Am 21.10.2014 verfasste Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in der Süddeutschen Zeitung einen Gastbeitrag zum Thema Inklusion:

Inklusive Missverständnisse

Das Gesetz zur schulischen Inklusion behinderter Kinder basiert auf Übersetzungs- und Denkfehlern. Wenn Förderschulen abgeschafft werden, überfordert das Kinder und Lehrer. Und es spart kein Geld. Den Gastbeitrag lesen


► ► ► Prof. Hans Wocken verfasste daraufhin eine Replik zu Specks Beitrag, die am 28.11.2014 im Magazin Auswege-Perspektiven für den Erziehungsalltag erschien.

Aufgrund der bedeutsamen "Richtigstellung von Falschmeldungen über Inklusion" durch die Replik von Hans Wocken verlinken wir hier direkt zum Magazin Auswege:

„Inklusive Missverständnisse“? Eine Replik von Hans Wocken
Einspruch gegen Falschmeldungen über Inklusion

… Erst in jüngster Zeit machen sich erste Stimmen aus dem Lager der Inklusionskritik bemerkbar, die die Behindertenrechtskonvention abzuschwächen suchen und für konservative, bestandswahrende Zwecke in Dienst nehmen möchten. Ein wenig rühmliches Beispiel dieses Genres ist der Beitrag „Inklusive Missverständnisse“, verfasst von Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München … Hans Wockens Replik lesen (geringfügig überarbeitete Fassung v. 6.12.2014)

1 Kommentar

  1. Merz-Atalik

    Es ist schon befremdlich, dass man in Deutschland so wenig zur Kenntnis nimmt, dass wir einer von drei Weltmeistern in der Selektion und Separation von Kindern im Bildungswesen sind. Die Quoten der SchülerInnen z.B., die in den anderen europäischen Ländern an Sonder- oder Förderschulen beschult werden liegt deutlich unter jenen in Deutschland. Dabei werden diese dort nicht schlechter gefördert, sondern die bislang in Deutschland nur den Sonderschulen vorbehaltenen Ressourcen sind dort fester Bestandteil des allgemeinen Bildungssystems (z.B. Förderräume, Sonder- oder Sozialpädagogen, Fördermittel).

    Es ist nicht das Gebäude der Sonderschulen, das für eine gute Förderung verantwortlich ist und auch nicht die Separation der Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf (das zeigen empirische Studien national und international). Es sind die weitaus größeren personellen und sachlichen Ressourcen der Sonder-/ Förderschulen, die gemäß der UN BRK im Sinne "der angemessenen Vorkehrungen" auch an den Regelschulen zur Verfügung zu stellen sind. Das wird nur gelingen, wenn wir auch jene bislang an den Sonderschulen vorhandene an die Regelschulen transferieren. Das wird dazu beitragen, dass diese für alle Kinder ein besserer Lernort werden (siehe Beispiele aus den Skandinavischen Ländern oder Italien).