15. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mieses Zeugnis für die Mittelschule · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: , , ,

gsf – Um den Ruf der Mittelschule wird in Bayern heftig gekämpft. Es ist Wahlkampf und die CSU zieht alle Register, um ihr bildungspolitisches Stückwerk irgendwie schön und gelungen erscheinen zu lassen.

Gleichzeitig ist die Kritik am hiesigen Bildungssystem nicht mehr zum Verstummen zu bringen. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) hat dankenswerterweise zum Thema Mittelschule über 1000 Lehrkräfte in Bayern befragt – mit erschreckenden Ergebnissen. Das Münchner ifo Institut hat eine vernichtende Analyse für das bayerische Bildungssystem veröffentlicht (siehe dazu die Pressemitteilung des ifo Institutes auf dieser GEW-Webseite: ►Bayern: Frühe Aufteilung von Haupt- und Realschülern führt zu sinkenden Schulleistungen). Die SPD hat den Glauben an das bay. System ebenfalls schon längst über Bord geworfen und eigene Modelle entwickelt, die Grünen sitzen natürlich auch im Boot (►Kritik an der eigenverantwortlichen Schule) und die GEW Bayern kritisiert das bayerische Schulsystem logischerweise schon seit Jahrzehnten (siehe z.B. unzählige Artikel auf dieser Webseite).

Die parlamentarische und außerparlamentarische Opposition in Bayern rückt also erfreulich nahe zusammen – was garantiert nicht zur Stimmungshebung des Kultusministers beiträgt, wobei wir ihm psychisch und physisch natürlich nur das Beste wünschen.

Reinhold Meier, hiesiger BLLV-Vorsitzender, äußerte sich ebenfalls erwartungsgemäß unmissverständlich zum Mittelschulsystem auf eine Nachfrage der Abendzeitung München. Die Lektüre des Abendzeitungs-Beitrages sei hiermit ausdrücklich empfohlen:

Abendzeitung München, chp, v. 7.2.2013:

Mieses Zeugnis für die Mittelschule

Kultusminister Ludwig Spaenle feiert das Model " Mittelschule" als Erfolg – Die Mehrheit der Lehrer sieht das anders:  Zu wenig Geld, zu wenig Personal.

München – Reinhold Meier hat heute mehr Probleme als früher. Dabei sollte alles besser werden. Stattdessen sagt er: „Wir sind nicht attraktiv. Und die Kollegen haben die Grenze der Belastbarkeit erreicht.“ Den ganzen Artikel lesen

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