Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag am 1. September 2025: Für eine Politik der Friedensfähigkeit! Nie wieder Krieg – in Deutschland, Europa und weltweit!

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften setzen sich für eine Friedens- und Sicherheitsordnung ein, die im Rahmen der Vereinten Nationen multilaterale Konfliktlösungen mit den Mitteln der Diplomatie und wirksamer Krisenprävention ermöglicht. Das Fundament einer solchen Ordnung bildet das völkerrechtliche Gewaltverbot, ergänzt um die Prinzipien der souveränen Gleichheit von Staaten, der Selbstbestimmung der Völker und der freien Bündniswahl, der gegenseitigen Vertrauensbildung, der friedlichen Streitbeilegung und der Achtung der Menschenrechte. …

Download der gesamten Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag am 1. September 2025


30.7.2025
Deutscher Gewerkschaftsbund
www.dgb.de

 

Antikriegstag: Nein zur Militarisierung der Gesellschaft und des Gesundheitswesens

Mitteilung: IPPNW

Die Friedensorganisation IPPNW ruft im Bündnis mit mehr als 200 Organisationen unter dem Motto „Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!“ zu bundesweiten Demonstrationen gegen Hochrüstung und Krieg am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart auf. Die Unterstützer*innen fordern von der Bundesregierung den Stopp des Hochrüstungskurses und stattdessen Abrüstung und Investitionen in Soziales, Klima und Entwicklung. Zur Kritik der IPPNW an der geplanten „Militarisierung der Gesellschaft“ gehört insbesondere die Unterordnung des Gesundheitswesens unter die Kriegstüchtigkeit.

Im Geiste der sogenannten „Zeitenwende“ soll das Gesundheitswesen auf kriegerische Auseinandersetzungen vorbereitet werden. Deutschland soll Aufmarsch- und Durchzugsgebiet von NATO-Soldat*innen werden. Die Bundeswehr rechnet mit bis zu 1.000 verletzten NATO-Soldat*innen täglich, über Jahre hinweg. Zudem wird in solchen Szenarien eine massive Flüchtlingswelle von verletzten Zivilist*innen erwartet. Dem stehen bundesweit fünf Bundeswehrkrankenhäuser mit insgesamt 1.800 Betten gegenüber – eine Kapazität, die in zwei Tagen erschöpft wäre. Das zivile Gesundheitssystem müsste einen erheblichen Teil seiner räumlichen und personellen Ressourcen dem Militär zur Verfügung stellen. Sowohl Einrichtungen der stationären Krankenhausversorgung als auch ambulante Einrichtungen wie Praxen wären in die Versorgung von Militärs und Verwundeten maximal eingebunden. Das deutsche Gesundheitswesen wäre sowohl im Krieg als auch danach überfordert. Weiterlesen

Mehr graue Zellen durch Psychotherapie

Bericht: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Psychotherapie führt zu messbaren Veränderungen der Hirnstruktur. Das haben Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Universität Münster erstmals in einer Studie am Beispiel der kognitiven Verhaltenstherapie nachgewiesen. Die Arbeit erschien im Fachjournal „Translational Psychiatry“. Hierfür untersuchte das Team die Gehirne von 30 Patientinnen und Patienten mit einer akuten Depression. Die meisten davon zeigten nach der Therapie Veränderungen in Bereichen, die für die Verarbeitung von Emotionen zuständig sind. Die beobachteten Effekte ähneln denen, die bereits aus Studien zu Medikamenten bekannt sind. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-halle.de

 

Wackeldackel – nichts ist stabiler!

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

MP Söder wusste schon immer was und wohin er will. Das fing ja schon damit an, dass er, völlig schamfrei, als Jugendlicher in seinem Zimmer ein Plakat von Franz Josef Strauß über dem Bett hängen hatte, was nicht nur die ein oder andere „Flamme“ aus den Latschen kippen ließ. Aber so war er eben schon immer: ziel- und traditionsbewusst.

Diese Grundhaltung sollte man nicht aus den Augen verlieren, bei allen Kaspereien, mit denen er täglich seine Klientel beglückt, sei es auf Instagram, X oder oder…
Immer geht es ihm um eines: Gesehen werden, gehört werden, der Beste sein.

Dafür ist ihm kein Klamauk zu schade: Mal umarmt er Bäume, mal grillt er Deftiges und verspeist es vor aller Welt mit Genuss, mal dies, mal das. Die „Social Media-Gemeinde“ ist angetan von seinen Mätzchen. Lacht über und mit ihm – und er ist in aller Munde; bekannt wie ein Wackeldackel. Zwischendurch bringt er politische Botschaften unter sein Followervölkchen und hofft, dass sie wahrgenommen werden. Nichts Genaues, weiß man nicht.

Wackeldackel aus Bayern, KI-generiert

Eines jedoch ist sicher: Er ist in aller Öffentlichkeitsmunde und wenn er dann was sagt in den „Leitmedien“ begegnet den Youngstern ein ihnen Bekannter oder, wie es heutzutage heißt, ein „Freund“. Und da hört man wohl schon mal genauer hin, wenn der „Freund“ einem Dinge mitteilt, die man nicht unbedingt auf dem Schirm hat, Dinge wie:

– Die Russen sind eine Gefahr für uns.

