18. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Der Grundschulschock: 80 Prozent der Kinder ohne ausreichende Nachmittagsbetreuung · Kategorien: Daten und Fakten, Meinungen, Unterricht und Erziehung · Tags:

SPD-Vizin Simone Strohmayr legt aktuelle Zahlen zur Situation in Bayern vor und fordert Rechtsanspruch für die Familien

Mitteilung: SPD Bayern Landtagsfraktion

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule stellt zehntausende bayerische Familien vor nahezu unlösbare organisatorische Probleme. Während die Kinder berufstätiger Eltern bislang in den Kitas bis 17.00 Uhr betreut und unter Aufsicht waren, ist diese Unterstützung in der Grundschule fast nirgendwo zu finden. In Bayern gibt es derzeit nur für 20 Prozent (88.754) der 432.189 Grundschüler einen verlässlichen Ganztagsbetreuungsplatz, der annähernd die Strukturen bietet, die Eltern von Kitas gewöhnt sind. In den Kitas sind es – Dank Rechtsanspruch – 98 Prozent. Weiterlesen »

07. September 2017 · Kommentare deaktiviert für Die GEW Bayern zum Schuljahresbeginn: gegen den Lehrer*innenmangel und für mehr Bildungsqualität und gute Arbeitsbedingungen! · Kategorien: Meinungen · Tags: ,

Mitteilung: GEW Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern stellte am 7.9.2017 in München ihr Maßnahmenpaket gegen den massiven Lehrer*innenmangel und gegen die hohe Lehrer*innenarbeitslosigkeit dar. Nach ihren Angaben suchen einerseits rund 5.000 junge Lehrkräfte für Realschulen und Gymnasien Arbeit in den Schulen. Andererseits geht die Bildungsgewerkschaft aufgrund vorliegender Zahlen davon aus, dass in den Grund- und Mittelschulen etwa 400 Stellen unbesetzt bleiben und ca. 600 befristet angestellte Kolleg*innen eingesetzt werden müssen. Unter anderem Studierende mit und ohne Examen sowie nicht-pädagogisch ausgebildetes Personal sollen den eklatanten Lehrkräftemangel verschleiern. Weiterlesen »

31. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für Inklusion ist Aufgabe der Jugendhilfeplanung – ein offener Brief an die Jugendämter und das Landesjugendamt Bayern · Kategorien: Meinungen, Sozial- und Bildungspolitik · Tags:

Das Anschreiben zum offenen Brief an die Jugendämter und das Landesjugendamt Bayern:

Nach der Anhörung der Petenten „Für inklusive Kindertagesstätten in Bayern“ (Netzwerk Inklusion, Aktion Gute Schule und GEW Bayern) im Sozialausschuss des Landtags am 30.6.2016 ist ein Jahr vergangen und wenig in der Sache geschehen.

Dabei war das Echo auf die Petition auch im Ausschuss durchweg positiv. Freilich kann nur politisches Handeln die Inklusionsrate deutlich erhöhen, zu vieles bleibt sonst im Interessendickicht von Sozial- und Kultusministerium, von Bezirken und Kommunen stecken.

Daher soll hier ein Jahr danach daran erinnert werden, dass es ein bisher wenig genutztes Instrument auf kommunaler Ebene gibt, Inklusion voranzubringen.

Jugendhilfeplanung, auch für spezielle Zielgruppen wie behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder ist seit nunmehr über 25 Jahren Pflichtaufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte. Würde sie korrekt und im Sinne der UN-Konvention durchgeführt, könnte sie ein Hebel sein, die Exklusionsrate im Elementarbereich erheblich zu senken und gemeinsames Leben und Lernen von Anfang an zu verwirklichen.

Auf keinen Fall darf die Jugendhilfe Inklusion benutzen, um die Rahmenbedingungen gegenüber der Sondereinrichtung zu verschlechtern. Der Eindruck, das behinderte Kind sei in der Regeleinrichtung billiger untergebracht, wird nur dadurch vermieden, dass die bisherigen Aufwendungen an Sondereinrichtungen insgesamt erhalten und individuell gerecht, z.B. in Form eines ‚persönlichen Budgets’ verteilt werden.

Allerdings dürfen auch eventuell entstehende Mehraufwendungen nicht einseitig auf Kommunen und Bezirken lasten, sondern müssen solidarisch vom Freistaat Bayern mitgetragen werden.

