Wie Schule bunter wird

Eine Rezension des neuen Buches „Morgengrauen“ von Rolf Robischon

von Detlef Träbert

Wenn ein Buch „Morgengrauen“ betitelt wird, ist das doppeldeutig. Es kann auf das „Grauen am Morgen“ hinweisen oder darauf, dass gleich anschließend ein sehr schöner, erfreulicher Tag beginnen wird.

Was meinen Sie, liebe Leserinnen und Leser, was der Autor wohl beabsichtigt, wenn sein Untertitel „Ein Buch über Schule … und wie sie sein könnte“ lautet? „Ich habe anders gearbeitet in der Schule“, schreibt Rolf Robischon auf S. 36. Das klingt hoffnungsvoll und nach konkreten Möglichkeiten. … weiter

 

Kurzzeitiges Praktikum ohne Mindestlohn

Praktikanten haben keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, wenn sie das Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums leisten und es eine Dauer von drei Monaten nicht übersteigt.

Der Fall: Die Frau vereinbarte mit dem Betreiber einer Reitanlage ein dreimonatiges Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung zur Pferdewirtin. Etwa sechs Wochen nach Beginn nahm sie mit Einverständnis des Reithofes drei Wochen Familienurlaub. Sie bekam während des Praktikums keine Vergütung. Ihre Klage auf Zahlung des Mindestlohns mit der Begründung, die gesetzlich festgelegte Höchstdauer
eines Orientierungspraktikums von drei Monaten sei überschritten, hatte keinen Erfolg.

Das Bundesarbeitsgericht: Ein Anspruch auf gesetzlichen Mindestlohn besteht nicht, weil das Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung die Höchstdauer von drei Monaten nicht überschritten hat. Unterbrechungen des Praktikums innerhalb dieses Rahmens sind möglich, wenn der Praktikant/die Praktikantin hierfür persönliche Gründe hat und die einzelnen Abschnitte sachlich und zeitlich zusammenhängen.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 30. Januar 2019 – 5 AZR 556/17


aus: einblick – Gewerkschaftlicher Info-Service Januar 2020 (www.dgb.de/einblick)
Rechtshinweise und Urteile werden ohne Gewähr veröffentlicht!

Rente ohne Armut – Tutorial Sozialpolitik

gsf – Der kda (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) hat ein Video zur Rente verfasst. Im Vorspann auf Youtube heißt es:

„Eine Rente ohne Armut – Wunsch, aber leider nicht immer Wirklichkeit. Im Video erklären Ernst Eck und Carla Care zusammen mit Niels Niedrig und Sonja Solo, die Zusammenhänge. Sie zeigen auf, warum und wie unser Generationenvertrag erhalten bleiben muss.“ (Quelle: www.youtube.com/watch?v=kndsjtHrxEY&feature=youtu.be)

  • Zuerst wird vorgerechnet, wie man Rentenpunkte erwirbt. Anschließend werden fiktive Beispiele selbständiger und nicht-selbständiger ArbeitnehmerInnen gezeigt und ihre Rente mit 67 Jahren berechnet.
  • Am Ende des Videos werden Vorschläge gemacht, wie sich die Rente in Deutschland verändern müsste, um ein Leben oberhalb der Armutsgrenze zu gewährleisten.
  • Das Tutorial eignet sich sehr gut für den Einsatz im Unterricht in der Sek.I ab der 8. Klasse. Einsetzbar z.B. in den Fächern Arbeitslehre, Sozialkunde, Wirtschaft, Ethik, Religion.
  • Weitere Infos auf den Seiten der kda-bayern.de:
    https://kda-bayern.de/orientierung/rente/
    https://kda-bayern.de/rente-ohne-armut/

httpv://www.youtube.com/watch?v=kndsjtHrxEY

Hinweis: Beim Aufruf können Daten durch Youtube erhoben werden (eingebetteter Film).
Originallink, wenn das Filmfenster nicht sichtbar sein sollte:
https://www.youtube.com/watch?v=kndsjtHrxEY

 

Beratungsangebot der GEW Ansbach für Erziehung und Unterricht

Die schulischen und erzieherischen Arbeitsbedingungen haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt: eine veränderte Kindheit, ein anderes Klima in Schulklassen, eine erweiterte Zusammenarbeit mit den Eltern, Teamarbeit im Kollegium und gestiegene gesellschaftliche Ansprüche.

