Die GEW Bayern zum „Bildungspäckchen light“

Mitteilung: GEW Bayern

Das Bildungspäckchen der CSU-Landtagsfraktion wird den Lehrkräften und Schüler*innen in den Realschulen, Berufsschulen und FOS/BOS nicht die dringend notwendige Entlastung und Verbesserung bringen. Nach dem jetzt vorgestellten Bildungspaket der CSU-Landtagsfraktion sollen an Grund- und Mittelschulen lediglich 50 zusätzliche Stellen ab 2018 für die Mobile Reserve und 50 Stellen zusätzlich an Förderschulen geschaffen werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern sieht dies, gerade in der aktuellen Situation, als völlig unzureichend an. Weiterlesen »

Die GrünenMitteilung: Bündnis 90 / Die Grünen im Landtag Bayern

In einem Offenen Brief an Bildungsminister Spaenle fordert Thomas Gehring Klarheit für die 47 Pilotschulen der Mittelstufe Plus. „Besorgte Eltern und betroffene Lehrkräfte haben uns wiederholt angeschrieben“, erklärt Thomas Gehring. „Diese Schulen sind jetzt das Opfer der Unfähigkeit von CSU-Fraktion und CSU-Regierung, die G9-Frage rechtzeitig zu entscheiden.“

Die Landtags-Grünen fordern, die Zukunft der Pilotschulen zu klären und Kindern, Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen Planungssicherheit und Perspektive zu geben. „Wir haben damals schon gesagt: Die CSU-Regierung hat mit der Mittelstufe plus das teuerste, organisatorisch aufwändigste und pädagogisch fragwürdigste Modell ausgewählt“, so Thomas Gehring. „Trotzdem haben diese 47 Pilotschulen in der Hoffnung auf mehr Lernzeit mitgemacht und hängen jetzt aufgrund der ungeklärten Situation total in der Luft.“

PM v. 31.3.2017
Bündnis 90 / Die Grünen im Landtag Bayern
www.gruene-fraktion-bayern.de


Download des offenen Briefes

15. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert: Zumindest die Abschiebung von SchülerInnen nach Afghanistan und in den Irak sofort stoppen! · Kategorien: Meinungen, Recht und Unrecht, Termine & Aktionen

Ausbildung und Schule müssen Vorrang haben

Mitteilung: GEW Bayern

Gestern, am 14. 12. abends begann das Bundesinnenministerium mit Zuarbeit der bayerischen Staatsregierung mit der ersten von mehreren Sammel-Deportationen in das Kriegsgebiet Afghanistan. Unter den betroffenen Flüchtlingen sind auch ausbildungswillige junge Menschen, die das Recht auf den Besuch der Berufsschule in Bayern besitzen. Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern verurteilt diesen Bruch der Genfer Flüchtlingskonvention und geltender Gesetze zum Menschenrecht auf Bildung. „Wir fordern von Bundes- und Landesregierung den sofortigen Stopp dieser illegalen Abschiebungen“, erklärte heute der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn in München. Die Verhinderung von Ausbildungs- und Arbeitserlaubnissen nach der Anordnung des bayerischen Innenministers vom 1. September widerspreche dem Bundesintegrationsgesetz, so Salzbrunn weiter. Es häuften sich jetzt Meldungen, dass Berufsschüler*innen, die aus Afghanistan oder Irak stammen, aus panischer Angst vor drohender Abschiebung entweder nicht mehr zum Lernen fähig seien oder untergetaucht seien. Ebenso werde von Suizidversuchen betroffener junger Menschen berichtet. Weiterlesen »

21. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern zum BLLV-Vorschlag eines Gymnasiums mit „Modulsystem · Kategorien: Meinungen, Sozial- und Bildungspolitik · Tags: , , , , ,

GEW-Logo_2015_55Statt Dehnung der Mittelstufe mehr Zeit für Pädagogik und eine hochwertigere Oberstufe!

Mitteilung: GEW Bayern

Eine Modularisierung, die alleine eine Dehnung der Lernzeit in der Mittelstufe bringt, befördert nicht das Ziel des Gymnasiums: die Hochschulreife. Dafür ist eine qualitativ hochwertige Oberstufe mit Zeit zu Vertiefung und Verknüpfung von Gelerntem notwendig.

