Das Anschreiben zum offenen Brief an die Jugendämter und das Landesjugendamt Bayern:

Nach der Anhörung der Petenten „Für inklusive Kindertagesstätten in Bayern“ (Netzwerk Inklusion, Aktion Gute Schule und GEW Bayern) im Sozialausschuss des Landtags am 30.6.2016 ist ein Jahr vergangen und wenig in der Sache geschehen.

Dabei war das Echo auf die Petition auch im Ausschuss durchweg positiv. Freilich kann nur politisches Handeln die Inklusionsrate deutlich erhöhen, zu vieles bleibt sonst im Interessendickicht von Sozial- und Kultusministerium, von Bezirken und Kommunen stecken.

Daher soll hier ein Jahr danach daran erinnert werden, dass es ein bisher wenig genutztes Instrument auf kommunaler Ebene gibt, Inklusion voranzubringen.

Jugendhilfeplanung, auch für spezielle Zielgruppen wie behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder ist seit nunmehr über 25 Jahren Pflichtaufgabe der Landkreise und kreisfreien Städte. Würde sie korrekt und im Sinne der UN-Konvention durchgeführt, könnte sie ein Hebel sein, die Exklusionsrate im Elementarbereich erheblich zu senken und gemeinsames Leben und Lernen von Anfang an zu verwirklichen.

Auf keinen Fall darf die Jugendhilfe Inklusion benutzen, um die Rahmenbedingungen gegenüber der Sondereinrichtung zu verschlechtern. Der Eindruck, das behinderte Kind sei in der Regeleinrichtung billiger untergebracht, wird nur dadurch vermieden, dass die bisherigen Aufwendungen an Sondereinrichtungen insgesamt erhalten und individuell gerecht, z.B. in Form eines ‚persönlichen Budgets’ verteilt werden.

Allerdings dürfen auch eventuell entstehende Mehraufwendungen nicht einseitig auf Kommunen und Bezirken lasten, sondern müssen solidarisch vom Freistaat Bayern mitgetragen werden.

Dass dieses Schreiben dazu beitragen möge, die in den Kommunen nötigen Schritte einzuleiten, wagen wir zu hoffen. Wo zurzeit kommunale Aktionspläne in Sachen Inklusion erstellt werden, gilt das Folgende analog, denn dann ist die Jugendhilfeplanung nur ein erster Schritt. …

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20. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für GEW Bayern zur Lehrer*innenarbeitslosigkeit · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

Sie ist durch bessere Personalplanung und reformierte Lehrer*innenbildung zu beheben. CSU muss endlich reagieren!

Mitteilung: GEW Bayern

Allein jetzt im Juni 2017 haben sich in Bayern rund 2000 Lehrerinnen und Lehrer arbeitslos bzw. arbeitssuchend gemeldet. Zusätzlich zum bereits bestehenden Lehrer*innenmangel an bayerischen Grund-, Mittel-, Förder- und Berufsschulen weist die aktuelle Bertelsmannstudie zum Schülerboom nach, dass wir alleine für die Grundschulen bundesweit 24.000 zusätzliche Lehrer*innen bis 2025 benötigen. Nach Auffassung der Bildungsgewerkschaft GEW müssen endlich Perspektiven für die betroffenen Lehrkräfte geschaffen werden. Dies sei das Gebot der Stunde. Weiterlesen »

12. Juli 2017 · Kommentare deaktiviert für GEW Bayern zur Bertelsmann-Studie · Kategorien: Arbeitsplatz, Sozial- und Bildungspolitik · Tags:

GEW Bayern zur Studie der Bertelsmann-Stiftung: Kraftanstrengung für mehr Lehrkräfte nicht länger aufschieben – Langfristige Maßnahmen für mehr Lehrkräfte auf den Weg bringen!

Mitteilung: GEW Bayern

Mit Blick auf die Studie „Demografische Rendite adé“ der Bertelsmann-Stiftung fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern nun endlich langfristige Maßnahmen zur Behebung des Lehrer*innenmangels. Wie die Bildungsgewerkschaft seit Monaten fordert, müssen konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um die eklatante Mangelverwaltung zu beheben.

Dazu die Sprecherin der Fachgruppe Grund- und Mittelschulen Ruth Brenner, die gleichzeitig Mitglied des Hauptpersonalrats ist: „Das Kultusministerium muss endlich handeln. Wir fordern seit Monaten mit Nachdruck, Lehrkräfte an allen Schularten gleich gut zu bezahlen. Mit dem gleichen Eingangsgehalt A 13 für alle Lehrkräfte aller Schularten würde sowohl das Grund- bzw. Mittelschullehramt als auch die Teilnahme an einer Zweitqualifizierung attraktiver gemacht werden. Das Land Berlin hat das bereits verstanden! Eine langfristige Lösung zur Bekämpfung des Lehrer*innenmangels streben wir über die Ausbildung von Stufenlehrkräften an, die in mehreren Schularten einsetzbar wären –  eben auch verbunden mit dem gleichen Eingangsgehalt A 13.“

Die Bildungsgewerkschaft warnt davor, den Lehrkräftemangel auf die Zuwanderung zu schieben. Die Kinder von Einwanderern – Arbeitsmigrant*innen wie Geflüchteten – sind nur ein Baustein in einer komplexen Situation. Dass in diesen Jahren überdurchschnittlich viele Lehrkräfte altersbedingt ausscheiden, war den Verantwortlichen lange bekannt.

