Psychosoziale Betreuung ausbauen statt Abschiebedebatten führen

Ärzt*innenorganisation IPPNW zum Doppelmord in Aschaffenburg

Die Ärzt*innenorganisation IPPNW ist entsetzt über die brutale Ermordung eines zweijährigen Kindes und einer ihm zu Hilfe eilenden Person in Aschaffenburg. Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familienangehörigen. Die IPPNW fordert die Politiker*innen aller Parteien auf, diese grausame Tat nicht für Hetze gegen Geflüchtete und Migrant*innen zu instrumentalisieren. Statt toxische Abschiebedebatten zu führen und sich immer mehr an AfD-Positionen anzunähern, muss die Politik unsere multikulturelle Migrationsgesellschaft offensiv verteidigen und sich dem Problem konstruktiv stellen, wie soziale Integration und eine angemessene Gesundheitsversorgung für alle Menschen gelingen kann. Weiterlesen

Neun Aphorismen gegen rechts

Wer sich von der Politik gelinkt fühlt,
tendiert nach rechts.
***
Vorsicht vor politischer Dummheit,
denn um sich an die Macht zu boxen,
ist sie klug genug.
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Rechtsradikale PolitikerInnen wollen nicht mitspielen –
sie wollen alleine spielen.
***
Die AfD ist ein Paradoxon –
sie hält sich für alternativlos.
***
Die hohen Zustimmungswerte für die AfD
belegen das Versagen
des deutschen Bildungswesens.
***
Die AfD gibt sich anschmiegsam,
aber wehe, sie käme an die Macht –
sie würde Deutschland genauso zerstören
wie seinerzeit die NSDAP.
***
Die demokratischen Parteien
tragen das politische System unseres Landes –
die AfD lässt sich von ihm tragen.
***
Man muss nicht gegen rechts sein,
aber die Rechten agieren so abstoßend,
dass es keine Alternative dazu gibt.
***
Wer die Vielfalt in unserer Gesellschaft nicht erträgt,
muss einfältig sein.


© 25.01.2025 von H. A.
Der Name des Autoren ist der Red. bekannt, wird hier jedoch aus Sorge vor rechten Gewalthandlungen verschwiegen.
Anm. der Red.: So weit sind wir schon wieder!
Bild von Bruno auf Pixabay

 

„Arbeitgeber müssen sich bewegen!“

Bildungsgewerkschaft GEW zur Tarifrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen

Nach dem Auftakt zur Tarifrunde für die im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Arbeitgeber aufgefordert, sich zu bewegen. Die Arbeitgeber hatten am Freitag in Potsdam kein Angebot vorgelegt. Weiterlesen

Einen Monat vor den Wahlen fordert breite Allianz: Vermögen besteuern jetzt!

Öffentliche Investitionen statt Übermacht von Superreichen – hohe Vermögen jetzt besteuern! Für Daseinsvorsorge, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz

In Deutschland verfällt die Infrastruktur und die sozialen und ökologischen Probleme verschärfen sich. Die Finanzierungsbedarfe sind enorm, werden jedoch stark vernachlässigt. Gleichzeitig wachsen Milliardenvermögen weltweit und auch in Deutschland und damit auch der Einfluss von Superreichen. Die Vermögensteuer, die Abhilfe schaffen könnte, ist aber weiter ausgesetzt. Die Bundestagswahl kann in dieser Hinsicht zu einer Richtungsentscheidung werden. Weiterlesen

„Reformprozess in der Kinder- und Jugendhilfe gescheitert – Fachkräfte stehen stark unter Druck“

Bildungsgewerkschaft GEW zur geplatzten Novellierung des Sozialgesetzbuch VIII für mehr Inklusion

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat scharf kritisiert, dass die geplante Reform des Sozialgesetzbuch (SGB) VIII für mehr Inklusion gestern Nachmittag gescheitert ist. Die Gewerkschaft mahnte, dass die neue Bundesregierung das Vorhaben umgehend wieder aufgreifen müsse. „Der gestoppte Reformprozess zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe stellt die Fachkräfte der Branche vor erhebliche Herausforderungen. Trotz jahrelanger Diskussionen und eines vielversprechenden Gesetzesentwurfs wird die angestrebte Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Kinder und Jugendlichen mit Behinderung vorerst nicht erreicht: Das ist ein herber Rückschlag“, betonte Doreen Siebernik, GEW-Vorstandsmitglied Jugendhilfe und Sozialarbeit, am Donnerstag in Frankfurt a.M. „Der Mangel an politischem Willen, diese Reform umzusetzen, bedeutet vor allem eins für die Fachkräfte: Sie müssen weiterhin in einem überlasteten System arbeiten, das für die betroffenen Kinder und deren Familien unnötige Hürden aufbaut.“

