07. März 2012 · Kommentare deaktiviert für Warnstreiks: Viele Kitas geschlossen · Kategorien: Gehalt - Rente - Tarif · Tags: ,

 ++++Tariftelegramm TVöD ++++

Auch am dritten Tag zeichnet sich eine große Beteiligung an den Warnstreiks zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst ab. In mehreren Städten blieben die Kitas einen ganzen Tag lang geschlossen. Die Beschäftigten machen deutlich: Es wird Zeit für eine spürbare Lohnerhöhung. In der nächsten Verhandlungsrunde in Potsdam müssen die Arbeitgeber endlich ein Angebot vorlegen.

Warnstreik in Mainz am 5. März

Verhandlungsauftakt in Potsdam am 1. März
http://www.youtube.com/watch?v=TYenWg-OUuo

Die Ankündigungen weiterer Aktionen der GEW-Landesverbände und Warnstreikaufrufe sammeln wir in unserem Aktionskalender
http://www.gew-tarifrunde-tvoed.de/Aktionskalender.html


Ilse Schaad
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
tarifrunde@gew.de

07. März 2012 · Kommentare deaktiviert für SPD fordert flexibles Gymnasium für Bayern · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

Antrag morgen im Bildungsausschuss: Schüler sollen wählen können, ob sie in acht oder neun Jahren das Abitur erreichen wollen

Mitteilung: SPD-Landtagsfraktion Bayern

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Staatsregierung auf, für das bayerische Gymnasium ein Konzept vorzulegen, das den Schülerinnen und Schülern mehr zeitliche Flexibilität ermöglicht, um das Abitur in acht oder neun Jahren zu erreichen. Der Antrag des SPD-Bildungssprecherin Martin Güll liegt morgen im Bildungsausschuss vor. „Wir wollen Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrer entlasten. Die Struktur des bayerischen Gymnasiums ist zu statisch“, so der Vorsitzende des Bildungsausschusses.

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06. März 2012 · Kommentare deaktiviert für Schulfrei für die Bundeswehr! · Kategorien: Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

gsf – Am 5.3.2012 fand in Nürnberg die Veranstaltung "Schulfrei für die Bundeswehr" statt (Veranstalter waren die DFG-VK Nbg, Friedensmuseum Nbg, GEW KV Nbg, NEFF, Nürnberger Friedensforum).

Nürnberger Schülerinnen haben 2011 schon gegen die “Rekrutierung im Klassenzimmer” protestiert, genauso wie engagierte Lehrkräfte. Die Bundeswehr will aber trotzdem auch im Jahr 2012 wieder in zahlreichen Schulen zu Besuch kommen.

Die Werbung fürs Militär widerspricht den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention, denn die darin verbrieften Rechte gelten für alle unter 18-Jährigen.

Weil das Anliegen "Schulfrei für die Bundeswehr" auch über diese Veranstaltung hinaus Gültigkeit besitzt, verbleibt die frühere Stellungnahme zur Veranstaltung, verfasst von Susanne Roth, Vorsitzende der GEW Nürnberg, auf der Seite.

Weiter unten auf der Seite finden sich auch  Materiallinks zum Thema.

Susanne Roth, Vorsitzende der GEW Nürnberg, zum Thema Bundeswehr und Schule:

Eine der bundesweiten Kampagnen der GEW hat das Ziel, die Präsenz der Bundeswehr an den Schulen zu kritisieren und deren Schulbesuchen aufklärende Veranstaltungen sowie kritische Öffentlichkeit entgegenzusetzen.

Aktueller Anlaß für unsere Veranstaltung sind lokale Schulbesuchstermine der Bundeswehr: allein 9 der 11 Termine liegen in diesem Monat.

Als deutliches Signal für die Einstellung der Menschen an den Schulen werten wir allerdings die kurzfristige Absage der beiden ersten Termine: sowohl der Schulbesuch am 19.01.12 an der Bertolt-Brecht-Schule als auch der am 15.02.12 in der Peter-Vischer-Schule wurden auf das Wirken von Einzelpersonen hin wieder abgesagt.