Die pädagogische Arbeit an den Gymnasien muss bereits in der Unterstufe und vielmehr noch in der Mittelstufe prinzipiell neu strukturiert werden. Dazu gehört u.a. die feste Einrichtung pädagogischer Teams mit Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen und Lehrer*innen. Die Lehrkräfte benötigen Zeit für pädagogische Einzelgespräche. Fest eingerichtete Sprechstunden für die Schüler*innen sind Arbeitszeit und müssen auch so bezahlt werden! Weiterlesen »

Am 21.10.2014 verfasste Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in der Süddeutschen Zeitung einen Gastbeitrag zum Thema Inklusion:

Inklusive Missverständnisse

Das Gesetz zur schulischen Inklusion behinderter Kinder basiert auf Übersetzungs- und Denkfehlern. Wenn Förderschulen abgeschafft werden, überfordert das Kinder und Lehrer. Und es spart kein Geld. Den Gastbeitrag lesen


► ► ► Prof. Hans Wocken verfasste daraufhin eine Replik zu Specks Beitrag, die am 28.11.2014 im Magazin Auswege-Perspektiven für den Erziehungsalltag erschien.

Aufgrund der bedeutsamen "Richtigstellung von Falschmeldungen über Inklusion" durch die Replik von Hans Wocken verlinken wir hier direkt zum Magazin Auswege:

„Inklusive Missverständnisse“? Eine Replik von Hans Wocken
Einspruch gegen Falschmeldungen über Inklusion

… Erst in jüngster Zeit machen sich erste Stimmen aus dem Lager der Inklusionskritik bemerkbar, die die Behindertenrechtskonvention abzuschwächen suchen und für konservative, bestandswahrende Zwecke in Dienst nehmen möchten. Ein wenig rühmliches Beispiel dieses Genres ist der Beitrag „Inklusive Missverständnisse“, verfasst von Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München … Hans Wockens Replik lesen (geringfügig überarbeitete Fassung v. 6.12.2014)

10. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Schuldrama II. Teil: Brandbrief der Schulräte und Mittelschulen im Minus · Kategorien: Meinungen, Sozial- und Bildungspolitik · Tags:

gsf – Bayerische Schulräte haben dem Kultusministerium einen Brandbrief geschrieben. Nach der Kündigung der Rektorin Andrea Schöffel aus dem Landkreis Augsburg (Die GEW Ansbach berichtete samt eines Kommentars von Heinz Kreiselmeyer)  fangen jetzt auch noch bayerische Schulräte das Mosern an. Die Süddeutsche Zeitung Online titelte am 10.8.2012 :

Hilferuf der Schulräte

4300 zusätzliche Schüler, aber zu wenig Lehrkräfte: Der Lehrermangel an den bayerischen Grund- und Mittelschulen wird ab Herbst groß. Schulräte schlagen mit einem Brief Alarm an Kultusminister Spaenle: Der Unterricht sei nur noch mit Mühe sicherzustellen. Den ganzen Artikel in der SZ lesen

 

Heinz Kreiselmeyer kommentiert die Vorgänge erneut:

Klassenbildung – Es ginge auch anders

Nach 26-jähriger Tätigkeit in der bayerischen Schulaufsicht stelle ich fest, dass sich im Blick auf die sich immer wieder jährenden administrativen Unzulänglichkeiten bei der Klassenbildung an unseren Schulen nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Seit Jahrzehnten fehlen Lehrer und Stunden, profilbildenden Projekten droht das Aus. Sie werden häufig zu Reformruinen.  Lehrer, Schulleiter und Schulräte schlagen Alarm – inzwischen öffentlich.

Seit Jahrzehnten das gleiche Bild: Planlosigkeit, Unsicherheit, Hilflosigkeit, Wut.  Die Verantwortlichen scheinen aus den sich jährlich wiederholenden desaströsen Zuständen nichts gelernt zu haben. Dabei ginge es doch auch anders.

Warum ist es nicht möglich, frage ich mich, die Personalplanung für das kommende Schuljahr am Ende eines Schuljahres nahezu abzuschließen?  Prüfungstermine lassen sich ändern!

Warum ist eine einigermaßen professionelle Personalplanung nicht möglich? EDV-Systeme lassen sich kompatibel gestalten!

Warum können erfolgreiche Schulprogramme nicht weitergeführt werden?  Schulprogramme müssen verlässlich sein können und haben als „Markenzeichen“ einer Schule  Vorrang zu genießen!

Voller Erschütterung und voller Hochachtung zugleich las ich das Interview mit der mutigen Rektorin Andrea Schöffel (SZ v. 7.8.2012 „Ich kann unter diesen Bedingungen die Schule nicht leiten“). Ihrer zentralen Aussage, wonach sie ihre Schule nicht mehr so leiten kann, dass es Kindern, Lehrern und ihr dabei gut geht, sollten sich möglichst viele Menschen, die mit Schule zu tun haben, stellen. Endlich!

