08. Oktober 2010 · Kommentare deaktiviert für Offene Linke plädiert für Maßnahmen zur besseren Einbindung der Studierenden · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik

Wohnungsnot bei Studenten zum Teil „hausgemacht“ – Entwicklung verschlafen – Nachdenken über Unterstützung von Investoren bis hin zum städtischen Wohnheim gefordert – Offene Linke plädiert für Maßnahmen zur besseren Einbindung der Studierenden

Zu den seitens der Hochschule und der Fachschaft geäußerten Sorgen über die zunehmende Wohnungsnot von Studenten in Ansbach erklärt die Offene Linke:

„Durch den Verkauf der städtischen Wohnungen hat die Stadt Ansbach weitgehend ihre Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Mietmarkt aufgegeben. Die jetzt entstehenden Probleme sind daher zum Teil hausgemacht. Die Entwicklungen im Zuge der Hochschul-Erweiterungen sind verschlafen worden. Während die Stadt eine Million Euro an Bauzuschüssen bewilligte, sind Verbesserungen der Rahmenbedingungen der Studierenden und Ansätze einer verstärkten Einbindung und Interaktion der Studenten mit der Kommune auf der Strecke geblieben.“Die Offene Linke will diesen Nachholbedarf nun auszugleichen und regte an, über aktive Unterstützung von potenziellen Investoren im Bereich Wohnungen für Studenten, etwa mittels Mietgarantien, aktiv zu werden und sich auch nicht davor zu scheuen, Überlegungen in Richtung eines Wohnheims in städtischer Hand anzustellen. Gerade mit Blick auf die prekäre Situation des ehem. „Grauen Wolfs“ gilt es Optionen in dieser Hinsicht zu entwickeln. „Die Studierenden der Hochschule Ansbach sind Zukunftspotenzial für unsere Stadt.“

Zudem plädierte die Offene Linke für konkrete Maßnahmen zur Einbindung der Studenten. Hier seien etwa Anreize zur verstärkten Erstwohnsitznahme der Studierenden in Ansbach gefragt, beispielsweise durch eine „Semester-Card“, die für Studenten mit Erstwohnsitz besondere Vergünstigungen im Bereich ÖPNV, Sport, Kultur sowie weiteren Angeboten bietet. Solche Maßnahmen könnten mit den folglich höheren Schlüsselzuweisungen gegenfinanziert werden.

Pressemitteilung v. 5.10.2010
Boris-André Meyer, Stadtrat Offene Linke Ansbach

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