Die Bildungsgewerkschaft GEW zieht zum Schulhalbjahr Bilanz: Langfristige Maßnahmen gegen den Lehrer*innen-Mangel sind dringend!

Mitteilung: GEW Bayern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Bildungsgewerkschaft im DGB, fordert Unterrichtsminister Michael Piazolo zum Schulhalbjahr auf, endlich die drängendsten Probleme in Bayerns Schulen wirklich anzugehen.

Landesvorsitzender Anton Salzbrunn sagte heute in München: “Wir vermissen eine Langzeitstrategie der Staatsregierung gegen den massiven Lehrkräftemangel an Grund-, Mittel- Förder- und Berufsschulen.” Ab nächster Woche wird es in Bayern Schulamtsbezirke, z. B. in Oberfranken, geben, in denen dann 500 Lehrerstunden fehlen werden. Langfristig bräuchte es nach Angaben der GEW Bayern dringend eine neue Lehrer*innenbildung, flexibel und für mehrere Schularten geeignet. Für die dringend notwendige Steigerung der Attraktivität der Lehrämter an Grund- und Mittelschulen muss auch Bayern die Gehaltsstufe A 13 für neu beginnende Lehrer*innen an diesen Schularten einführen. Nur eine Erhöhung der Eingangsbesoldung wie von Ministerpräsident Söder angekündigt, reicht nicht aus.

“Von der andauernden Überlastung der Kolleg*innen an den Schulen spricht Herr Piazolo nicht nur nicht – er macht auch nicht genügend dagegen”, so Salzbrunn weiter. “Stattdessen versucht er mit einigen ‘Zuckerln’ für Freie Wähler oder für die Industrie überhastet Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zu erfüllen: Einschulungskorridor und digitale Klassenzimmer.”
Zu letzterem gehört die übereilte Einführung des Pflichtfaches Informatik in den Mittel- und Förderschulen ab dem kommenden Schuljahr. Die Fachberater*innen Informatik müssen in Kürze in mehrtägigen Schulungen die zukünftigen Informatiklehrkräfte mit dem Lehrplan vertraut machen. Diese Fachberater sind meistens auch Systembetreuer an ihrer Schule und Multiplikatoren für die Amtliche Schulverwaltung (ASV). Sie müssen sich gleichzeitig um die neue Hardware kümmern, die gerade an die Schulen geliefert wird und sollen den Probe-Parallelbetrieb des neuen ASV-Programms unterstützen. “Hier werden engagierte Kolleg*innen systematisch in die Überlastung getrieben”, so Johannes Schiller, für die GEW Mitglied im Hauptpersonalrat.

Auffällig sei, so Salzbrunn weiter, “dass andere bereits mehrmals angekündigte Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden: Die Entfristung von angestellten Lehrer*innen steht schon sehr lange aus. Die Entscheidung zum Islam-Unterricht wird verschleppt. Eine vorausschauende Einstellungspolitik für ein wirklich neues G 9 fehlt ebenfalls.”

Der Bildungsgewerkschafter empfiehlt dem neuen Kultusminister andere Akzente als seine Vorgänger zu setzen.


PM v. 14.2 2019
Anton Salzbrunn
Vorsitzender GEW Bayern
www.gew-bayern.de

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet Erklärfilme zur Globalisierung an.

Die Filme liefern Zahlen und Fakten – grafisch veranschaulicht und kommentiert – zu folgenden Themen an:
Globalisierung
– Gewinner und Verlierer
– Migration
– ökologische Probleme
– Flucht und Vertreibung
– Vernetzung

Unter jedem Filmfenster werden die Bereiche genannt, die im Film angesprochen werden. Die Filme können heruntergeladen und unter Angabe der Quelle verwendet werden. Rechts oben im Filmfenster befindet sich das Icon mit einem Downloadpfeil: Anklicken und “Speichern unter” wählen. Die Filme haben das Format *.mp4. Sie wurden unter der Lizenz CC BY-NC-ND 3.0 DE publiziert (Namensnennung, nicht-kommerziell, keine Bearbeitung, Deutschland). 

Fazit: Mit diesen Filmchen kann die Problematik “Globalisierung” etwa ab der 9. Klasse Haupt-/Mittelschule sehr anschaulich und inhaltlich umfassend vermittelt werden. Ein Dossier zum Thema “Globalisierung” gibt es zusätzlich. Zugreifen. Sehr empfehlenswert!


zur Filmseite des ersten Filmes (Vernetzung) Von dort können auch die anderen Filme aufgerufen werden.

zur Dossierseite mit weiteren Bereichen zum Thema “Globalisierung”


Rezension: G. Schmidt-Falck

 

Mitteilung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

„Der Einschulungskorridor ist eine formale Erleichterung für Eltern, da diese ihre Kinder nicht mehr zurückstellen lassen müssen, somit kann der individuelle Entwicklungsstand der Kinder leichter berücksichtigt werden.“, kommentiert die schulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Anna Toman, den Vorschlag des FW-Kultusministers. „Allerdings reicht eine spätere Einschulung nicht aus: Um dem individuellen Lerntempo der Kinder gerecht zu werden, braucht es mehr Flexibilität innerhalb der Grundschule.“

