Couragiert im digitalen Raum

Bericht: Technische Universität Berlin

U-Projekt erforscht Risiken der Online-Interaktion bei Jugendlichen und entwickelt das Bildungsprogramm „FairNetzt“ gegen Cybermobbing, Hatespeech und andere Gefahren im Netz

Kinder und Jugendliche wachsen in einer digitalen Welt auf, die neben Chancen auch erhebliche Risiken birgt, deren Folgen weit über kurzfristige negative Emotionen hinausreichen können. Das abgeschlossene Teilforschungsprojekt „Sicherheit für Kinder in der digitalen Welt“ (SIKID Psychologie) an der Technischen Universität Berlin hat sich intensiv mit sogenannten Online-Interaktionsrisiken befasst – also Gefahren, die aus dem Austausch mit anderen Internetnutzer*innen entstehen – und ein Bildungsprogramm dazu entwickelt. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de/www.tu-berlin.de

4,4 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben 2024 Mehrarbeit geleistet

Mitteilung: Statistisches Bundesamt

WIESBADEN – Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland gehören Überstunden zum Arbeitsalltag: Knapp 4,4 Millionen von ihnen haben im Jahr 2024 durchschnittlich mehr gearbeitet, als in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart war. Das entsprach einem Anteil von 11 % der insgesamt 39,1 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Dabei leisteten Männer mit einem Anteil von 13 % etwas häufiger Mehrarbeit als Frauen (10 %). Weiterlesen

Warum wir dem Vorwurf des Wahlbetrugs aufsitzen

Bericht: Ruhr-Universität Bochum

Liegt ein Kandidat einmal in Führung, kann unser Gehirn diesen Eindruck nicht mehr loslassen. Das beeinflusst unsere Einschätzung von Wahlergebnissen.

Wer einmal bei einer Wahl in Führung liegt, den sieht das Publikum schon als Gewinner. Verliert er dann doch, liegt der Vorwurf des Betrugs nahe, und sogar die Anhänger des Gewinners sind geneigt, sich dem anzuschließen. Grund dafür ist der sogenannte Cumulative Redundancy Bias, kurz CRB. Dieser kognitive Effekt führt dazu, dass wir Schwierigkeiten haben, einmal verarbeitete Informationen zu ignorieren. „Vor allem bei der Kommunikation von Wahlergebnissen in den USA spielt dieser Effekt eine nicht zu unterschätzende Rolle“, sagt Dr. Moritz Ingendahl vom Lehrstuhl Soziale Kognition der Ruhr-Universität Bochum mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2020. Die Forscher berichten in der Zeitschrift Psychological Science vom 24. Juli 2025. … weiter


Quelle: news.rub.de

 

Kriminalität: Subjektive Wahrnehmung und tatsächliche Sicherheitslage gehen teilweise auseinander

Bericht: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)

Kriminalitätsfurcht hängt nicht nur mit realer Kriminalität zusammen – Regional ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle erkennbar – Sozial ungleich verteilt zeigt sich Kriminalitätsfurcht besonders bei vulnerablen Gruppen – Politik und Medien sollten sachlich aufklären, um unnötige Ängste zu vermeiden

Die Angst vor Kriminalität hängt nicht nur mit der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung zusammen, sondern kann auch unabhängig davon zunehmen. So stieg etwa zwischen 2014 und 2017 die Kriminalitätsfurcht trotz sinkender Straftaten – also in einer Phase, die von Fluchtzuwanderung, aber auch Terroranschlägen in Europa geprägt war. Kriminalitätsfurcht ist zudem ungleich verteilt. Regional betrachtet zeigt sich ein Nord-Süd-Gefälle: Die Kriminalitätsbelastung ist im Süden Deutschlands geringer und Menschen fühlen sich dort sicherer. Auch sorgen sich besonders vulnerable Gruppen häufiger um die Kriminalitätsentwicklung, etwa ältere Menschen. Das sind die Kernergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), für die Anna Bindler und Hannah Walther aus der Abteilung Kriminalität, Arbeit und Ungleichheit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und des Gleichwertigkeitsberichts der Bundesregierung 2024 ausgewertet haben. Weiterlesen

Kampagne kritisiert Bundesregierung für geplanten Kauf des Startsystems Typhon und fordert ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!

