GEW warnt vor Absenkung der Qualitätsstandards

Bildungsgewerkschaft GEW zur Sitzung des Bundesrates: Ganztag braucht auch in den Ferien pädagogische Qualität

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) reagiert mit deutlicher Kritik auf den Vorstoß des Landes Niedersachsen, nach dem niedrigschwellige Angebote der Jugendarbeit zugelassen werden sollen, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in den Schulferien zu erfüllen. Dafür will Niedersachsen das Achte Sozialgesetzbuch (SGB VIII) ändern und die Statistikpflicht abschaffen. Weiterlesen

BJK Impulspapier: Standards, Qualität und Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe

In seinem Impulspapier: „Standards, Qualität und Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe am Beispiel Kinderschutz. Rechte junger Menschen und Qualität der Infrastrukturen“ fordert das Bundesjugendkuratorium (BJK) eine Diskussion über einen transparenten Qualitätsdialog zur Bedeutung von Standards und dem Fachkräftegebot unter dem Aspekt der Bedarfsgerechtigkeit.

In Zeiten von steigenden Anforderungen, begrenzten Ressourcen und akutem Fachkräftemangel stehen ausgeweitete Rechtsansprüche einem damit einhergehenden Ausbau von Bildungs-, Erziehungs-  und Betreuungsinfrastruktur gegenüber. Dies stellt die Kinder- und Jugendhilfe vor große Herausforderungen.

Das Sachverständigengremium, welches die Bundesregierung zu Fragen der Kinder- und Jugendpolitik berät, ruft daher in seinem aktuellen Impulspapier dazu auf, Foren zu schaffen, die einen offenen Dialog zu Möglichkeiten von Qualitätskriterien und Fachstandards ermöglichen, wie diese unter realen Bedingungen und unter der Maxime der Bedarfsgerechtigkeit und auch unter erschwerten Bedingungen gesichert werden können.

Download Impulspapier: Standards und Qualität im Kinderschutz unter Druck


11.6.2025
Arbeitsstelle Kinder- und Jugendpolitik
Deutsches Jugendinstitut e.V.
www.bundesjugendkuratorium.de

 

Ungleiche Teilhabemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Bericht: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Aktuelle Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie der Wüstenrot Stiftung zeigt, dass sich junge Menschen in Deutschland mehr Möglichkeiten zur Mitsprache und Mitbestimmung wünschen.

Kinder und Jugendliche in Deutschland haben – je nach Wohnort – unterschiedliche Möglichkeiten, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Das verdeutlichen statistische Daten, etwa zum Anteil der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen oder der Schulabgänger:innen ohne Ersten Schulabschluss. In Gesprächen mit jungen Menschen sowie Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit zeigen sich darüber hinaus Bedürfnisse, die junge Menschen vielerorts haben: … weiter


Quelle:
ww.idw-online.de
www.berlin-institut.org

 

Gewerkschaften zu Krieg

von Frank Bernhardt und Rainer Brügel

Für Marx und Engels waren die Trade-Unions, die ersten englischen Gewerkschaften im sich entwickelnden Kapitalismus, „antikapitalistische Organisationen“ (Wikipedia – Trade-Unionismus). 1864 schuf Marx die „Internationale Arbeiterassoziation“, um auf dieser Grundlage mit den Gewerkschaften zu kooperieren. Als „vaterlandslose Gesellen“ beschimpften die Herrschenden u. a. die Gewerkschafter damals, was zeigt, dass sie mit ihrer substanziellen Kritik richtig lagen. Reichskanzler Bismarck hatte sie als „Reichsfeinde“ dingfest gemacht und verfolgen lassen.

Seit dem Jugoslawienkrieg ist die Stellung des DGB gegen Krieg vorbei, getreu dem Motto „Frieden“ ja, aber …! Dass der DGB sich zum „Sprachrohr der Regierung“ machte, begründete er lapidar damit, „wenn eine Bundesregierung, der man politisch und personell nahe ist, diesen Angriffskrieg führt, steht Loyalität vor einer auf Frieden verpflichteten Gewerkschaftspolitik“ (www.mmm.verdi.de v. 1.10.99) an. Wie sich die Gewerkschaften heute zum Thema Krieg positionieren, soll hier Gegenstand sein. … weiter


Bild von Ichigo121212 auf Pixabay

 

Unsere tägliche Bellizisterei gib uns heute

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Zu einigen Pfaden auf dem Weg zur „Kriegsplanung“.

Das Kriegsgeheul in unserer Gesellschaft ist unerträglich. Den „Startschuss“ dazu gab der Spezialdemokrat Olaf Scholz mit der Verwendung des Begriffs „Zeitenwende“, mit dem er dem derzeit überall geforderten Bellizismus in unserer Gesellschaft den Weg ebnete. Vehikel war und ist die Angstmache vor dem „Bösen Russen“, dazumal „Der Iwan“ genannt.

Diesem muss wieder einmal gezeigt werden, wo der Hammer hängt, bevor er in Gestalt des „Teufels Putin“ bei uns einmarschiert.
Damit das nicht klappt, müssen wir alle „kriegstüchtig“ werden, d.h. u.a. mit Freuden zur Armee gehen und töten lernen, also nicht gleich alle, aber auf jeden Fall die verweichlichte Jugend. Wir brauchen wieder „Deutsche Krieger“; in Zeiten der Gleichberechtigung möglichst auch „Kriegerinnen“ (Damit das auch wirklich klappt, gibt es schließlich den Girl’sDay!).  Weiterlesen

Erfolg vor Gericht: AfD-Professor scheitert mit Klage gegen ehemalige Studentin

Bericht: freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V.

Hamburg/Berlin, 4. Juni 2025 – Das Hanseatische Oberlandesgericht hat mit Beschluss vom 21. Mai 2025 die Berufung des AfD-Politikers und Hochschulprofessors Reiner Osbild gegen seine ehemalige Studentin Bjeen Alhassan zurückgewiesen (Az. 7 U 31/22). Damit bleibt ein vorheriges Urteil des Landgerichts Hamburg rechtskräftig, das Osbilds Klage auf Unterlassung, Geldentschädigung und Anwaltskosten vollständig abgewiesen hatte. Weiterlesen

Dietrich Bonhoeffer – Geschichte und Erinnerung

Öffentlicher Themenrundgang

Wann: 27.7.2025, 15 Uhr

Wo: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Gedächtnisallee 5, D-92696 FlossenbürgTreffpunkt vor der ehemaligen Wäscherei

Inhalt: Dietrich Bonhoeffer war ein aktiver Gegner des nationalsozialistischen Regimes. Bis heute gilt er als zentrale Figur des kirchlichen Widerstands. Die Erinnerung an den evangelischen Theologen, der am Morgen des 9. April 1945 im Arresthof hingerichtet wurde, prägt für Jahrzehnte die Erinnerung an das KZ Flossenbürg. Im Mittelpunkt des Themenrundgangs über das historische Gelände steht neben der Geschichte des Konzentrationslagers die Erinnerung an Bonhoeffer in Flossenbürg sowie dessen Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur.

Kosten: Teilnahme kostenfrei

Anreise: Besucherinfos

 

 

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