„Abrüsten statt Aufrüsten ist das Gebot der Stunde!“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Antikriegstag

Frankfurt a. M. – Zum Antikriegstag am Mittwoch macht sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für Abrüstung und eine Politik der Entspannung stark. „Abrüsten statt Aufrüsten ist das Gebot der Stunde. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie sich dafür mit aller Entschlossenheit einsetzt und nachhaltig in die Zukunft investiert“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern am Dienstag in Frankfurt a.M. Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und Friedensorganisationen erinnert die Bildungsgewerkschaft bundesweit an die Opfer von Krieg und Faschismus und protestiert gegen eine zunehmende Militarisierung in Deutschland und Europa. Weiterlesen

Wenn Krokodile weinen

Imperialismus mit menschlichem Anlitz – Altmeister Schäuble äußert sich erschüttert im Bundestag

 

Ein Kommentar von Klaus Hecker

In der Sondersitzung des Bundestages zur Lage in Afghanistan am 25.08.2021 vollzieht sich zu Beginn etwas Ungewöhnliches: Der Bundestagspräsident sieht sich bemühsigt, ein inhaltliches Statement zur Debatte abzugeben. Schäuble “hat die moralische Verpflichtung Deutschlands betont, die Menschen in Afghanistan nicht im Stich zu lassen. Ihr Schicksal erschüttere das Selbstverständnis des Westens. Den Menschen in Afghanistan Schutz zu gewähren “die Hoffnungen in uns gesetzt und uns vor Ort unterstützt haben”, sei eine Frage der Mitmenschlichkeit” (Quelle: evangelisch.de)

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50 Jahre BAföG: Jugendverbände fordern grundlegende Reform, damit es einen Grund zu Feiern gibt

Bericht: freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V.

Vor 50 Jahren, am 1. September 1971, trat das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) in Kraft. Zum 50. Jubiläum  fordert ein Bündnis aus Studierendenverbänden, Parteijugenden, Gewerkschaftsjugenden und anderen Jugendverbänden eine grundlegende Reform, um wieder deutlich mehr Studierende zu fördern: Erhöhung der Elternfreibeträge, Anhebung und Dynamisierung der Fördersätze, Rückkehr zum Vollzuschuss, unbürokratische Antragstellung, Entkopplung von der Regelstudienzeit und Altersunabhängigkeit.
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Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 36: Lob der Höflichkeit

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 36

 

Lob der Höflichkeit

Im Jahre 1937 starb John D. Rockefeller, der König des Erdöls, Gründer der Standard Oil Company. Fast ein Jahrhundert lang hatte er gelebt. Bei seiner Autopsie fand man keinen einzigen Skrupel.“
(Eduardo Galeano)

In seinen Erinnerungen erzählt Art Garfunkel von einem Erlebnis auf einer seiner zahllosen Tourneen. Er sollte in einem Theater auftreten, und man bat ihn, mit dem Beginn auf die Ankunft einer lokalen Berühmtheit zu warten. Irgendwann taten ihm die Zuschauer leid und er begann mit seinem Programm. Irgendwann erschien auch der berühmte Mann, um dessentwillen sie den Beginn hinausgezögert hatten. Der Mann nahte mit seiner Aufmerksamkeit garantierenden Verspätung durch den Mittelgang und nahm auf seinem reservierten Platz in der ersten Reihe Platz.

„Der Mann, für den wir den Konzertbeginn hinausgezögert haben, ist ein moderner Mann. Er sitzt drei Meter vor mir. Und während des zweiten Songs beginnt er zu simsen! Die Regeln von heute bringen mich aus der Fassung: Glauben die Handytelefonierer, sie seien von einem Vorhang umgeben? Soll ich in der Kulisse des simsenden Lebens verschwinden? … weiter

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Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEWerkschaftsMagazin

 

Nach US-Desaster in Afghanistan: BI mahnt Konsequenzen auch für Stationierung an

Kampfhubschrauber aus Ansbach-Katterbach und Illesheim 20 Jahre lang an Krieg beteiligt – Interventionspolitik „krachend gescheitert“ – „Etz langts“ gedenkt der Opfer

Bericht: Bürgerinitiative „Etz langt ́s“

„Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der unzähligen Opfer des 20-jährigen Krieges; bei den getöteten Kindern, Frauen und Männern in Afghanistan ebenso wie bei den gefallenen und oftmals traumatisierten Soldaten aus USA, Deutschland und anderen Ländern“, erklärt der Vorstand der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt ́s“ zur sich am Hindukusch abspielenden Tragödie. Weiterlesen