Diese Herausforderungen werden häufig als große Belastung erlebt und verlangen Antworten, die Unterstützung von außerhalb brauchen. Wir bieten deswegen für KollegInnen in Schulen und sozialpädagogischen Berufen – unabhängig von einer Mitgliedschaft in der GEW – Coaching, Beratungen und Fortbildungen an.

Angebot lesen

 

Bewusstseinsbildung geht uns alle an – 30./31.10.2020

Achtsamkeit im kulturellen und gesellschaftlichen Aufbruch:
6. Kongress Meditation & Wissenschaft 30./31. Oktober 2020 in Berlin

  • Vom Ego-System zum Eco-System – Wege zur Transformation von Bildungswesen und Business mit Otto Scharmer
  • Hartmut Rosa über die Transformationskraft des Unverfügbaren
  • Bewusstseinsentwicklung zwischen wachsendem Selbst-Bewusstsein und Instrumentalisierung mit Markus Gabriel
  • Best practices zu Achtsamkeit und Agilität – Leben, lernen, gemeinsam über das Gewohnte hinaus wachsen
  • Medizin neu denken – Die Tiefendimensionen menschlicher Gesundung mit Studien zu Traumatherapie und Resilienz, Zufriedenheit in der Gesundheitsversorgung und Langzeit-Wirkungen von Meditation
  • Science Slam – Die aktuellsten Forschungsprojekte zu Meditation Weiterlesen

Broschüre: Trauma bei Kindern und Jugendlichen

Die 44-seitige Broschüre „Trauma bei Kindern und Jugendlichen“ bietet eine dem aktuellen Wissensstand entsprechende inhaltliche Weiterentwicklung und umfassende Ergänzung der seit 2006 mittlerweile mehrfach aufgelegten und bewährten Broschüre „Trauma – Was tun?“

Die Broschüre richtet sich an Eltern, Großeltern, Verwandte, Freunde und Nachbarn traumatisierter Kinder und Jugendlicher.

Autorin: Monika Dreiner. Sie ist Psychologische Psychotherapeutin und in eigener Praxis als Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeutin sowie als Referentin tätig.

Einzel-/Ansichtsexemplare der Broschüre können gegen eine Schutzgebühr von 4  x  80 Cent-Briefmarken/Stück bestellt werden bei:
Zentrum für Trauma- und Konfliktmanagement (ZTK) GmbH
Clemensstraße 5–7
50676 Köln
Stichwort  „Trauma bei Kindern und Jugendlichen”

Größere Mengen kann man über die Webseite bestellen


zur Webseite (Zentrum für Trauma- und Konfliktmanagement) mit weiteren Infos und der Bestellmöglichkeit

 

Piazolos Vorstoß inakzeptabel: Lehrkräfte stärken, nicht schwächen

Ates Gürpinar, Landessprecher der LINKEN in Bayern, kritisiert die Pläne von Kultusminister Michael Piazolo (FW):

„Wenn die Lehrkräfte eines sicher nicht brauchen, dann schlechtere Arbeitsbedingungen. Piazolos Pläne belasten die ohnehin schon überlasteten Lehrkräfte zusätzlich. Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass wir auf einen massiven Lehrkräftemangel in Grund-, Mittel- und Förderschulen zusteuern. Doch das Ministerium wollte nichts davon wissen.

Nun ist der Mangel so offensichtlich, dass es niemand mehr leugnen kann. Die verfehlte Politik des bayerischen Kultusministeriums sollen nun die Lehrkräfte ausbaden. Das ist inakzeptabel. Um den Beruf wieder interessanter zu machen, braucht es eine höhere Einstiegsbesoldung sowie eine Höhergruppierung der Fach- und Förderlehrkräfte und der angestellten Lehrkräfte. Was Piazolo nun vorhat, schwächt die jetzigen Lehrkräfte und sendet ein völlig falsches Signal an alle zukünftigen Lehrkräfte.“


13.1.2020
Ates Gürpinar
Landessprecher DIE LINKE. Bayern
www.die-linke-bayern.de

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