18. Juli 2011 · Kommentare deaktiviert für Die „Aufweichung“ bei Haupt- und Realschulen beginnt … · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: , ,

gsf – In der Pressemitteilung Nr. 162 vom 18.07.2011 meldet das bay. Kultusministerium unter anderem am Ende der Mitteilung:

(…)

Einer höheren Durchlässigkeit diene in Bayern die Zusammenarbeit von Schulen verschiedener Schularten. Im laufenden Schuljahr arbeiten an 17 Standorten Haupt-/Mittelschulen mit Realschulen eng zusammen; an 9 Standorten kooperieren Haupt- /Mittelschulen mit Wirtschaftsschulen. Auch andere Formen der Zusammenarbeit von Schulen verschiedener Schularten werden vor Ort ermöglicht, u. a. der gemeinsame Unterricht von Haupt- und Realschülern in einzelnen Fächern bei Erhalt der Schulart sowie im Modell 9+2 nach dem Arnstorfer Modell. Bei diesem besuchen Schüler des Regelzugs an den Hauptschulen mit bestandenem Qualifizierenden Hauptschulabschluss zwei weitere Schuljahre an der Partnerrealschule und erwerben dabei den Realschulabschluss.

Geschickte Weichspülermethode. Glückwunsch!

Im Herbst 2013 (nach der Landtagswahl) werden dann die Umstände und Zahlen vermutlich so erdrückend sein, dass sich immer mehr Real- und Wirtschaftsschulen und Haupt-/Mittelschulen Partnerschulen suchen (können) – hoffentlich auch mit einem verändertem pädagogischen Konzept. Eine Zusammenlegung von zwei Schularten ohne neues päd. Konzept ist höchstens der alte Essig – zusammengeschüttet in einem neuen Fass. Das Ganze wird dann den Gemeinden aufgehalst – wenn's nicht klappt, wird dann mit dem Finger auf Bürgermeister, Rektoren, Lehrer, Eltern u.a. gezeigt.

Das nennt man "sanftes Hinübergleiten in die bajuwarische Bildungszukunft" mit der Option, anderen bei Bedarf die Schuld und die Finanzierung aufbürden zu können.

 

18. Juli 2011 · Kommentare deaktiviert für Kein mittlerer Abschluss an den meisten Mittelschulen · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

Bildungssprecher Martin Güll: Etikettenschwindel statt Erfolgsmodell

Mitteilung: SPD-Landtagsfraktion

Der SPD-Bildungssprecher Martin Güll sieht den von Kultusminister Ludwig Spaenle heute festgestellten Erfolg der Mittelschulen nicht. Wichtigster Grund: Im Vergleich zum letzten Schuljahr hat diese Schulart effektiv weniger Schüler. Des weiteren bezweifelt der frühere Hauptschulrektor, dass mit der Mittelschule und den Schulverbünden mittelfristig Schulstandorte gerettet werden können. Die Mittelschule sei nicht bedarfsgerecht. „Die meisten bayerischen Mittelschulen sind ein Etikettenschwindel, weil sie in ihrem Schulhaus eben keinen mittleren Schulabschluss anbieten. Bedarfsgerecht wäre es nur, wenn in jedem Schulhaus, das Mittelschule heißt, tatsächlich ein mittlerer Abschluss möglich ist“, erklärt Güll.

Der Bildungspolitiker weist zum Beispiel auf den Schulverbund Dachau-Odelzhausen hin: Dort hatten die Eltern erwartet, dass ihre Kinder in der neuen Mittelschule in Odelzhausen tatsächlich einen mittleren Abschluss machen können. Dies ist aber nicht möglich. Wer einen Realschulabschluss möchte, muss weiter in das 20 Kilometer entfernte Dachau fahren. Güll: „Daher unterstützen diese Eltern vehement die Einführung der Gemeinschaftsschule, wie sie die SPD vorschlägt. Dort ist in jedem Schulhaus, an jedem Standort, tatsächlich ein mittlerer Abschluss möglich.“ Der SPD-Bildungssprecher geht davon aus, dass zwei Drittel der künftig 948 Hauptschulen in Wirklichkeit ganz normale Hauptschulen sind, die lediglich ein neues Türschild erhalten haben.

Auch das von Spaenle heute in seiner Pressekonferenz gelobte Sondermodell „9 plus 2“, das es beispielsweise in Karlsfeld im Landkreis Dachau ab dem Schuljahr 2011/12 geben soll, sei nicht praktikabel. Dort sei vorgesehen, in Kooperation mit der Realschule in Dachau nach neun Schuljahren in zwei Jahren einen Realschulabschluss zu machen. Tatsächlich hat aber der Minister nach Informationen von Martin Güll die Genehmigung für das Kooperationsmodell zurückgezogen.

