13. November 2014 · Kommentare deaktiviert für Umweltskandal in US-Militärbasis Katterbach – PFC-Grenzwerte 800-fach überschritten · Kategorien: Was sonst noch wichtig ist ... · Tags: ,

Hinweis der Redaktion:
Auch in der Eifel gibt es durch die US-ARMY verseuchtes Grundwasser.


Krebserregender Stoff möglicherweise Bestandteil des Kampfhubschrauber-Kerosins JP8
Studie: 5-fache Überschreitung für Säuglinge gefährlich – OLA fordert umfassende Aufklärung

Mitteilung: Stadtratsfraktion Offene LInke Ansbach

Die Logo_OLA.jpgStadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA) ist schockiert über die Meldung, wonach die Belastung mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC/PFT) im Schichtwasser  der US-Militärbasis Ansbach-Katterbach die Grenzwerte um das 800-fache überschreiten.

PFC/PFT ist krebserregend und vermindert die Fortpflanzungsfähigkeit. Es kann über das Grundwasser auch in Obst und Gemüse eindringen. Laut einer Studie der Universität Kaiserslautern (http://www.mulewf.rlp.de/fileadmin/mufv/publikationen/Klaerschlamm_-_Bericht.pdf ) ist bereits eine 5-fache Überschreitung der PFC/PFT-Grenzwerte für Säuglinge gefährlich. In Gewässern ab einer 10-fachen Überschreitung sind demnach krankhafte Veränderungen bei Fischen (Aalen) nachgewiesen.

Zudem kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass dem US-Flugbenzin JP8 neben anderen giftigen Additiven auch PFC/PFT zugefügt wird, nachdem Rückstände auch in Regenrückhaltebecken aufgetaucht sind. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat daher aktuell eine Untersuchung im Umfeld der Militärbasen Ramstein und Spangdahlen in die Wege geleitet, wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag, MdL Jutta Blatzheim-Roegler mitteilt.

Die OLA-Fraktion fordert daher umfassende Aufklärung des Umweltskandals auch in Ansbach: „Es ist gut, dass das Umweltamt jetzt schnell reagiert und Grundwasseruntersuchungen vornimmt. Es muss jedoch auch –analog zu Ramstein- untersucht werden, ob neben dem Löschschaum auch das Flugbenzin als Emissionsquelle in Frage kommt. Zudem sollten in der Untersuchung auch Kontaminierungen bei Feldfrüchten und Fließgewässern im Umfeld Katterbachs geprüft werden. Dabei muss sichergestellt werden, dass das Militär als Verursacher sämtliche Kosten der Untersuchungen sowie resultierender Sanierungsmaßnahmen trägt. Fest steht: Der Betrieb der US-Basis Ansbach-Katterbach gefährdet unsere Gesundheit.“

PM v. 13.11.2014
Boris-André Meyer
Fraktionsvorsitzender
Offene Linke Ansbach -Stadtratsfraktion
 www.offene-linke-ansbach.de


siehe auch: ► Am 3.12.2014 berichtete der BR Mittelfranken: ► Keine Gefahr durch Gift in Brunnen:

… in sechs der untersuchten Brunnen [waren] keine entsprechenden Schadstoffe nachweisbar. Bei zwei Wasserproben im Ortsteil Untereichenbach konnten die Chemikalien nachgewiesen werden. (www.br.de)


siehe auch:www.gew-ansbach.de/2014/12/raeumliche-ausdehnung-der-kontaminierung-groesser-als-am-nuernberger-flughafen/

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