GEW fordert jährlich 200 neue Stellen für ständige Vertretungsreserve
Perspektive für arbeitslose Lehrkräfte
Mitteilung: GEW Baden-Württemberg
Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich für einen sofortigen Stufenplan zum Ausbau der Vertretungsreserve für Lehrkräfte ein, um auch arbeitslosen Lehrkräften eine Perspektive zu geben und den Unterrichtsausfall zu verringern.
„Unsere Lehrkräfte an den 4.500 Schulen mussten wieder einmal ein Schuljahr lang jonglieren, um den Pflichtunterricht einigermaßen sicherzustellen. Wir haben 7.000 dauerhafte Ausfälle und 1.945 Stellen in der ständigen Vertretungsreserve. Grüne und SPD starteten 2012 einen Stufenplan und finanzierten jährlich 200 neue Stellen für diese Reserve – und haben diesen nach zwei Jahren wieder eingespart. Seitdem tut sich kaum etwas für eine bessre Unterrichtsversorgung. Wir erwarten, dass dieser Stufenplan sofort wieder aufgenommen wird. Es gibt zum Beispiel arbeitslose Gymnasiallehrkräfte, die dafür gewonnen werden können“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.
Die GEW befürchtet auch, dass Lehrer*innen, die jetzt keine Stelle erhalten, in benachbarte Länder abwandern. „Es ist gut, dass Baden-Württemberg viel in die Ausbildung des pädagogischen Nachwuchses investiert. Es darf aber nicht sein, dass dann unser gut ausgebildeter Nachwuchs wegziehen muss, während alltäglich Schüler*innen wegen Unterrichtsausfall früher nach Hause geschickt werden“, sagte Stein.
7.7.2025
Matthias Schneider
Landesgeschäftsführer
GEW Baden-Württemberg
www.gew-bw.de