Kinder an Maschinengewehren: Tag der Bundeswehr sorgt für Skandal!

Bericht: Unter18nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr

Kinder mit Maschinen- und Sturmgewehren im Anschlag: Das sind die beschämenden Bilder, die uns am Samstag vom „Tag der Bundeswehr“ im niedersächsischen Bückeburg erreichten. Ein Skandal, der keineswegs neu ist. Bereits 2016 reagierte das Verteidigungsministerium auf ähnliche Bilder vom „Tag der Bundeswehr“ mit einem Verbot dieser Praxis. Das wussten auch die Soldaten am Samstag in Bückeburg am Waffenstand auf dem Heeresflugplatz. Die Soldaten machten die Kinder zwar darauf aufmerksam, verhinderten den Zugriff aber kaum: „Bei dem Event werden schon die Jüngsten für Waffen und Militär begeistert – diesmal überschritt man noch eine weitere Grenze“, zeigt sich Alina Ferdinand vom Bündnis „Unter 18 nie – Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ schockiert. Weiterlesen

Studie zur Wirkung von Powernaps: Kurze Nickerchen steigern die Wahrscheinlichkeit von Geistesblitzen

Bericht: Universität Hamburg

Schlaf steigert die Fähigkeit, Probleme auf kreative Weise zu lösen. Dies zeigt eine Studie mit 90 Probandinnen und Probanden an der Universität Hamburg. Anhand der im Schlaf gemessenen Hirnaktivität lässt sich sogar die Wahrscheinlichkeit vorhersagen, mit der nach dem Nickerchen ein sogenannter Aha-Moment eintritt. Dieses Resultat wurde jetzt im Fachjournal „PLoS Biology“ veröffentlicht. … weiter


Quelle: 
www.idw-online.de
www.uni-hamburg.de

 

Mindestlohn steigt in zwei Schritten auf 14,60 Euro

Mitteilung: DGB

Die unabhängige Mindestlohnkommission hat sich auf einen höheren Mindestlohn geeinigt. Nach langen Verhandlungen haben die Sozialpartner einem Vermittlungsvorschlag der Vorsitzenden der Mindestlohnkommission zugestimmt und damit eine Erhöhung in zwei Stufen vereinbart. Demnach soll der gesetzliche Mindestlohn zum 1.1.2026 um 1,08 Euro auf 13,90 Euro steigen. In einem zweiten Schritt sind ab 1.1.2027 dann 70 Cent mehr, also 14,60 Euro vorgesehen.

Stefan Körzell, DGB-Vorstandsmitglied und Verhandlungsführer für die Gewerkschaftsseite in der Mindestlohnkommission, sagte am Freitag in Berlin: Weiterlesen

Fegefeuer in Ingolstadt

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Das Fegefeuer ist ja, wie jeder Gläubige weiß, der Ort, an dem Sünder von lässlichen Sünden gereinigt werden, bevor es in den Himmel geht. Sowenig wir über das Fegefeuer im Detail Bescheid wissen, so wenig wissen wir über den Himmel. Gut, es gibt Mutmaßungen, es gehe dort paradiesisch zu, was immer das sein mag, z.B. schlaraffenlandmäßig… Hoffen wir das mal. Was das Fegefeuer angeht, scheint es auch irdische Fegefeuer zu geben und eines davon mag so aussehen, wie im Morgenmagazin des ZDF am Montag, dem 23. Juni, aus der Pionierschule Ingolstadt präsentiert.*

Da war zu sehen, und das kann jede/r in der ZDFMediathek nochmal nachvollziehen, wie unter dem Deckmantel der Ausgewogenheit Flecktarnwashing geht. Eine Meisterleistung an Propaganda auf Samtpfoten, die den eigentlich von foodwatch vergebenen „Goldenen Windbeutel“ verdient hätte.

Nichts weniger als eine herausragende Moderatorenleistung von Andreas Wunn war zu bewundern, dem danach das Schulterklopfen des MoMaTeams wohl mehr als sicher war. Die dargebotene Sachlichkeit in der Gesprächsleitung, verbunden mit einer scheinbaren Objektivität der Sache gegenüber war großes Kino. Konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, wes Geistes Kind er in Bezug auf Militär- und Rüstungsförderung ist, letztlich nämlich eindeutiger Sympathisant mit den derzeitigen Plänen und Vorhaben der „Zeitenwender“.

Dies zeigte sich nicht zuletzt darin, dass die interviewten Gäste mehrheitlich aus dem Zeitenwendelager kamen, sondern auch darin, dass er, immer, wenn kritische Nachfragen zu hinterfragenswerten Standpunkten der Interviewten zur Aufklärung der ZuschauerInnen notwendig, richtig und wichtig gewesen wären, solche Nachfragen nicht stellte, vielmehr die jeweilige Antwort so stehen ließ, wie sie gegeben worden war. Damit war er eher akzeptierender Stichwortgeber des morgendlichen Mainstreams denn kritischer Moderator. 
Am entlarvensten fand ich, ich kann es nicht anders nennen, das Scheininterview mit der Ingolstädter Vertreterin der Friedensbewegung. Nicht allein, war es das kürzeste von allen an diesem Morgen, die Vertreterin wurde außerdem noch, mitten in dem Versuch einer etwas längeren Antwort, auf etwas später vertröstet, kam aber dann nicht mehr zu Wort (friedensbewegte Menschen sollten sich für solche Feigenblattvorführungen nicht hergeben!).

