Ein Narr musste gehen – wieder einmal

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Wenn ein Narr gegangen wird hat der König ein Problem weniger. Falls ein Narr überhaupt zum Problem für den Kini werden kann.

Der Kini tat jedenfalls sehr gelassen und sagte sinngemäß: Als der Tradition verpflichteter Bayer obliegt es mir im vorliegenden Fall zwei Sachverhalte zu bedenken. Erstens ist das Derblecken eine bayuwarische Tradition, die es zu pflegen gilt. Zweitens gehört es zu meinem souveränen „Berufsethos“, das Derblecken hinzunehmen, wie es daherkommt. Dass der aktuelle Narr abserviert wurde, nehme ich zur Kenntnis; seine letzte Narretei fand eher weniger meine Achtung und Gnade.

Um es auf bayrisch-königlich zu sagen: „I was not amused.“ Narren kommen, Narren gehen… Soweit, so nachvollziehbar. Ob auch glaubbar, ist eine andere Frage. … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.
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