01. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert für Berlin-Wahlen: SPD bei GewerkschafterInnen vorn · Kategorien: Dies und Das - kurz notiert

31 Prozent der gewerkschaftlich organisierten WählerInnen haben bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus vom 18. September
für die SPD gestimmt. Damit bleiben die Sozialdemokraten in der Gunst der Berliner Gewerkschaftsmitglieder auf Platz 1 – trotz Verlusten gegenüber 2006 von vier Prozent.

Erstmals auf dem zweiten Rang rangieren die Grünen, die in dieser Wählergruppe gegenüber der letzten Wahl ein Plus von sechs Prozent erringen konnten. Den größten Erfolg können – dem allgemeinen Trend entsprechend – die Piraten erzielen: Acht Prozent der Gewerkschaftsmitglieder wählten die Newcomer-Partei.

Nullnummer für die Liberalen: Den höchsten Verlust musste die FDP hinnehmen. Unter den gewerkschaftlich organisierten WählerInnen
verlor sie gegenüber 2006 fünf Prozentpunkte. Mit einem Stimmenanteil von null Prozent erhielt sie von den gewerkschaftlich organisierten
Frauen, ArbeiterInnen und WählerInnen im Ostteil der Stadt die Höchststrafe für ihre arbeitnehmerfeindliche Politik. Vorn in der Gunst der Gewerkschaftsfrauen liegen SPD und Grüne: Gemeinsam haben sie in dieser Gruppe einen Stimmenanteil von 56 Prozent erreicht.

Nach wie vor groß sind die Unterschiede im Wahlverhalten zwischen West und Ost – auch bei den Gewerkschaftsmitgliedern. Das zeigt sich insbesondere am Wahlergebnis der Linken. Während die bisherige Regierungspartei im Westen nur sieben Prozent erreicht, folgt die Linke im Ostteil der Stadt mit 28 Prozent gleich hinter der SPD (29 %). Und die Grünen bleiben Westpartei mit 24 Prozent gegenüber 12 Prozent im Osten.

Grafik mit den Stimmenanteilen ansehen

Quelle: einblick – gewerkschaftlicher Info-Service (DGB) 17/2011

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