Dass dieses Schreiben dazu beitragen möge, die in den Kommunen nötigen Schritte einzuleiten, wagen wir zu hoffen. Wo zurzeit kommunale Aktionspläne in Sachen Inklusion erstellt werden, gilt das Folgende analog, denn dann ist die Jugendhilfeplanung nur ein erster Schritt. …

→ Das komplette Anschreiben lesen

Den offenen Brief an die Jugendämter und das Landesjugendamt Bayern lesen

 

17. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Mobbing in Schulen: Grüne fordern Stärkung der Prävention · Kategorien: Meinungen

Mitteilung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

„Unsere Schulen brauchen unterstützende Rahmenbedingungen, um Mobbing vorbeugen zu können“, erklärt der schulpolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, „denn die vorbeugende pädagogische Arbeit an den Schulen bekommt nicht den Stellenwert, den sie braucht.“

Mobbing sei ein – auch politisch – ernst zu nehmendes Thema. Vor allem die Ausweitung der Kommunikation auf den digitalen Raum habe die Brisanz von Mobbing deutlich verschärft. „Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens statt einer Kultur des Wegschauens.“ Dafür brauche es ein von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Sozialklima in der Schule bzw. im Klassenverband.

Thomas Gehring fordert mit einen aktuellen Antrag, die präventive Arbeit auf vier Säulen zu stellen: Stärkung des multiprofessionellen Teams, deutliche Verstärkung der Lehrkräfteaus- und -fortbildung im Umgang mit Mobbing, zudem sollen Schulen ein Schulbudget erhalten, um ExpertInnen in die Schule holen zu können. Ebenso muss die Medienbildung und -erziehung verstärkt den Fokus auf die Bedeutung des eigenen Handelns im Netz richten.

PM v. 12.6.2017
www.gruene-fraktion-bayern.de

24. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Offener Brief: Keine Mitwirkung von Pädagog*innen bei Abschiebung von Schüler*innen · Kategorien: Meinungen · Tags: , , ,

Offener Brief der Bildungsgewerkschaft GEW Bayern

Mitteilung: GEW Bayern 

Mit einem offenen Brief (siehe Anlage) haben sich der Landesvorsitzende der GEW Bayern, Anton Salzbrunn und die GEW-Fachgruppe Berufliche Schulen in Nürnberg an den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg gewandt.

Die zentrale Forderung der GEW mit allen beteiligten Pädagog*innen lautet, den Kinderrechten und dem international gültigen Menschenrecht auf Bildung (UN-Sozialpakt, UN-Kinderrechtskonvention und Charta der Grundrechte der EU) einen höheren Stellenwert einzuräumen als den nationalen aufenthaltsrechtlichen Vorschriften. Weiterlesen »

21. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Mehr biologisch erzeugte Lebensmittel in Bayerns Schulen! · Kategorien: Meinungen, Was sonst noch wichtig ist ... · Tags: ,

Mitteilung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

Der Verpflegung von Kindern und Jugendlichen kommt eine wachsende Bedeutung zu. Insbesondere bei der Essenversorgung von Kindern und Jugendlichen ist auf gesunde Bio-Lebensmittel setzen. Gemeinschaftsverpflegung geht gesund, lecker und wirtschaftlich, davon sind wir Grünen überzeugt. Deshalb haben wir das Thema in den Landtag gebracht. Die Ernährungspolitik der Staatsregierung läuft nicht. Anstatt alle Kinder und Jugendliche im Blick zu haben, setzt Staatsminister Brunner auf einzelne Projekte, Coachings, Infobroschüren und Aktionstage. Das reicht nicht. Weiterlesen »

20. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Gefährdung des professionellen sonderpädagogischen Schulbetriebes – Wir wollen etwas ändern! · Kategorien: Arbeitsplatz, Meinungen, Termine & Aktionen · Tags: , , ,

An einem mittelfränkischen Förderzentrum haben sich mehrere KollegInnen zusammengetan, um ihre Überlastung aufgrund ihrer momentanen Arbeitsbedingungen öffentlich zu machen und Verbesserungen an den Schulen zu erreichen. Der Aufruf soll bayernweit gelten.

Die Erklärung der mittelfränkischen KollegInnen und ihr Brief an die Regierung von Mittelfranken:

Lieber Kollege/ liebe Kollegin!

Haben Sie schon einmal überlegt, was Sie angesichts Ihrer momentanen Arbeitsbedingungen tun können?

Unser Vorschlag: Schreiben Sie zusammen mit Ihren KollegInnen einen Brief an die Regierung! Im Anhang finden Sie eine Vorlage, die Sie so oder für Ihre Schule abgeändert verwenden können.

Ziel ist es, dass von möglichst vielen Schulen möglichst viele KollegInnen an die für sie zuständige Regierung schreiben, um eine bayernweite Wirkung und eine mittel- oder langfristige Arbeitsverbesserung zu erzielen.

