06. März 2014 · Kommentare deaktiviert für Die GEW Bayern ruft mit auf zur Demonstration von „Bewegung in Bildung“ am 8. März 2014 in München · Kategorien: Termine & Aktionen

gew_logo.gifMitteilung: GEW Bayern

Vielen Hundert motivierten, gerade erfolgreich ausgebildeten Lehrer*innen für Gymnasium und Realschule hat die regierende CSU zum Schuljahresbeginn und jetzt wieder zum Halbjahr sichere Stellen für ihre Arbeit mit den Schüler*innen verweigert. Die jungen Lehrkräfte werden aber dringend an Bayerns Schulen gebraucht!

Aufgrund dieses eklatanten Widerspruchs hat sich die Initiative „Bewegung in Bildung“ gegründet. Nach Flashmob-Kundgebungen in sechs bayerischen Städten ruft „Bewegung in Bildung“ nun für den kommenden Samstag, 8. März ab 14 Uhr zu einer Kundgebung mit Demonstration zum Kultusministerium in München auf. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt dieses Engagement von Anfang an und beteiligt sich u. a. mit einem Redebeitrag der Landesvorsitzenden, Gele Neubäcker, an der Kundgebung.

Gele Neubäcker sagte dazu vorab: „Die GEW Bayern fordert die Übernahme aller erfolgreich ausgebildeten Lehrer*innen an „ihrer“ Schulart, solange ein pädagogischer Bedarf besteht.“ Und der, so die GEW-Vorsitzende, bestehe noch lange: Allein die großen Aufgaben wie individuelle Förderung, Ganztagsbetreuung und Inklusion zeigten dies. Noch immer gibt es zudem an bayerischen Schulen rund 1600 Klassen mit über 30 Schüler*innen.

Nach Auffassung der GEW reicht es angesichts der skandalösen Unterfinanzierung des Bildungssystems in Bayern natürlich nicht aus, dass eine offenbar „bildungsferne“ Staatsregierung einmal 829 Lehrer*innenstellen garantiert, dann streicht und dann wieder garantiert… ; oder dass sie bereits zum August 2013 773 Lehrer*innenstellen sang und klanglos verschwinden ließ. „Es müssen die „Bilanztricks“ des Ministeriums ebenso ein Ende finden wie die Überlastung und Ausbeutung der meisten Referendar*innen als billige Arbeitskräfte.“ Bayern müsse seine jahrzehntelange Unterfinanzierung des Bildungsbereichs endlich beenden.

Wenn man die Qualitätsanforderungen eines sich zu recht inklusiv und gerecht nennenden Bildungssystems aus einem Guss wirklich erreichen will, hätte Bayern, einer Studie zufolge, bereits 2010 die laufenden Bildungsausgaben um rund 9 Milliarden Euro erhöhen müssen. Damit würden die Ausgaben in diesem Bereich einen Anteil von 5 % des Bruttoinlandsprodukts erreichen. Die Zielmarke des bundesweiten „Dresdner Bildungsgipfel“ sind 7 %; Bayern aber dümpelt weiterhin bei etwa 3 % herum – ein Anteil, der schon 1970 erreicht war.

Die Demonstration beginnt um 14 Uhr am Max-Monument und zieht nach einer Zwischenkundgebung am Max-Joseph-Platz weiter zum Kultusministerium. Näheres unter www.bewegunginbildung.blogspot.de und www.gew-bayern.de

PM Nr. 9/2014 v. 6.3.2014
Elke Hahn
GEW Bayern
www.gew-bayern.de

► Pressemitteilung der GEW Bayern (Bernhard Baudler) nach der Demo: Rund 500 Protestierende überreichen Horst Seehofer in München ein miserables Zeugnis
 

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