Mitteilung: Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“

(Bonn, 17. Juli 2025) – Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ kritisiert den geplanten Kauf des mobilen Startsystems „Typhon“ durch die Bundesregierung. Diesen hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei seinem US-Besuch angekündigt. Von dem System, das einem Sattelschlepper ähnelt, können Mittelstreckenwaffen mit einer Reichweite von über 1.600 km gestartet werden. In Frage kommen dafür Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk“ und Raketen vom Typ „SM-6“, die zur Flugabwehr oder als ballistische Rakete gegen Bodenziele genutzt werden können. Weiterlesen

Breite Mehrheit der Beschäftigten für Achtstundentag und klare Grenzen für Arbeitszeiten

Mitteilung: DGB

Die Beschäftigten in Deutschland lehnen eine Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit ab. Eine deutliche Mehrheit wünscht sich Arbeitszeiten innerhalb der Grenzen des Achtstundentags. Besonders deutlich ausgeprägt ist der Wunsch nach klaren Grenzen bei Arbeitnehmer*innen mit Kindern. Dies sind zentrale Befunde einer aktuellen Beschäftigtenbefragung zur Arbeitszeit im Rahmen des DGB-Index Gute Arbeit.

72 Prozent der Befragten wünschen sich Arbeitstage mit maximal acht Stunden. Nahezu alle (98 Prozent) wollen weniger als zehn Stunden pro Tag arbeiten. Auch eine Verschiebung des Arbeitstages in die Abendstunden hinein ist für eine überwältigende Mehrheit keine Option: 95 Prozent der Befragten wollen spätestens um 18 Uhr Feierabend machen.

Die Möglichkeit, den Arbeitstag aufzuteilen und am Abend nachzuarbeiten, ist für die große Mehrheit der Beschäftigten sowohl weltfremd als auch unattraktiv. Nur 17 Prozent der Beschäftigten mit Kindern nutzen solche Möglichkeiten, doch fast alle von ihnen (97 Prozent) würden ihren Arbeitstag lieber spätestens um 19 Uhr beenden.

Somit liefert die Befragung deutliche Signale an Politik und Arbeitgeber, den bestehenden Schutz durch das Arbeitszeitgesetz nicht aufzuweichen, sondern die Lebensrealitäten der Beschäftigten ernstzunehmen. Weiterlesen

Nationale Bewegungsempfehlungen: Mehr Bewegung, mehr Freude, mehr Miteinander

Mikro Micro

Sportwissenschaftler/-innen der FAU überarbeiten nationale Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung

Interview: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Wie und wie oft sollten wir uns bewegen, um gesund zu bleiben? Und wie lässt sich Bewegung institutionell fördern? Das sind die zentralen Fragen der nationalen Bewegungsempfehlungen, die von Expertinnen und Experten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bis 2026 überarbeitet werden. Prof. Dr. Klaus Pfeifer, Leiter des Arbeitsbereichs Bewegung und Gesundheit am Department Sportwissenschaft und Sport der FAU, erklärt im Interview, welche Ziele das Projekt hat und welche Ergebnisse zu erwarten sind.

Herr Professor Pfeifer, Sie haben bereits an den 2016 veröffentlichten Bewegungsempfehlungen des Bundes mitgearbeitet. Wie kam es dazu?

Pfeifer: Der Startschuss fiel eigentlich schon 2013, als die EU den Mitgliedsstaaten nahegelegt hat, nationale Empfehlungen für Gesundheit durch Bewegung zu formulieren. Das BMG ist daraufhin an uns herangetreten mit der Bitte, ein entsprechendes Papier zu erarbeiten. Weiterlesen

Angehende Psychotherapeut*innen schätzen ihre Kompetenzen oft falsch ein

Bericht: Universität Mannheim

Eine aktuelle Studie zeigt, dass angehende Psychotherapeut*innen ihre psychotherapeutischen Kompetenzen oft unter- oder überschätzen. Das liefert wichtige Hinweise für Ausbildung und Beruf.

Um Patient*innen wirksam psychotherapeutisch behandeln zu können, sind Praxiskompetenzen und eine realistische Bewertung dieser Kompetenzen essenziell. Wie gut können sich jedoch angehende Psychotherapeut*innen selbst einschätzen? Eine aktuelle Studie von Psycholog*innen der Universität Mannheim zeigt: Die Selbsteinschätzung der eigenen therapeutischen Kompetenzen weicht oft erheblich von der Bewertung durch Expert*innen ab – mit potenziellen Folgen für Ausbildung und Praxis. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-mannheim.de

 

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