organisationen wurden natürlich erwähnt, aber „flach“ gehalten:

In einigen Betreuungsbezirken der Jugendoffiziere gab es Störversuche, die Schulbesuche verhindern oder zumindest behindern sollten. Die von schulexternen Organisationen unterstützten Plakatierungs-, Flugblatt- oder Störaktionen hatten aber zumeist keine Auswirkungenauf das Unterrichtsgeschehen.

Was unter „zumeist“ zu verstehen ist, bleibt leider unklar.

An den Kooperationen war nichts auszusetzen. Es lief alles zur besten Zufriedenheit:

Die Jugendoffiziere berichten auch in diesem Jahr nahezu übereinstimmend von der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den zuständigen Schulbehörden und Ministerien. Die koordinierende Arbeit der Bezirksjugendoffiziere hat zu einer spürbaren Intensivierung und Festigung der Kontakte geführt. So werden die Jugendoffiziere beispielsweise zu gemeinsamen Besprechungen und Gesprächsrunden der Schulaufsichtsbehörden eingeladen.

Vielfach können Jugendoffiziere an den Schulleiterdienstbesprechungen teilnehmen und dort ihre Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten im schulischen Bereich vorstellen. Speziell für diese Multiplikatoren bieten sie sicherheitspolitische Hochwertseminare an.

Wir gehen davon aus, dass möglichst viele Schulleiter an solchen „sicherheitspolitischen Hochwertseminaren“ teilnehmen. Es geht ja um unser Land.

Der Lehreranteil liegt bei unter 5%, aber wenigstens diese 5 Prozent nehmen ihre Sache ernst:

Die Lehrer, mit denen die Jugendoffiziere in Kontakt kommen, stehen der Bundeswehr nahezu ausnahmslos offen und positiv gegenüber. Eher zurückhaltend eingestellte Pädagogen haben eine große Hemmschwelle, den uniformierten Offizier in den eigenen Unterricht einzuladen. Dennoch ergeben sich auch mit diesen Lehrern nach ersten Kontakten gemeinsame Veranstaltungen, die häufig zu weiteren Schulbesuchen führen.

Das haben wir nicht anders erwartet.

Eine extrem aufschlussreiche Lektüre. Lesen bildet bekanntlich. Der Konsum des Jahresberichts ersetzt jedes sicherheitspolitische Hochwertseminar.

Download des Jahresberichts

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