Mitteilung: GEW Bayern

„Fröhliche Wissenschaft oder schlecht bezahlte Lehre?“ Unter diesem Titel veranstaltet die GEW Bayern am Donnerstag, 1. Juni 2017 gemeinsam mit der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag einen Gesprächsabend zur Lage von Lehrbeauftragten und zur Titellehre verpflichteten Privatdozent*innen und außerplanmäßigen Professor*innen. Vortragende sind Apl. Prof. Dr. Günter Fröhlich (Philosophie, Universität Regensburg) und Dr. Andreas Keller (stv. Vorsitzender der GEW, Leiter des Bereichs Hochschule und Forschung). Weiterlesen »

Mitteilung: GEW Bayern

Unter dem Motto „Wir sagen Nein zur Abschiebung von Mitschülern“ ruft die Schülermitverantwortung (SMV) der Berufsschule 11 und weiterer Schulen am Berufsschulzentrums (BBZ) in Nürnberg zu einer Protestkundgebung am Mittwoch, den 24.05.2017 ab 12.00 Uhr am Olof-Palme-Platz auf. Auch die GEW Bayern unterstützt die Kundgebung der Schüler*innen. Weiterlesen »

An einem mittelfränkischen Förderzentrum haben sich mehrere KollegInnen zusammengetan, um ihre Überlastung aufgrund ihrer momentanen Arbeitsbedingungen öffentlich zu machen und Verbesserungen an den Schulen zu erreichen. Der Aufruf soll bayernweit gelten.

Die Erklärung der mittelfränkischen KollegInnen und ihr Brief an die Regierung von Mittelfranken:

Lieber Kollege/ liebe Kollegin!

Haben Sie schon einmal überlegt, was Sie angesichts Ihrer momentanen Arbeitsbedingungen tun können?

Unser Vorschlag: Schreiben Sie zusammen mit Ihren KollegInnen einen Brief an die Regierung! Im Anhang finden Sie eine Vorlage, die Sie so oder für Ihre Schule abgeändert verwenden können.

Ziel ist es, dass von möglichst vielen Schulen möglichst viele KollegInnen an die für sie zuständige Regierung schreiben, um eine bayernweite Wirkung und eine mittel- oder langfristige Arbeitsverbesserung zu erzielen.

Dabei sollen nicht einfach Ressourcen von einer Schule an die andere verschoben werden, sondern allgemeine Verbesserungen erreicht werden. Uns ist es wichtig, dass nicht nur von Schulleitungen oder Gewerkschaften die Probleme an den Schulen geschildert werden, sondern gerade von den KollegInnen, die tagtäglich damit konfrontiert sind.

Hintergrund
An einem mittelfränkischen Förderzentrum haben sich mehrere KollegInnen entschieden, nicht nur zu jammern, sondern angesichts einer Unmenge an Aufgaben etwas zu unternehmen und ein Signal nach außen zu setzen, dass wir unter diesen Umständen nicht zufriedenstellend und professionell arbeiten können.

Zunächst entstand der Gedanke, individuelle Überlastungsanzeigen zu stellen mit dem Ziel einer Entlastung und Abgabe der Verantwortung für Fehler, die aus der Überlastungssituation resultieren. Grundlage hierfür: Gemäß den §§ 15 bis 17 des Arbeitsschutzgesetzes sind Beschäftigte verpflichtet, dem Arbeitgeber unmittelbare erhebliche Gefahren anzuzeigen, die die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sowie aller davon Betroffenen gefährden. Sie sind berechtigt, dem Arbeitgeber Vorschläge zu allen Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes zu machen.

Dagegen sprechen jedoch drei Argumente:

  • Wir wurden von Vertreterinnen der Berufsverbände gewarnt, dass sich eine Überlastungsanzeige auf die dienstliche Beurteilung auswirken könnte (mangelnde Belastbarkeit). Dies wäre zwar nicht zulässig, es wäre aber auch nicht nachweisbar, ob die dienstliche Beurteilung aufgrund der Überlastungsanzeige oder aus anderen Gründen schlechter ausfiele.
  • Man hat uns gesagt, das Arbeitsschutzgesetz sei bei Beamten nur bedingt anwendbar.
  • Es handelt sich eigentlich nicht um eine Überlastung aufgrund von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen, sondern aufgrund von strukturellen Gegebenheiten, die von uns nicht beeinflussbar sind.

Aufgrund dessen entwarfen wir diesen Brief, der aufzeigt, dass der professionelle sonderpädagogische Betrieb unter den gegebenen Bedingungen gefährdet ist. Hier kann eine Unterschriftenliste von KollegInnen beigefügt werden, so dass nicht der/die Einzelne in der alleinigen Verantwortung steht.

Es ist zwar kein rechtlich gültiges Instrument, aber wir hoffen, dass wir dadurch auf unsere Situation aufmerksam machen können und – sicher nicht von heute auf morgen, aber auf längere Sicht – Veränderungen bewirken werden.

Auch wenn Sie selber keinen Handlungsbedarf sehen, verbreiten Sie bitte diesen Brief weiter!

Rückmeldungen, ob Sie oder Ihr Kollegium sich grundsätzlich vorstellen können, sich an dieser Aktion zu beteiligen, bitte, wenn möglich, bis Mittwoch, 21.6. 2017 an uns. (Hierzu besteht natürlich keinerlei Verpflichtung!)

Mailadresse für die Rückmeldung: SchuleimAufbruch [klammeraffe] web.de

Wir haben diese E-Mail-Adresse eingerichtet

  • für etwaige Rückfragen,
  • für eine Vernetzung der Aktionen,
  • für eine Planung der weiteren Schritte,
  • für einen Austausch der Reaktionen.

