Offener Brief an Verhandler*innen von Union und SPD

Der überparteiliche Bundesverband der Studierendenvertretungen „freier zusammenschluss von student*innenschaften“ (fzs) und die „Juso-Hochschulgruppen“ haben einen offenen Brief an Parteivorsitzende und Verhandler*innen von CDU, CSU und SPD geschickt, in dem mit Blick auf die Bedürfnisse der Studierenden und Studieninteressierten Mängel der bisherigen Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen aufgezeigt werden. Weiterlesen

Das Opferlamento

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

E i n Erfolgsgeheimnis der „AfD

Eigentlich sollte man denken über die und zu der „AfD“, deren Parteiname immer in Anführungszeichen gesetzt werden sollte, sei schon alles bekannt und gesagt: Angefangen vom Gaulandschen Ausspruch „Wir werden Sie jagen“ , über Frau Weidels intolerant-fremdenfeindliches Remigrationsgehabe bis zur richterlich festgestellten Aussage, dass Höcke als Faschist bezeichnet werden darf.
Man sollte doch meinen, dass solche Merkmale genügen sollten, dass eine solche Partei nicht gewählt werden sollte. Schließlich hat Deutschland faschistische Zeiten mit all deren unmenschlichen Auswirkungen hinter sich.
Weit gefehlt!

Diese Parteienvertreterin der Außenseiter, Underdogs, Verkannten, Ausgegrenzten und Vergessenen erhält trotz ihrer Traditionslinie von Barbarossa bis Hitler äußerst regen Zuspruch. Was geht da ab? … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.
Bild von Sven Neusser auf Pixabay

 

 

 

 

„Aufrüstung um jeden Preis – Vernunft oder Massenwahn?“

Podcast: Lanz & Precht

Im Vorspann heißt es: „Massenwahn“ nennt Richard David Precht die aktuelle Begeisterung für militärische Aufrüstung in Politik und Gesellschaft. Precht fühlt sich an den Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert, als die europäischen Mächte wie Schlafwandler in den Ersten Weltkrieg zogen und nicht miteinander sprachen.“ Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=VVckEqyTo4A

Das Gespräch kann man auf Youtube anhören. Es lohnt sich sehr, die Argumente von Richard David Precht nachzuverfolgen.

Dauer: 53:28

zum Gespräch auf Youtube
Hinweis: Beim Aufruf können Daten durch Youtube erhoben werden. Der Aufruf erfolgt also in eigener Verantwortung!

 

Wie das Gehirn die unmittelbare Zukunft vorhersehen kann

Wissenschaftler entdecken die neuralen Muster der Antizipation

Bericht: Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik

Man stelle sich einen Boxer vor, der fix einem Schlag ausweicht, eine Musikerin, die einen Ton zeitlich perfekt platziert oder eine Autofahrerin, die eine rote Ampel antizipiert und blitzschnell bremst – das Gehirn kann als ein erstaunliches Werkzeug betrachtet werden, das ständig dabei ist, die Zukunft vorherzusehen. Aber wie macht es das?

Ein Team von Neurowissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA), des Ernst Strüngmann Instituts für Neurowissenschaften (ESI), beide Frankfurt am Main, und der Goethe-Universität Frankfurt konnte erstmals zeigen, wie spezifische Hirnrhythmen den Zeitpunkt zukünftiger Ereignisse vorhersagen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in Nature Communications veröffentlicht. … weiter


Quelle:
www.ide-online.de
www.ae.mpg.de

 

Schlauer im Schlaf und andere Lernmythen

Wie die Hirnforschung die größten Irrtümer entlarvt und wie wir wirklich besser lernen, das beleuchtet Michael Skeide in seinem neuen populärwissenschaftlichen Buch, welches am 14. April 2025 im mvg-Verlag erscheint.

Bericht: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

„Das Buch macht darauf aufmerksam, dass viele alltägliche Vorstellungen davon, wie Lernen funktioniert, wenig damit zu tun haben, was in den Forschungslaboren der Welt tatsächlich beobachtet wurde. Zum Beispiel die Vorstellung, dass man seine Gehirnhälften stärker miteinander verbinden könne, indem man liegende Achten vor sich in die Luft zeichnet.“, erklärt der Hirnforscher, welcher am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig die Gruppe „Frühkindliche Lernentwicklung“ leitet. Seine Motivation beim Schreiben war, den Spagat hinzubekommen zwischen kurzweiliger spannender Unterhaltung und lückenloser wissenschaftlicher Beweisführung. Jede Aussage im Buch lässt sich daher auch transparent auf Originalstudien zurückführen.

Zur Forschungsseite von Michael Skeide


25.3.2025
Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften
www.cbs.mpg.de

 

Ganztagsschulen zwischen Chancen und Herausforderungen

Bericht: Pädagogische Hochschule Weingarten

Ganztagsschulen haben das Potenzial, Bildungsgerechtigkeit zu fördern – insbesondere für Kinder aus benachteiligten Familien. Doch ihr Erfolg hängt maßgeblich von den Rahmenbedingungen ab. Zu diesem Ergebnis gelangt eine aktuelle Studie von Dr. Juliana Gras und Dr. Thomas Wiedenhorn, die im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt und einem interessierten Publikum an der Pädagogischen Hochschule Weingarten vorgestellt wurde.
Die explorative Studie untersucht die wahrgenommenen Auswirkungen der Ganztagsgrundschule auf Bildungsgerechtigkeit aus der Perspektive von beteiligten Akteuren. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.ph-weingarten.de

 

Brandnachtgedenken

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Ein durchaus dienliches Narrativ für die Kriegsertüchtiger

In diesem Jahr begehen wir ein wichtiges Gedenkjahr: Vor 80 Jahren wurde durch alliierte Truppen der Zweite Weltkrieg beendet; ein Ende für das vor allem die damalige Sowjetunion einen hohen Blutzoll bezahlt hatte.

Je nach Interpretationsmuster war der 8. Mai 1945 entweder eine Niederlage oder ein Tag der Befreiung, wie ihn der ehemalige Bundespräsident Weizsäcker so trefflich bezeichnete.

Wie auch immer: Es wird mal wieder offizielle Gedenkfeiern geben und unsere derzeit Regierenden werden uns vorgaukeln, Deutschland habe aus der Vergangenheit gelernt. Wir lebten in einer wahr- und wehrhaften Demokratie, die zu erhalten und verteidigen sich lohne.

Nur dass sich die Mittel zur Erreichung dieser Ziele gerade rasant ändern: Hieß es früher, Frieden und Friedenspolitik sei das oberste Gebot, das Ganze unter der Maxime „Nie wieder“ – eben eingedenk des WKII – Desasters, wird uns heute vorgebetet, Kriegstüchtigkeit müsse an erster Stelle stehen, wenn wir demnächst nicht dem „Bösen Russen“ (1945 zu unseren Befreiern gehörend) ins Auge blicken wollten.  … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.

 

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