Quelle: Pressemitteilung v. 18. Juli 2011 – SPD-Landtagsfraktion Bayern

15. Juli 2011 · Kommentare deaktiviert für Einstellungsmöglichkeiten im Bereich Realschulen und Gymnasien · Kategorien: Dies und Das - kurz notiert, Studium und Referendariat · Tags: ,

Das bietet das KuMi an:

Realschulen:

https://www.km.bayern.de/lehrer/stellen/realschule.html

Gymnasien:

http://www.km.bayern.de/lehrer/meldung/541.html

 

04. Juli 2011 · Kommentare deaktiviert für „Abwärtstrend stoppen und Beschäftigung unter Wert verhindern“ · Kategorien: Gehalt - Rente - Tarif · Tags:

ver.di und GEW fordern Mindestlohn in der Weiterbildung

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. / Berlin – Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordern, den Mindestlohn-Tarifvertrag für die rund 26.000 Beschäftigten in der Weiterbildung für allgemeinverbindlich zu erklären. … weiter

04. Juli 2011 · Kommentare deaktiviert für Ergebnisse Personalratswahlen 2011 · Kategorien: Daten und Fakten · Tags:

Hier werden in der nächsten Zeit die Ergebnisse der mittelfränkischen PR-Wahlen 2011 veröffentlicht (ohne Gewähr und vorläufig):

Hauptpersonalrat Bayern gesamt:

Download der Stimmen- und Sitzverteilung

 

Grund- und Hauptschulen

Örtlicher Personalrat Ansbach Land

BLLV: 3.584 Stimmen (77,78%) – 7 Sitze + 2 Sitze Angestellte

GEW: 1024 Stimmen (22,22%) – 2 Sitze

Neu ist, dass die GEW einen Sitz hinzugewonnen hat und jetzt auf 2 Sitze kommt.

Gewählt für die GEW:
1. Josef Allabar
2. Günther Schmidt-Falck

 

Örtlicher Personalrat Ansbach Stadt

BLLV: 343 Stimmen (62,71 %) – 4 Sitze + 1 Sitz Angestellte

GEW: 204 Stimmen (37,29 %) – 2 Sitze

Die GEW hat trotz eines hohen Stimmenanteils 1 Sitz verloren – vermutlich wg. Angestelltensitz

Gewählt für die GEW:
1. Angelika Simak
2. Ulrike Dumler

 

Örtlicher Personalrat Erlangen Stadt

BLLV: 2.822 Stimmen (69,47%) – 7 Sitze + 1 Sitz Angestellte

KEG: 797 Stimmen (19,62 %) – 2 Sitze

GEW: 443 Stimmen (10,91 %) – 1 Sitz

Gewählt für die GEW:
Georg Frisch

 

Örtlicher Personalrat Erlangen-Höchstadt

BLLV: 2192 Stimmen – 7 Sitze + 1 Sitz Angestellte

GEW: 571 Stimmen – 1 Sitz

Gewählt für die GEW:
Annelie Prestin-Beck

 

Örtlicher Personalrat Fürth

GEW: 4 Sitze + 1 Sitz Angestellte

BLLV: 4 Sitze

Gew hat damit die Mehrheit

 

Örtlicher Personalrat Nürnberg

BLLV: 8 416 Stimmen (74,29%) – 10 Sitze

GEW: 2913 Stimmen (25,71%) – 3 Sitze

Gewählt für die GEW:
1. Werner Reichel
2. Christina Leppert
3. Stefan   Merten

 

Örtlicher Personalrat Nürnberger Land

BLLV: 9 Sitze (davon 5 RektorInnen)

GEW: 2 Sitze

 

Bezirkspersonalrat Mfr. HS/HS/MS

BLLV:  28.565 Stimmen – 7 Sitze

GEW: 8.906 Stimmen – 2 Sitze

KEG: 0

Gewählt für die GEW:
1. Ruth Brenner
2. Henricke Schneider-Petri

 

Hauptpersonalrat Bayern für GS/HS/MS

BLLV: 72,6 % – Sitze: 8

GEW: 16,7 % – Sitze: 1

KEG: 10,7 – Sitze: 1

Gewählt für die GEW:
Gele Neubäcker (Volksschulen)

 

Förderschulen

Förderschulen im Bezirk Mittelfranken

GEW:  51,8% – 5 Sitze

BLLV: 48,2%. – 5 Sitze

 

Fachoberschulen/Berufsoberschulen/Gymnasien

 

FOS/BOS Triesdorf

In den örtlichen Personalrat der Fach- und Berufsoberschule Triesdorf ist ein Kollege der GEW gewählt worden.

Eine Überraschung war die (örtliche) Wahl zum Hauptpersonalrat (berufliche Schulen):

VLB 2 Stimmen
GEW 28 Stimmen (entspricht ca 93%)

 

Stufenpersonalrat SchA der Stadt Nürnberg

= Personalvertretung der acht allgemeinbildenden Schulen der Stadt Nürnberg – zwei Realschulen, drei Gymnasien, zwei Schulen, die Gymnasium und Realschule unter einem Dach haben, samt gemeinsamer Schulleitung und gemeinsamem Lehrerkollegium, und zudem ein Kolleg: insgesamt knapp 700 Beschäftigte.

Gruppe Beamte:
GEW: 64 %. 3 Sitze von 5 bei den Beamten:
Gewählt für die GEW:
Karin Schneeberger
Andre Sammann (neu, vom Labenwolf-Gymnasium)
Burkhard Preiß

Gruppe Arbeitnehmer:
Es kandidierte nur die GEW-Liste, BPV/BRLV ist diesmal nicht angetreten.
Gewählt für die GEW:
Für die beiden Arbeitnehmervertreterinnen:
Gabi Strohmeyer
Ingrid Säckel.

Endergebnis: Insgesamt 5 Sitze für die GEW von 7