Mit der Veranstaltung "Schulfrei für die Bundeswehr" möchten wir eine ausführliche öffentliche Debatte anregen sowie in Kooperation an der Vereitelung zukünftiger Schulbesuche der Bundeswehr in Nürnberg zusanmenwirken. Neben den Impulsreferaten von VertreterInnen des IMI Tübingen, Terre des Hommes, des Stadtrats, der StadtschülerInnen (/siehe /http://www.gew-nuernberg.de/Veranstaltungen.htm) wird auch unsere GEW-Kollegin Gertraud Steub ihre Perspektive als Schulleiterin darstellen.

Die GEW lehnt die Werbeversuche der Bundeswehr an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ab und verurteilt sie. Stattdessen rufen wir zu Aktionen gegen Werbeversuche der Bundeswehr auf. Die Schule ist kein Ort zur Rekrutierung von BerufssoldatInnen.

Deshalb lauten unsere Forderungen:

* Weder PädagogInnen noch SchülerInnen dürfen zur Teilnahme oder Durchführung einer Veranstaltung mit Bundeswehrangehörigen gezwungen werden.

* Junge Menschen, die ihre berufliche Zukunft oder ihre Ausbildung bei der Bundeswehr realisieren wollen, benötigen umfassende Informationen, worauf sich ZeitsoldatInnen einlassen. Dazu gehören auch Berichte über traumatisierte HeimkehrerInnen aus Afghanistan und über diejenigen, die dort im Kriegseinsatz getötet wurden.

* Schulfrei für die Bundeswehr — in Nürnberg und anderswo!

Material zum Thema (Direktdownload der pdf-Dateien):

GEW Bayern – DDS-Ausgabe September 2011 – Thema: Achtung! Militarisierung

GEW Bayern – DDS-Ausgabe September 2009 – Thema: Friedenspädagogik

GEW Bund: Broschüre – Einsatzgebiet Klassenzimmer – die Bundeswehr in der Schule

02. März 2012 · Kommentare deaktiviert für Arbeitgeber legen kein Angebot vor – GEW kündigt Warnstreiks an! · Kategorien: Gehalt - Rente - Tarif · Tags: ,

+++ Tariftelegramm TVöD +++

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Potsdam, 1. März 2012 – Zum Verhandlungsauftakt der Tarifrunde 2012 für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen kamen die Arbeitgeber ohne ein eigenes Angebot. Die Forderung der Gewerkschaften nach einer Gehaltssteigerung um 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro, wiesen sie als „unbezahlbar“ zurück. Sie haben die Gewerkschaften aufgefordert, ihre Forderungen zu reduzieren. Nur dann seien sie zu ernsthaften Verhandlungen bereit.

Der Ablauf der ersten Verhandlung hatte rituellen Charakter. Wie schon in den vergangenen Tarifrunden machten die Arbeitgeber die Aufgabe unserer Forderungen zur Bedingung, um überhaupt zu verhandeln. Wie bereits 2010 setzen sie alles daran, das Forderungsniveau möglichst niedrig zu halten und sich damit in die Schlichtung zu retten. Sie setzen ihre Hoffnung so auf den von den Arbeitgebern benannte Schlichter Georg Milbradt, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen, der in dieser Runde stimmberechtigt ist. „Die Arbeitgeber sind nicht bereit, in freien Verhandlungen ein Ergebnis zu erzielen. Dann können die Gewerkschaften nur mit flächendeckenden Warnstreiks reagieren. Ohne Druck ist hier nichts zu holen“ kommentierte GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber.

Die Gewerkschaften werden deshalb für die kommenden Wochen mobilisieren. Die Beschäftigten von Bund und Kommunen haben die Nase voll. Gerade angesichts der aktuellen Geschenke der Europäischen Zentralbank an die Banken und der lebenslänglichen Ehrenbesoldung an den nach 17 Monaten Dienst an der Gemeinschaft ausgeschiedenen Bundespräsidenten ist der Verweis der Arbeitgeber auf die leeren Kassen glatter Hohn.

Pressemitteilung v. 1.3.2012
Oliver Brüchert
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0
tarifrunde@gew.de