Der Gesetzesentwurf, der ursprünglich eine Vereinigung der Zuständigkeiten zwischen Jugendämtern und Sozialämtern vorsah, um die Bürokratie zu reduzieren und die Inklusion zu fördern, sei durch politische Blockaden und die bevorstehenden Wahlen verzögert worden. Die Folgen: Fachkräfte müssten weiterhin mit komplizierten Zuständigkeitsfragen kämpfen. „Das belastet im Arbeitsalltag erheblich“, sagte Siebernik. „Die Fachkräfte arbeiten am Limit. Sie sind zunehmend überlastet. Das gefährdet nicht nur ihre Gesundheit, sondern beeinträchtigt auch die Qualität der Arbeit. Zudem wird die Fachkräftelücke immer größer, wenn sich die Arbeitsbedingungen nicht nachhaltig verbessern.“ Der Prozess zu einer inklusiven SGB-VIII-Reform sei ein langwieriger und intensiver Prozess gewesen, der es verdient hätte, dass jetzt politisch ein deutliches Zeichen gesetzt worden wäre. „Die kommende Bundesregierung muss schnell handeln, um die Bedingungen für die Fachkräfte zu verbessern und die notwendige Unterstützung für junge Menschen mit Behinderung sicherzustellen. Die inklusive Reform muss in der Kinder- und Jugendhilfe Priorität haben!“


23.1.2025
Ulf Rödde
GEW-Hauptvorstand
www.gew.de

 

Der neue „Kita-Sozialindex“ des Paritätischen Gesamtverbandes

Mitteilung: Paritätischer Gesamtverband

Die Bedingungen in deutschen Kindertagesstätten (Kitas) könnten unterschiedlicher kaum sein. Vor allem Einrichtungen mit vielen sozial benachteiligten Kindern haben oft mit großen Hürden zu kämpfen. Der Paritätische Gesamtverband will das ändern und hat den „Kita-Sozialindex“ entwickelt – ein innovatives Instrument zur systematischen Unterstützung von Kitas, in denen Kinder mehr Hilfe brauchen. 

„Der Kita-Sozialindex gibt Bund und Ländern in der Bildungs- und Sozialpolitik ein Instrument an die Hand, das mehr Chancengerechtigkeit von Klein auf ermöglicht,“ erklärt Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Weiterlesen

Alltagsbildung im Klassenzimmer: Jetzt als Verbraucherschule bewerben

Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vergibt Auszeichnung als Verbraucherschule

  • Bis 30. September 2025 können sich allgemein- und berufsbildende Schulen als Verbraucherschule bewerben
  • Mitmachen können Schulen, die Kinder und Jugendliche in den Bereichen Ernährung, Finanzen, Nachhaltigkeit und Medien stärken
  • vzbv unterstützt Schulen und Lehrkräfte mit kostenlosen Online-Fortbildungen und Unterrichtsmaterialien zu Verbraucherthemen
  • Voraussetzung ist, dass sie im Schuljahr 2023/2024 und/oder im Schuljahr 2024/2025 Aktivitäten in mindestens einem der vier Handlungsfelder der Verbraucherbildung umgesetzt haben:
    • Ernährung & Gesundheit
    • Finanzen, Marktgeschehen & Verbraucherrecht
    • nachhaltiger Konsum & Globalisierung
    • Medien & Information.

weitere Information auf der Seite des vzbv


22.1.2025
Mitteilung des vzbv
www.vzbv.de

 

Fast eine Million Verdachtsfälle: Chemie-Professoren kritisieren Paul-Ehrlich-Institut

Das online-Magazin multipolar veröffentlichte am 21.1.2025 einen Bericht über Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen. Im Vorspann vom Artikel heißt es:

„Regierungsinstitut veröffentlicht Liste mit 975.000 Fällen von Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen / Bochumer Professor: Andere Impfungen mit solchen Daten wären schnell gestoppt worden / Frühere Veröffentlichung hätte „Hetze gegen Ungeimpfte“ verhindert.“ (Quelle: https://multipolar-magazin.de/meldungen/0157)

den ganzen Artikel lesen

 

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