16. Dezember 2018 · Kommentare deaktiviert für BI: „Fake News von Trump?“ – Erhebliche Abweichungen zu Beobachtungen von Anwohnern · Kategorien: Was sonst noch wichtig ist ... · Tags: , ,

Mitteilung: Bürgerinitiative „Etz langt´s!“

Pentagon gibt Daten zu Flugbewegungen der Kampfhubschrauber in Ansbach heraus. US-Armeeangaben generell „nur mit größter Vorsicht zu genießen“

Das Informationsfreiheitsgesetz in den USA ist weitreichend: Auch Bürger aus Westmittelfranken können Anfragen stellen – und erhielten jetzt Antwort aus dem Pentagon. Konkret geht es darum, wie viele Flugbewegungen die US-Kampfhubschrauber von Januar bis April 2018 tätigten. Die Antwort hat der Fragesteller jetzt an die Bürgerinitiative (BI) „Etz langt´s!“ weitergegeben. Und die Zahlen haben es in sich: Sie weichen erheblich von den Beobachtungen der Anwohner ab. Die US-Armee listet deutlich weniger Flugbewegungen auf, als allein im Ansbacher Stadtteil Obereichenbach dokumentiert wurden. Für etliche Tage behaupten die US-Stellen, es habe keinen Flugbetrieb gegeben, obwohl Anwohner dutzende Flüge und teils Dauerlärm registrierten.

Im Anhang übermitteln wir eine Kopie der Zahlen des US-Verteidigungsministeriums. Handschriftlich hat die stellvertretende BI-Vorsitzende Kerstin Mach die Zählung von Obereichenbacher Bürgern hinzugefügt. Diese spiegeln aufgrund Arbeit und sonstigen Abwesenheiten der Anwohner lediglich einen Teil der tatsächlich stattgefundenen Flüge wieder.
Im Januar 2018 stehen 704 gezählte Überflüge allein über Obereichenbach 215 von der US-Armee zugegebenen Flügen an der US-Militärbasis Katterbach insgesamt gegenüber. Im Februar 874 Flüge (Bürgerzählung) zu 240 Flügen (US-Angaben), im März 582 (Bürgerzählung) zu 298 (US-Angabe); im April 774 (Bürgerzählung) zu 314 (US-Angabe). Die Obereichenbacher Bürgerzählung ergibt für die ersten vier Monate 2018 2.934 Überflüge allein über dem Stadtteil; die US-Armee gibt für den Zeitraum 1.067 Starts und Landungen der Katterbacher Kampfhubschrauber insgesamt zu.

Dazu erklärt der BI-Vorstand: „Wir hoffen nicht, dass es sich um gezielte Fake News des US-Oberbefehlshabers Donald Trump handelt. Klar ist, dass US-Armeeangaben generell nur mit größter Vorsicht zu genießen sind.“ Dies gelte etwa für Aussagen gegenüber von Bürgermeistern der Region im Rahmen der Fluglärmkommission. Dort hatte das US-Militär wiederholt behauptet, es würden sich kaum Bürger über Fluglärm und giftige Abgase der über 100 in Westmittelfranken stationierten Kampfhubschrauber beschweren. „Angesichts der offenbar künstlich herunter gerechneten Zahlen, die nun schwarz auf weiß vorliegen, erscheint so manche Aussage der US-Militärs jetzt in einem ganz anderen Licht“, so die BI.


PM v. 28.11.2018
Bürgerinitiative „Etz langt´s!“
www.etz-langts.de

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