Stellungnahme: Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Mit Erschütterung reagiert die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg auf die Geschehnisse in Berlin vom vergangenen Wochenende. „Gehisste Reichsflaggen vor dem Reichstagsgebäude zu sehen, erinnert uns an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Solche Bilder vor einem Symbol für unsere Demokratie zu sehen, ist ein Angriff auf alle Demokratinnen und Demokraten. Der Versuch in den Reichstag einzudringen und diesen als „Sturm auf Berlin“ zu bezeichnen, ist widerlich“, sagt Stephan Doll, Vorsitzender der Allianz.

Nach diesen Bildern fordert die Allianz nun wiederholt alle Demonstrant*innen auf, nicht mit sogenannten Reichsbürgern, Holocaustleugner*innen, Verschwörungsanhänger *innen, Antisemit*innen und Neo-Nazis auf die Straße zu gehen, sondern sich klar von diesen zu distanzieren! Keine Sorgen, keine Kritik und keine Empörung rechtfertigt einen Schulterschluss mit den Feinden unserer Demokratie. Die Allianz fordert alle Demokratinnen und Demokraten auf, klar Kante gegen Rechts zu zeigen!

In diesem Zusammenhang betont der kürzlich vorgestellte Bundes-Verfassungsschutzbericht eindringlich: „Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus stellen „die größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland“ dar. Die Bilder vom vergangenen Wochenende zeigen die Gefahr, die von Rechtsextremismus ausgeht, eindrücklich und auf erschreckende Art und Weise.

Wohin rechte Hetze und Rechtsextremismus führen können, sieht man an den grauenhaften Morden und Anschlägen des „NSU“. Die Ermordung des ersten Todesopfers in Nürnberg jährt sich dieses Jahr zum 20. Mal. Zusammen mit der Stadt Nürnberg und der Altenfurter Kirchengemeinde gedenkt die Allianz am 09.09.2020 um 17 Uhr am Tatort Liegnitzerstraße Enver Şimşek (siehe hier).


31.8.2020
Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg
www.allianz-gegen-rechtsextremismus.de

 

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