Bürger aus der Region Ansbach sind eingeladen, vor der Ansbacher Synagoge schweigend gegen Hass und Gewalt zu demonstrieren

Um dem Entsetzen und der tiefen Bestürzung Ausdruck zu verleihen, die viele Bürger nach den blutigen Geschehnissen mit antisemitischem und ausländerfeindlichem Hintergrund in Halle bewegen, lädt die Regionalgruppe Ansbach der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken zu einer Kundgebung ein. Vor allem soll bei dieser Demonstration die Solidarität mit den Juden in unserer Region, darüber hinaus aber auch mit denen in ganz Deutschland bekundet werden.

Es darf nicht sein, dass Menschen mosaischen Glaubens in diesem Land knapp 75 Jahre nach dem Ende des Nazi-Reichs wieder und inzwischen in erheblichem Maß zur Zielscheibe von Hass und Gewalt werden. Mit Verbrechen wie denen von Halle und ähnlichen hier zu Lande in der jüngeren Vergangenheit fahren nun all jene Zeitgenossen ihre bittere Ernte ein, die sogar ganz offen auf der politischen Bühne vom rechten Rand her im Blick auf Juden und andere Minderheiten drohen, beleidigen, diffamieren und die Gesellschaft bewusst aufhetzen, sie spalten.

Die große demokratische Mehrheit in unserem Land, speziell auch in unserer Region, muss dagegenhalten und sich zur Toleranz, zur Mitmenschlichkeit, zum Miteinander im sozialen Frieden bekennen. Deshalb laden wir von der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken zu einer Solidaritätskundgebung in Ansbach ein:

Am Freitag, 11. Oktober 2019, 18 Uhr, vor der Ansbacher Synagoge in der Rosenbadstraße.

Es wird keine großen Reden geben, die Demonstration soll von betroffenem Schweigen geprägt sein. Als Zeichen der Verbundenheit mit den Juden in der Region und in Deutschland können Kerzen entzündet werden, die von den Teilnehmern selbst mitgebracht werden sollten.


10.10.2019
Ulrich Rach
Bevollmächtigter für Stadt und Landkreis Ansbach
bei der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken e. V.
und Sprecher der Regionalgruppe Ansbach

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