– Wir müssen ganz viel Geld in die Rüstung investieren.

– Heimatschutztruppen sind eine gute Sache.

– Ohne Kriegsertüchtigung äh Verteidigungsbereitschaft“ läuft gar nichts.

– Tradition muss erhalten und gepflegt werden.

Denn dies ist seine eigentliche Zielsetzung: Politische Botschaften, derzeit vor allem der „Zeitenwende“, unter die Leute bringen. Und da gerade junge Leute eher socialmedia-affin unterwegs sind, denkt MP Söder anscheinend, er habe den Türöffner gefunden, mit dem an die „Generationen Z und Alpha“ heranzukommen ist: Warum nicht als „Medialer Wackeldackel“ unterwegs sein im Dienst der „patriotischen Sache“ – schaun mer mal…

Wie heißt doch das bekannte Sprichwort:

„Der Zweck heiligt die Mittel“ oder um im Bilde zu bleiben: „Das Gewackel heiligt den Dackel“.


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.
Image: KI-generiert, from Pixabay

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„ARD und ZDF sind am Ende“

Milena Preradovic hat ein neues Video herausgegeben.

Ihr Gesprächspartner war diesmal der Medienforscher und Kommunikationswissenschaftler Dr. Michael Meyen. Er ist Professor für Allgemeine und Systematische Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Im Erklärtext zum Interview heißt es:

Ob Corona, Ukraine-Krieg, Klima – von Ausgewogenheit bei den öffentlich-rechtlichen Sendern keine Spur. „Dieses System hat keine Zukunft mehr“, sagt Professor Dr. Michael Meyen. Der Medienforscher belegt in seinem Buch „Staatsfunk – ARD & Co. sind am Ende – oder müssen neu erfunden werden“ den immensen politischen Einfluss bei den Sendern, die sich selbst als „unabhängig, neutral und objektiv“ bezeichnen. Ob Gebühren oder Gehälter der Verantwortlichen – alles bestimmt die Politik. Und damit auch die Ausrichtung. Allerdings schwankt die Indoktrinations-Maschine. In erstaunlich vielen anderen Ländern Europas ist das System bereits aufgelöst oder in Auflösung begriffen. Was tun mit dem Staatsfunk?

zum Interview (im Videoformat)

 

Bildung beginnt im Kleinkindalter – und Chancengerechtigkeit ebenso

Bericht: Leibniz-Institut für Bildungsverläufe

Wichtige sprachliche und soziale Kompetenzen werden schon frühzeitig in der Interaktion zwischen Eltern und ihren Kleinkindern angelegt – und damit auch Bildungsungleichheiten. Ein neuer Transferbericht beleuchtet wichtige Einflüsse der frühen familiären Lernumwelt auf die Entwicklung von Kindern in ihren ersten Lebensjahren. Die Analysen von Daten der Langzeitstudie des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zeigen, dass ungleiche soziale und ökonomische Startbedingungen im Elternhaus hierbei eine bedeutende Rolle spielen und können helfen, früh entstehenden Bildungsungleichheiten durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen entgegenzuwirken. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.lifbi.de

 

3 Millionen Arbeitslose: DGB fordert bessere Vermittlung statt Kürzungen

Mitteilung: DGB

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel am Freitag in Berlin:

„Stand heute ist bei den arbeitslosen Menschen die 3-Millionen-Grenze gerissen, so darf es nicht weitergehen. Auch dass aufgrund sinkender Angebote nur sechs Prozent der Arbeitslosen binnen kurzer Zeit neue Arbeit finden, reicht nicht aus. Damit steigt für Arbeitslose das Risiko, länger vom Arbeitsmarkt abgehängt zu sein. In einer Zeit, in der Arbeitgeber weniger einstellen, müssen Arbeitssuchende deutlich schneller mit offenen Stellen zusammengebracht werden. Weiterlesen

Onlineveranstaltungen des DGB Bayern zur Kommunalwahl 2026

Astrid Backmann vom DGB Bayern hat über diverse DGB-Veranstaltungen zur Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 informiert:

„Gerade im Vorfeld lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Vor welchen Herausforderungen stehen die Kommunen in Bayern? Welche Gestaltungsspielräume gibt es? Und wie können Gewerkschaften, Beschäftigte und Engagierte vor Ort Einfluss nehmen?

Der DGB Bayern hat dazu eine Veranstaltungsreihe konzipiert. In mehreren digitalen Abendveranstaltungen (jeweils von 16:30 bis 18:00 Uhr) wollen wir mit Expert*innen, Gewerkschafter*innen und Praktiker*innen diskutieren, wie Kommunen ihre Rolle in der Daseinsvorsorge, bei Arbeit, Wohnen und Zukunftsgestaltung wahrnehmen können.

Eine Terminübersicht und alle Informationen zur Anmeldung findet ihr im angehängten Flyer. Bitte leitet ihn auch an interessierte Kolleginnen und Kollegen weiter.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme und spannende Diskussionen.“

Download des Flyers


29.8.2025
DGB Bayern
bayern.dgb.de

 

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