PM v. 12.7.2017
Elke Hahn
GEW Bayern
www.gew-bayern.de


Infos zur Bertelsmann-Studie: Schüler-Boom: Zehntausende zusätzliche Lehrer und Klassenräume notwendig

22. April 2017 · Kommentare deaktiviert für „Ohne freie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler keine freie Wissenschaft“ · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik

Bildungsgewerkschaft GEW zum weltweiten „March for Science“

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich mit Blick auf den für Samstag, 22.4.2017, geplanten „March for Science“ für bessere Arbeitsbedingungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgesprochen. „Die GEW unterstützt das Kernanliegen des weltweiten Marsches: Freiheit von Forschung und Lehre. Akademische Freiheit setzt aber auch angemessene Rahmenbedingungen für freie Forschung und Lehre voraus. Dazu gehören auskömmliche Finanzierung und faire Beschäftigungsbedingungen. Es gibt keine freie Wissenschaft ohne freie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“, erklärte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und Hochschulexperte, am Freitag in Frankfurt a.M. Weiterlesen »

14. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Ostermarsch 2017 in Ansbach · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik
Ansbacher Ostermarsch 2017 „Aufrüstung stoppen! Vernunft statt Krieg“
Samstag, 15. April 2017 – 13:30

Warm up: 13.30 Uhr vor der US-Kaserne Katterbach

Parkmöglichkeiten zum Warm-Up in Katterbach um 13.30 Uhr:
– aus Richtung Ansbach kommend kann in der Stichstraße gegenüber des Gasthauses „Rotes Ross“ geparkt werden (nördlich B14)
– aus Richtung Nürnberg kommend empfiehlt sich der Feldweg parallel zur B14 rechter Hand kurz vor dem Ortseingang
Die Kundgebung findet am Haupteingang (Ampel an der B14) statt.

 

Kundgebung: 15 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz, anschl. , Redner*innen: Harald Weinberg (MdB Die Linke), Pfarrer Hans Löhr, KommunalpolitikerInnen von SPD, Grünen und Linken. Anschließend Ostermarsch durch die Stadt

07. April 2017 · Kommentare deaktiviert für Mit 100 Stellen ab 2018 wird der Lehrkräftemangel an Grund-, Mittel- und Förderschulen nicht behoben · Kategorien: Meinungen, Sozial- und Bildungspolitik · Tags: , ,

Die GEW Bayern zum „Bildungspäckchen light“

Mitteilung: GEW Bayern

Das Bildungspäckchen der CSU-Landtagsfraktion wird den Lehrkräften und Schüler*innen in den Realschulen, Berufsschulen und FOS/BOS nicht die dringend notwendige Entlastung und Verbesserung bringen. Nach dem jetzt vorgestellten Bildungspaket der CSU-Landtagsfraktion sollen an Grund- und Mittelschulen lediglich 50 zusätzliche Stellen ab 2018 für die Mobile Reserve und 50 Stellen zusätzlich an Förderschulen geschaffen werden. Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern sieht dies, gerade in der aktuellen Situation, als völlig unzureichend an. Weiterlesen »

08. März 2017 · Kommentare deaktiviert für GEW-Vorschläge gegen Lehrer*innenmangel an Grund- und Mittelschulen · Kategorien: Arbeitsplatz, Sozial- und Bildungspolitik · Tags:

Die Schuld den Schwächsten zuschieben – so lässt sich der Lehrer*innenmangel nicht beheben, sagt die GEW und erneuert ihre Vorschläge

Mitteilung: GEW Bayern

„Wenn das bayerische Bildungsministerium die akuten Personallücken in den Grund- und Mittelschulen nun geflüchteten Kindern in die Schuhe schieben will, dann ist das weder mit der Wahrheit noch mit der geforderten Achtung vor den Schwächsten zu vereinbaren“, sagte Anton Salzbrunn, der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern heute in München zur Aussage des Ministeriumssprechers. Weiterlesen »

23. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Bis zu 400 Vollzeitstellen an Grund- und Mittelschulen des Freistaats nicht besetzt · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: , , ,

Die Bildungsgewerkschaft GEW: Hunderte Lehrkräfte wurden zum Halbjahr pensioniert: Hat Spaenles Ministerium den Ersatzbedarf verschlafen?

Mitteilung: GEW Bayern

Seit dem regulären Pensionierungsdatum 17. Februar 2017 fehlen die Lehrer*innen für etwa 350 bis 400 Vollzeitstellen an bayerischen Grund- und Mittelschulen. Das entspricht bis zu 11.000 Unterrichtsstunden! Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern fragt nun, ob das Ministerium den Personalbedarf nicht einmal mehr für ein halbes Jahr überblickt. Weiterlesen »

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