11. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Aufrüstung in Ansbach: Zahl der Kampfhubschrauber soll von 60 auf 150 Maschinen steigen · Kategorien: Was sonst noch wichtig ist ... · Tags: ,

BI: „Militärpräsenz nimmt unverantwortliches Ausmaß an – Bundesregierung muss Genehmigung verweigern“

Mitteilung: Bürgerinitiative Etz langt’s!

Nach Informationen des Ansbacher Senders Radio8 soll die Zahl der Kampfhubschrauber an der US-Militärbasis Ansbach im Zuge der Ende September bekannt gewordenen Aufrüstungspläne von derzeit 60 auf 150 Maschinen ab Frühjahr 2017 steigen
(http://www.radio8.de/nachrichten/details/artikel/katterbachillesheim-trotz-us-aufstockung-nichtmehr-fluglaerm.html).

Die Ansbacher OB Carda Seidel ging am 20.09.16 von einem Anstieg um lediglich 28 Maschinen aus, wie die Fränkische Landeszeitung berichtete. Damit würde der Umfang der Stationierung einen historischen Höchststand erreichen, der selbst die Zeit des Kalten Krieges in den Schatten stellt. Der Vorstand der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt´s!“ erklärt hierzu:

„Die Militärpräsenz in Westmittelfranken nimmt unverantwortliche Ausmaße an. Der Schutz der Gesundheit der Menschen ist unvereinbar mit der geplanten Aufrüstung. Teile des Raums um die Flugfelder herum würden durch noch mehr Fluglärm und Abgase temporär nahezu unbewohnbar
werden. Daher muss die Bundesregierung als Genehmigungsbehörde der Aufrüstung eine klare Absage erteilen. Für 150 Kampfhubschrauber ist in Ansbach schlichtweg kein Platz.“

Armeesprecher behaupteten nun gegenüber Radio8, dass es nicht mehr Fluglärm gebe, räumten jedoch ein, dass mehr Maschinen gleichzeitig in der Luft sein werden. Diesen Widerspruch kommentiert die BI: „Das Militär will die Bevölkerung für dumm verkaufen. Selbstverständlich
bedeutet die Steigerung der Anzahl der Kampfhubschrauber um 150 Prozent einen Anstieg der Flugstunden in ähnlichem Verhältnis. Mehr Hubschrauber gleichzeitig in der Luft zu haben, heißt dass es zu einer massiven räumlichen Ausdehnung der Kriegsübungen kommt, die noch mehr Bürgerinnen und Bürger in ihrer Lebensqualität einschränken werden.“

gez. Hansjörg Meyer, Pfarrer i.R., 1. Vorsitzender
Norbert Müller
Kerstin Mach
Doris Carl-Gramm
Gaby Scharfenberger-Saprykin
Bernd Horbaschek
Hans-Joachim Hofmann (Offene Linke Ansbach)
Petra Negendank (SPD)
Wilhelm Pfänder (Freie Wähler)
Erna Hertwig (BAP)
Tanja Schwarz (B90/Grüne)
Walter Gronauer (ÖDP)
Boris-André Meyer (Offene Linke Ansbach)

Pressemitteilung v. 7.10.2016
Bürgerinitiative Etz langt’s!
www.etz-langts.de

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