GEW: „Gewerkschaften fordern 5 Prozent, mindestens 150 Euro mehr Gehalt“

Bildungsgewerkschaft zur Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder

Bericht: GEW

Berlin – Die Gewerkschaften fordern in der Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 5 Prozent, mindestens jedoch 150 Euro mehr Gehalt für die Beschäftigten. Das teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag während einer Pressekonferenz in Berlin mit:

„In gut eineinhalb Jahren Corona-Krise haben die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gezeigt, dass sie und ihre qualifizierte Arbeit unverzichtbar sind. Die Lehrkräfte beispielsweise haben – trotz mangelhafter Rahmenbedingungen wie bei der digitalen Ausstattung der Schulen und des Fachkräftemangels – mit großem Engagement dafür gesorgt, dass die Schülerinnen und Schüler so viel und so guten Unterricht wie möglich erhalten haben. Dafür haben sie neue Unterrichtsformate und -konzepte entwickelt und mit viel Kreativität Schule gemacht. Diese Leistungen sollen sich auch in Euro und Cent niederschlagen, die Gehälter müssen spürbar steigen. Das gilt auch für die Lehrenden an Hochschulen und sozialpädagogische Fachkräfte“, sagte GEW-Vorsitzende Maike Finnern. „Die Inflation nimmt an Fahrt auf. Wir wollen, dass die Reallöhne der Beschäftigten steigen. Wenn die Haushalte mehr Geld zur Verfügung haben, stärkt das auch die Binnennachfrage in Deutschland.“

„Der Staat muss in der Corona-Krise weiter als Stabilisator auftreten. Dafür muss er mit hoch qualifizierten und motivierten Beschäftigten handlungsfähig bleiben. Das zeigt die Corona-Krise Tag für Tag. Um dem Lehrkräftemangel erfolgreich entgegenzusteuern, muss der öffentliche Dienst attraktiver werden: Dazu gehören nicht zuletzt eine gute Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt: Die Schulen brauchen etwa für den Wechselunterricht und kleinere Klassen mehr Lehrkräfte“, unterstrich Finnern. Sie machte deutlich, dass sich die GEW weiter für die vollständige Paralleltabelle einsetze, die eine bessere Eingruppierung für viele angestellte Lehrerinnen und Lehrer unterhalb der Entgeltgruppe 13 und damit mehr Gehalt bringen würde. Zudem erwarte die GEW, dass Verhandlungen für einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte aufgenommen werden.


Info: Die erste Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften findet am 8. Oktober in Berlin statt, die zweite und dritte Runde sind für den1./2. November und den 27./28. November jeweils in Potsdam geplant.
Die Forderung der Gewerkschaften bezieht sich auf eine Laufzeit des Tarifvertrags von einem Jahr.
In der Tarifrunde 2021 für den öffentlichen Dienst der Länder geht es um Gehaltserhöhungen für rund zwei Millionen Beschäftigte. Ver.di hat gegenüber der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die Verhandlungsführerschaft für die DGB-Gewerkschaften GEW, GdP und IG BAU sowie die dbb tarifunion.


26.8.2021
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
Pressesprecher
www.gew.de

 

“Infektionsschutz auch in der Weiterbildung nötig”

Bericht: GEW Bayern

Auch an Volkshochschulen, in der beruflichen Weiterbildung und in Integrationskursen muss der Infektionsschutz verbessert werden – das fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern von der Staatsregierung. Nach der geltenden bayerischen Verordnung sind zwar an Schulen und Hochschulen zwei Tests pro Woche erforderlich, oder der Nachweis der Impfung oder Genesung – aber nicht in den Kursen der Erwachsenenbildung. Das betrifft nicht nur Abendkurse an den Volkshochschulen, sondern auch Integrationskurse für Migrant*innen und die berufliche Fort- und Weiterbildung. Das Risiko ist vergleichbar mit dem Unterricht an Schulen und den Lehrveranstaltungen an den Hochschulen. Weiterlesen

Studie der TU Dortmund zeigt, wie Teamarbeit die Motivation fördert oder senkt

Bericht: Technische Universität Dortmund

Bei Teamarbeit gehen Menschen weniger motiviert an ihre Aufgaben, als wenn sie allein tätig sind – so lautet ein gängiges Vorurteil. Ann-Kathrin Torka, Dr. Jens Mazei und Prof. Joachim Hüffmeier vom Institut für Psychologie der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bildungsforschung der TU Dortmund kommen mit ihrer Meta-Analyse jedoch zu einem anderen Ergebnis: Es kommt auf die konkrete Gestaltung der Teamarbeit an. Ihre Studie ist jetzt in der Fachzeitschrift Psychological Bulletin erschienen. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.tu-dortmund.de
Bild von Manfred Steger auf Pixabay

 

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