Wir werden alle Rückmeldungen vertraulich behandeln und nicht weitergeben. Natürlich freuen wir uns auch über spätere Rückmeldungen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre KollegInnen


Download des Briefes an die Regierung im docx-Format (MS-Office) oder im odt-Format (LibreOffice)

Mitteilung: GEW Bayern

Der von Anton Salzbrunn, Vorsitzender der GEW Bayern, und Dr. Halis Yildirim (LMU München) initiierte Aufruf zur Solidarität mit den entlassenen KollegInnen in der Türkei erreichte sehr viele Dozent*innen in Deutschland und in anderen Ländern. Der Aufruf wurde fachübergreifend von zahlreichen Wissenschaftler*innen unterzeichnet, u.a. von Noam Chomsky, David Harvey, Robert Brenner, Jürgen Habermas, Norman Paech, Elmar Altvater, Birgit Mahnkopf, Gayatri Chakravorty Spivak, Judith Butler, Tariq Ali, Jeff McMahan, Raymond Kévorkian, Axel Honneth, Robert Pippin, Martin Vialon, Arif Dirlik, Frederick Neuhouser, Stephan Lessenich, Michael Löwy, Walter Jaeschke, Frieder Otto Wolf, Andreas Arndt, Seyla Benhabib, Fredric Jameson, Robin Celikates Alex Demirovic, Latife Akyüz, Günes Gümüs (Ankara).
Die Gesellschaft für analytische Philosophie und der Deutsche Hochschulverband unterstützen den Aufruf ebenso. Weiterlesen »

Seminarleitung und Durchführung:
Barbara Haas (GEW Baden-Württemberg)
und Maria Koppold (GEW Bayern)

Beginn: Freitag, 21. Juli 2017, 16:00 Uhr;
Ende: Samstag, 22. Juli 2017, 16.00 Uhr

Ort: Tagungshotel Schönblick, Am Höhenberg 12, 92318 Neumarkt Weiterlesen »

23. März 2017 · Kommentare deaktiviert für Der Drang zum Extremen und Fanatismus in unsicheren Zeiten – Bollwerk Zivilgesellschaft · Kategorien: Termine & Aktionen

Vortragsveranstaltung mit Dr. Ernst-Dieter Lantermann

Wann: Dienstag, 28.3.2017, 19.30 Uhr

Wo: Pfarrzentrum St. Ludwig, Kaolinenstr. 30, 91522 Ansbach

23. März 2017 · Kommentare deaktiviert für Stoppt die Diktatur“ – eine verfolgte Gewerkschafterin berichtet · Kategorien: Termine & Aktionen

Auf Einladung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) berichtet die vor politischer Verfolgung nach Deutschland geflohene ehemalige Generalsekretärin der türkischen Lehrer- u. Bildungsgewerkschaft Eğitim Sen in Erlangen und Nürnberg über die Lage in der Türkei.

Veranstaltung Nürnberg
Wann: 27.3.2017 -19 Uhr
Wo: Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6

Veranstaltung Erlangen
Wann: 28.3.2017 -19:30 Uhr
Wo: Gewerkschaftshaus (Saal), Friedrichstraße. 7 (Neustädter Kirchplatz)

Inhalt:
Mit der Veranstaltung will die GEW der türkischen Schwestergewerkschaft bei ihrem Kampf beistehen, um den „Marsch Erdoğans in den Faschismus“ aufzuhalten.

Sakine Esen Yilmaz, vor ihrer Flucht hauptamtliche Gewerkschaftsfunktionärin, ist im vergangenen Jahr aus der Türkei geflohen und hat in Deutschland Asyl beantragt. Bereits 2009 kamen sie und weitere Kolleg*innen ins Gefängnis, nur weil sie muttersprachlichen Unterricht für die kurdische Bevölkerung gefordert hatten. Weitere Anklagen folgten. Angeblich habe sie mit ihrer Gewerkschaftsarbeit die kurdische Arbeiterpartei PKK unterstützt.

Inzwischen sei dies ein häufiger Inhaftierungsgrund, so auch beim deutschtürkischischen WELT-Journalisten Deniz Yücel. Wie sie seien bereits viele Gewerkschafter*innen inhaftiert oder ins Ausland geflohen. Insgesamt drohen Sakine Yilmaz bis zu 22 Jahren Haft.

Ihr Beispiel stehe für viele Gewerkschafter*innen, Oppositionelle und kritische Journalist*innen in der Türkei, die Repressionen und Verfolgung ausgesetzt sind.

22. März 2017 · Kommentare deaktiviert für „Aufrüstung stoppen – Vernunft statt Krieg“ · Kategorien: Termine & Aktionen · Tags:

Die Bürgerinitive „Etz langt´s!“ ruft zur Teilnahme am Osterrmarsch auf:

Unter dem Motto „Aufrüstung stoppen – Vernunft statt Krieg“ finden am

  • Samstag, 15. April, Kundgebungen um 13.30 Uhr vor der US-Kaserne Katterbach und
  • um 15 Uhr am Martin-Luther-Platz in Ansbach statt.

Anschließend startet ein Demonstrationszug in der Innenstadt.

Weitere Termine:

Infostand der Bürgerinitiative in Ansbach: Samstag, 01.04., 10-13 Uhr, An der Riviera

Infostand der Bürgerinitiative in Bad Windsheim: Gründonnerstag, 13.04., 10-12 Uhr am Wochenmarkt