FAZIT:  Das ZDF-Fegefeuer in Ingolstadt hat einem gemutmaßten Fegefeuer alle Ehre gemacht. Ob es Herrn Wunn und seinem Team gelang, in den ZuschauerInnen, die lässlichen Sünden, die sich auf das Nichtanerkennenwollen von Militarisierung und Militarismus in unserer Gesellschaft beziehen,  sanft auszutreiben und sie so auf den in Bälde gewappneten Himmel auf Erden einzustimmen, mag jede/r selbst entscheiden. Dass dieser Himmel sich evtl. eher höllisch zeigen könnte, wurde  jedenfalls nachprüfbar mehr oder weniger flecktarnweichgespült.

Wir sollten uns wappnen: Propaganda kann auch auf samtweichen Pfoten daherkommen. Es gab Zeiten, da nannte man so etwas „subversiv“!

*→ Hier geht es zum ZDF-Morgenmagazin. Der Filmbeitrag über die Pioniere beginnt bei Minute 8:10


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.
Bild von Igor auf Pixabay

 

 

 

 

 

 

 

Bei Strukturreformen an Kinder und Jugendliche denken

Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert mehr Investitionen in soziale Infrastruktur für Familien

Frankfurt, 26. Juni 2025 – Angesichts der laufenden Haushaltsverhandlungen fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis die Bundesregierung auf, mit umfassenden Strukturreformen die soziale Infrastruktur für Kinder und Familien massiv zu stärken. „Investitionen in Kinder und Jugendliche sind Investitionen in Wohlstand und Demokratie“, erklärt der Ratschlag Kinderarmut, ein Zusammenschluss aus 49 Organisationen und drei Wissenschaftler*innen, in einem gemeinsamen Appell. In Deutschland entscheiden die soziale Herkunft und der Wohnort maßgeblich über Teilhabemöglichkeiten und Zukunftschancen. Familien und Kinder, die in Armut leben, sind mit vielfältigen Benachteiligungen konfrontiert. „Wirtschaft und Gesellschaft können jedoch ihr volles Potenzial nicht entfalten, wenn einem Teil der Kinder und Jugendlichen keine echte Chance auf Entwicklung gegeben wird“, erklärt das Bündnis. Weiterlesen

GEW schlägt höheres Fördervolumen für den Digitalpakt 2.0 vor

Bildungsgewerkschaft GEW zur Bildungsministerkonferenz: „Fördervolumen zu niedrig, Gelder landen nicht in sozial benachteiligten Schulen“

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt die im Koalitionsvertrag angekündigte Fortsetzung des Digitalpakts. „Bei der geplanten Gesamthöhe der Digitalpaktmittel und dem Verteilungsschlüssel muss jedoch dringend nachjustiert werden“, sagte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, am Donnerstag in Frankfurt a.M. mit Blick auf die Bildungsministerkonferenz. „Die dringend notwendigen Investitionen an Schulen müssen jetzt so schnell wie möglich festgezurrt werden, damit Schulen ihre Planungen fortsetzen können.“ Bensinger-Stolze befürwortete auch den angestrebten Ausbau der Administration, die Verlängerung des Abrechnungszeitraums für bereits begonnene länderübergreifende Maßnahmen sowie die Ausstattung bedürftiger Kinder mit Endgeräten. Weiterlesen

Mehr als die Hälfte der Eltern verzichtet für ihre Kinder auf Essen, kaum jemand hat Hoffnung auf eine Arbeit, Angst vor Obdachlosigkeit ist stark ausgeprägt

Aktuelle Bürgergeld-Studie: Wie geht es den Menschen
im Bürgergeldbezug?

Bericht: Sanktionsfrei e.V.

Berlin, 23.06.2025. Knapp zwei Jahre nach der umstrittenen Bürgergeldreform plant die Koalition eine “Neue Grundsicherung” mit beachtlichen Verschärfungen. Dabei hat es bishernoch keine umfassende wissenschaftliche Evaluierung des Bürgergeldes gegeben und Bürgergeldbeziehende selbst sind in der Debatte kaum gehört worden. Der Verein Sanktionsfrei hat deshalb über das Umfrageinstitut Verian eine Umfrage unter 1.014 Bürgergeldbeziehenden durchgeführt. Die Ergebnisse lassen Betroffene selbst zu Wort kommen und zeichnen ein drastisches Bild von täglichem Verzicht, psychischer Belastung und geringen Erwerbsaussichten. “Über die Hälfte der Eltern müssen regelmäßig auf Essen verzichten, damit ihre Kinder satt werden. Da läuft etwas grundlegend falsch. Statt das zu ändern, plant die Politik neue Verschärfungen beim Bürgergeld und diskutiert immer noch darüber, ob der Regelsatz zu hoch ist.” so Helena Steinhaus, Vorstand von Sanktionsfrei. Gemeinsam mit Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und Thomas Wasilewski, Bürgergeldbeziehender und Ehrenamtlicher bei der Tafel, stellte sie die Studie am 23.6.2025 in der Bundespressekonferenz vor. Weiterlesen

„Wir brauchen in den Schulen eine Initiative ‚Zeit für Demokratie‘“

Bildungsgewerkschaft GEW zum Deutschen Schulbarometer

„Demokratiebildung findet in den Schulen zu spät, zu wenig und vor allem kaum auf den Unterricht und die Schule selbst bezogen statt. Wenn über die Hälfte der Lehrkräfte sagt, dass an ihrer Schule mehr für Demokratiebildung getan werden sollte und mehr als drei Viertel als Haupthindernis hierfür die fehlende Zeit nennen, lautet das Gebot der Stunde: ‚mehr Zeit für Demokratie‘“, sagte Anja Bensinger-Stolze, Vorstandsmitglied Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit Blick auf die Ergebnisse des heute vorgestellten Deutschen Schulbarometers der Robert Bosch Stiftung. Weiterlesen

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