Dabei sollen nicht einfach Ressourcen von einer Schule an die andere verschoben werden, sondern allgemeine Verbesserungen erreicht werden. Uns ist es wichtig, dass nicht nur von Schulleitungen oder Gewerkschaften die Probleme an den Schulen geschildert werden, sondern gerade von den KollegInnen, die tagtäglich damit konfrontiert sind.

Hintergrund
An einem mittelfränkischen Förderzentrum haben sich mehrere KollegInnen entschieden, nicht nur zu jammern, sondern angesichts einer Unmenge an Aufgaben etwas zu unternehmen und ein Signal nach außen zu setzen, dass wir unter diesen Umständen nicht zufriedenstellend und professionell arbeiten können.

Zunächst entstand der Gedanke, individuelle Überlastungsanzeigen zu stellen mit dem Ziel einer Entlastung und Abgabe der Verantwortung für Fehler, die aus der Überlastungssituation resultieren. Grundlage hierfür: Gemäß den §§ 15 bis 17 des Arbeitsschutzgesetzes sind Beschäftigte verpflichtet, dem Arbeitgeber unmittelbare erhebliche Gefahren anzuzeigen, die die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sowie aller davon Betroffenen gefährden. Sie sind berechtigt, dem Arbeitgeber Vorschläge zu allen Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes zu machen.

Dagegen sprechen jedoch drei Argumente:

  • Wir wurden von Vertreterinnen der Berufsverbände gewarnt, dass sich eine Überlastungsanzeige auf die dienstliche Beurteilung auswirken könnte (mangelnde Belastbarkeit). Dies wäre zwar nicht zulässig, es wäre aber auch nicht nachweisbar, ob die dienstliche Beurteilung aufgrund der Überlastungsanzeige oder aus anderen Gründen schlechter ausfiele.
  • Man hat uns gesagt, das Arbeitsschutzgesetz sei bei Beamten nur bedingt anwendbar.
  • Es handelt sich eigentlich nicht um eine Überlastung aufgrund von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen, sondern aufgrund von strukturellen Gegebenheiten, die von uns nicht beeinflussbar sind.

Aufgrund dessen entwarfen wir diesen Brief, der aufzeigt, dass der professionelle sonderpädagogische Betrieb unter den gegebenen Bedingungen gefährdet ist. Hier kann eine Unterschriftenliste von KollegInnen beigefügt werden, so dass nicht der/die Einzelne in der alleinigen Verantwortung steht.

Es ist zwar kein rechtlich gültiges Instrument, aber wir hoffen, dass wir dadurch auf unsere Situation aufmerksam machen können und – sicher nicht von heute auf morgen, aber auf längere Sicht – Veränderungen bewirken werden.

Auch wenn Sie selber keinen Handlungsbedarf sehen, verbreiten Sie bitte diesen Brief weiter!

Rückmeldungen, ob Sie oder Ihr Kollegium sich grundsätzlich vorstellen können, sich an dieser Aktion zu beteiligen, bitte, wenn möglich, bis Mittwoch, 21.6. 2017 an uns. (Hierzu besteht natürlich keinerlei Verpflichtung!)

Mailadresse für die Rückmeldung: SchuleimAufbruch [klammeraffe] web.de

Wir haben diese E-Mail-Adresse eingerichtet

  • für etwaige Rückfragen,
  • für eine Vernetzung der Aktionen,
  • für eine Planung der weiteren Schritte,
  • für einen Austausch der Reaktionen.

Wir werden alle Rückmeldungen vertraulich behandeln und nicht weitergeben. Natürlich freuen wir uns auch über spätere Rückmeldungen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre KollegInnen


Download des Briefes an die Regierung im docx-Format (MS-Office) oder im odt-Format (LibreOffice)

07. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Mit 100 Stellen ab 2018 wird der Lehrkräftemangel an Grund-, Mittel- und Förderschulen nicht behoben · Kategorien: Meinungen, Sozial- und Bildungspolitik · Tags: , ,

Die GEW Bayern zum „Bildungspäckchen light“

Mitteilung: GEW Bayern

Das Bildungspäckchen der CSU-Landtagsfraktion wird den Lehrkräften und Schüler*innen in den Realschulen, Berufsschulen und FOS/BOS nicht die dringend notwendige Entlastung und Verbesserung bringen. Nach dem jetzt vorgestellten Bildungspaket der CSU-Landtagsfraktion sollen an Grund- und Mittelschulen lediglich 50 zusätzliche Stellen ab 2018 für die Mobile Reserve und 50 Stellen zusätzlich an Förderschulen geschaffen werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern sieht dies, gerade in der aktuellen Situation, als völlig unzureichend an. Weiterlesen »

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