Die Landtags-Grünen fordern deshalb die Verankerung der flexiblen Grundschule als Regelangebot, um den Bedürfnissen und der unterschiedlichen Entwicklung der Grundschulkinder verstärkt Rechnung zu tragen. Anna Toman: „Kinder brauchen je nach Begabung und Entwicklungsstand die notwendige Zeit und mehr individuelle Angebote.“


PM v. 18.1.2019
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag
www.gruene-fraktion-bayern.de

Lernzeitverkürzung darf nicht zu Lasten der Qualität gehen

Mitteilung: Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

Die Billigversion des früheren CSU-G8 ist ein ganz schwacher Aufschlag des FW-Kultusministers“, kommentiert der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, das von Kultusminister Piazolo vorgestellte Überspringermodell für das Gymnasium. Mit nur zwei Wochenstunden in Klassen 9 und 10 sollen die 34 Wochenstunden und die besonderen Inhalte der 11. Klasse kompensiert werden. „Bei diesem einseitigen Blick auf die Kernfächer bleiben die breite gymnasiale Bildung, der gehaltvolle Unterricht und wichtige Inhalte wie Sozialkunde, Berufsorientierung und Naturwissenschaften auf der Strecke“, so Thomas Gehring: „Das ist überdies ein Schlag ins Gesicht für alle Schülerinnen und Schüler, die in der Vergangenheit in acht Jahren das Abitur gemacht haben und ein Vielfaches an Fächern und Stunden zu absolvieren hatten.“

Die Landtags-Grünen fordern ein qualitätsvolles Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler. Thomas Gehring: „Auch mit Lernzeitverkürzung muss das Gymnasium den Zielen von Studierfähigkeit, vertiefte Allgemeinbildung, Reflexionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein gerecht werden.“


PM v. 12.12.2018
www.gruene-fraktion-bayern.de

 

19. November 2018 · Kommentare deaktiviert für Bildungsgewerkschaft GEW kritisiert Umgang mit angestellten Lehrkräften – Schluss mit späten Verträgen und massiv verspäteten Gehaltszahlungen! · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags:

Mitteilung: GEW Bayern

Viele in Grund- und Mittelschule angestellten Lehrer*innen erhielten ihre Verträge auch dieses Schuljahr wieder sehr spät, viele arbeiteten Wochen oder gar Monate ohne Gehalt. Auch in diesem Schuljahr wandten sich deswegen zahlreiche Kolleginnen und Kollegen an die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die Bildungsgewerkschaft fordert, endlich entsprechende personelle Kapazitäten bei den Bezirksregierungen zu schaffen. Solche Zustände sind unhaltbar! Weiterlesen »

28. September 2018 · Kommentare deaktiviert für “Mittlerweile geht die Partei gegen ihr unliebsame Lehrkräfte mit Dienstaufsichtsbeschwerden vor” · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: , ,

Mitteilung: GEW KV Weißenburg – Gunzenhausen

In einer Presseerklärung nimmt der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Alternative für Deutschland (AfD) und ihrer Bildungspolitik Stellung. Nach Auffassung der GEW sind die Positionen der AfD mit den Werten und Zielen der GEW unvereinbar. Mittlerweile geht die Partei gegen ihr unliebsame Lehrkräfte mit Dienstaufsichtsbeschwerden vor. Weiterlesen »

28. September 2018 · Kommentare deaktiviert für Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert einen Schulterschluss für gute Bildung: „Das Kooperationsverbot muss fallen“ · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik

Bericht: GEW Bayern

Während ihrer Reise „In Bildung unterwegs“ – gestern, am 26.9., in München und heute in Nürnberg – musste die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marlis Tepe, feststellen, dass es dringenden Handlungsbedarf zur Verbesserung der personellen und technischen Ausstattung an vielen Kitas und Schulen in Bayern gibt. Einen Lösungsansatz sieht die Vorsitzende in der Aufhebung des Kooperationsverbots, zu welchem am Freitag eine Debatte im Bundestag stattfinden wird. Weiterlesen »

26. September 2018 · Kommentare deaktiviert für Bayern braucht 20.000 qualifizierte Fachkräfte für bayerische Kindertageseinrichtungen zusätzlich · Kategorien: Arbeitsplatz, Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

Familienpolitische Sprecherin Doris Rauscher und „Bündnis Kita Bayern“ wollen bessere frühkindliche Bildung und attraktivere Arbeitsbedingungen

Mitteilung: Landtagsfraktion SPD Bayern/Doris Rauscher

Angesichts des eklatanten Fachkräftemangels in den bayerischen Kindertageseinrichtungen fordert die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Doris Rauscher gemeinsam mit dem neu gegründeten „Bündnis Kita Bayern“ 20.000 zusätzliche qualifizierte Fachkräfte für bayerische Kindertagesstätten (Krippen, Kindergärten und Horte). Denn wie eine Anfrage (PDF, 1,66 MB) Rauschers an die Staatsregierung ergab, fehlen in den nächsten fünf Jahren 20.000 Fachkräfte um den Bedarf zu decken. Strebt man zudem eine Verbesserung des Anstellungsschlüssels nach wissenschaftlichen Maßstäben an, wäre der Personalbedarf noch einmal höher. Weiterlesen »