 

Die Hintergründe des bayerischen Desasters werden teilweise in einer Presseerklärung v. 8.8.2012 des BSV ( Bayerischer Schulleitungsverband) erläutert:

Mittelschulen im Minus

Ab September 2010 wurden aus den vielgeschmähten Hauptschulen die neu strukturierten „Mittelschulen“ und diese in Mittelschul-Verbünden zusammengefasst. Die Werbung im Ministerium für die neugestaltete „Mittelschule“ war vorweg sehr groß. Die neue Gestaltungsfreiheit innerhalb der Verbünde ließ hoffen. Das neue Mittelschulkonzept erwies sich 2010/11 als neues bayerisches Erfolgsmodell mit großem Zulauf.

Zwar war die bayerische Mittelschule 2010 als Löwe losgesprungen, ist inzwischen aber als Bettvorleger gelandet: Durch Fehl-Prognosen unterschätzte man im Kultusministerium die Schülerzahl für 2012/13 um deutlich mehr als 3.000 Schüler!

Diese höhere Schülerzahl bestätigt zwar das Erfolgsrezept der neuen Mittelschule. Aber dies ergibt nun einen Fehlbedarf von über 6.000 Lehrerstunden im Vergleich mit den Zahlen, die den Mittelschulen noch im Mai in Aussicht gestellt worden waren. Damit fehlen über 200 Lehrkräfte!

Nur noch Pflichtunterricht in übergroßen schwierigen Klassen, kaum noch Differenzierung oder individuelle Förderung – so fällt das Ministerium durch massive Fehlkalkulation der frisch gestarteten Mittelschule in den Rücken.   

Nach Abschluss des Nachtragshaushalts im Juli besteht weder für das Finanz- noch das Kultusministerium die Möglichkeit, zusätzlich die fehlenden Stellen zu genehmigen.

Gleichzeitig erhalten die Gymnasien zur Befriedung beim G8 250 Lehrerstellen, die nun den Mittelschulen zum Erhalt ihres gerade neu geschaffenen Profils so dringend fehlen.

Mittelschulen im Minus, am Limit ihrer überlasteten Lehrkräfte und Schulleitung, sind nicht die Melkkühe für das Ministerium, um angesehenere Schularten zu stützen. Sie brauchen die nötigen Stunden sowie genügend gut ausgebildete und motivierte Lehrkräfte, um auch Mittelschule zu einem Erfolgsweg werden zu lassen für gute Fachleute in Handwerk, Industrie und Dienstleistung! 

Quelle: PM v. 8.8.2012 – BSV -Bayerischer Schulleitungsverband – www.bsv-bayern.info

14. Februar 2012 · Kommentare deaktiviert für SPD stellt erstes pädagogisches Konzept für Gemeinschaftsschule vor · Kategorien: Meinungen, Sozial- und Bildungspolitik · Tags:

Bildungssprecher Güll: Kinder müssen auch ohne krank machenden Leistungsdruck erfolgreich sein können

Mitteilung: SPD Landtagsfraktion Bayern

Keine Einsortierung von Kindern in Schubladen nach der Grundschule, kein krank machender Leistungsdruck und ein Ende des Schulsterbens: Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte der bildungspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Martin Güll am 13. Februar das erste Konzept einer Gemeinschaftsschule vor – einer Schule, in dem Kinder alle gemeinsam, aber ihren persönlichen Leistungen entsprechend lernen können.

Die Eckpunkte des Konzepts sind: … weiter

Quelle: PM v. 13.2.2012
Carolin Arns
Pressereferentin
BayernSPD-Landtagsfraktion
www.bayernspd-landtag.d
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05. Februar 2012 · Kommentare deaktiviert für Und tschüs, „Tschüs“! · Kategorien: Meinungen, Unterricht und Erziehung

Den nachfolgenden Artikel haben wir in der taz gefunden. Es gibt also nichts, was es nicht gibt. In Bayern ist das auf jeden Fall so. Wir dokumentieren sprachlos und bedanken uns bei der taz aus Berlin:

Schule in Bayern

Über ein „Grüß Gott“ freut man sich an einer bayerischen Schule. Über ein „Tschüs“ hingegen nicht. Die Rektorin hat ihre  Einrichtung zur „tschüssfreien Zone“ erklärt. Den ganzen Artikel lesen

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