Arbeiten mit Krankheit zehrt an den Kräften – und zwar länger als gedacht

Bericht: TU Chemnitz

Forschende der TU Chemnitz, der Universität Groningen und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigen in einer Studie, welche kurz- und mittelfristigen Folgen es hat, wenn Berufstätige trotz Krankheit zur Arbeit gehen

In der kalten Jahreszeit steigt das Risiko für gesundheitliche Beschwerden zum Beispiel durch Erkältungen oder Grippe. Viele Beschäftigte kennen die Situation, krank zur Arbeit zu gehen, weil dringende Termine anstehen oder sie ihr Team nicht hängen lassen möchten. Doch dieses Verhalten, bekannt als „Präsentismus“, hat Folgen: Eine aktuelle Studie der Technischen Universität Chemnitz, der Universität Groningen und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigt, dass die Erschöpfung, die mit dem Arbeiten trotz gesundheitlicher Beschwerden einhergeht, deutlich länger anhält, als bisher angenommen. Weiterlesen

51 Prozent aller Beschäftigten bekommen Weihnachtsgeld, mit Tarifvertrag 77 Prozent

Tarifliche Ansprüche reichen von 250 Euro bis zu mehr als 4.200 Euro
Aktuelle Auswertung des WSI-Tarifarchivs

Bericht: Hans-Böckler-Stiftung

Alle Jahre wieder: Nicht nur das Weihnachtsfest naht in großen Schritten, sondern auch das Weihnachtsgeld. So ist es zumindest für gut die Hälfte der Beschäftigten (51 Prozent), bei denen der Arbeitgeber die Sonderzahlung zusätzlich zum regulären Gehalt überweist, und zwar meist schon im November. Einige Arbeitgeber tun dies freiwillig oder als eingeübte Praxis. Einen rechtlich verbindlichen Anspruch auf Weihnachtsgeld sichert eine entsprechende Vereinbarung im Tarifvertrag. Deshalb macht es einen großen Unterschied, ob der Arbeitgeber nach Tarifvertrag zahlt oder nicht: Mehr als drei Viertel der Beschäftigten (77 Prozent) in Betrieben mit Tarifvertrag erhalten Weihnachtsgeld, ohne Tarifvertrag sind es mit 41 Prozent deutlich weniger. Das ergibt eine Umfrage unter gut 58.000 Beschäftigten durch das Internetportal Lohnspiegel.de, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass Männer (54 Prozent) etwas häufiger als Frauen (48 Prozent) Weihnachtsgeld ausgezahlt bekommen und Beschäftigte in Westdeutschland (53 Prozent) bessere Aussichten auf einen Bonus zum Fest haben als jene in Ostdeutschland (41 Prozent). Auch zwischen Beschäftigten mit einem unbefristeten Vertrag (52 Prozent) und einem befristeten Vertrag (48 Prozent) gibt es geringfügige Unterschiede, ebenso zwischen Beschäftigten in Vollzeit (53 Prozent) und in Teilzeit (46 Prozent). Der Analyse zufolge bleibt der entscheidende Faktor aber die Tarifbindung des Arbeitgebers. Weiterlesen

Schule zeigt Haltung! – Breites Bündnis startet Petition zur Stärkung von Lehrkräften gegen Rechtsextremismus

Sechs Organisationen fordern klare Rückendeckung für demokratisches Engagement an Schulen

Ein Bündnis aus der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Greenpeace, Teachers for Future Germany, der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB), Eltern gegen Rechts und Bundesschülerkonferenz startet heute die Petition „Schule zeigt Haltung – Lehrkräfte stärken gegen Hass und Hetze“. Die Petition ist der Auftakt einer Kampagne, die Lehrkräfte in ihrem demokratischen Bildungsauftrag stärken will. Weiterlesen

Warum Pausen helfen – aber nicht, wie wir dachten

Bericht: Leibniz-Institut für Neurobiologie

Forschende am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) in Magdeburg haben einen Lern-Mythos widerlegt. Kurze Pausen machen Bewegungen kurzfristig besser – aber sie führen nicht zu zusätzlichem Lernen.

Lange Zeit galt: Wenn wir beim Üben neuer Bewegungsabläufe eine Pause einlegen, wiederholt das Gehirn diese Bewegungen automatisch und festigt sie so. Eine neue Studie von Anwesha Das, Max-Philipp Stenner und Elena Azañón zeigt nun: Das stimmt so nicht. Pausen helfen uns, weil wir uns erholen und die nächste Bewegung planen können. Aber das eigentliche Lernen passiert in der aktiven Übung. Weiterlesen

„JA13 für alle Lehrkräfte jetzt – drei Länder in der Pflicht!“

Bildungsgewerkschaft GEW zum „Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit“: „Öffentlicher Dienst muss Vorbild sein“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) appelliert an die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland, alle Lehrkräfte an Grundschulen und in der Sekundarstufe I (Sek I) nach A13 (verbeamtete Lehrkräfte) und E13 (angestellte Lehrkräfte) zu bezahlen. „Die drei Bundesländer müssen endlich ihrer Verantwortung als öffentliche Arbeitgeber gerecht werden und alle Lehrkräfte an Schulen gleich bezahlen. JA13 für alle Lehrkräfte – jetzt!“, sagte Tiam Breidenich, GEW-Vorstandsmitglied für Frauen-, Gleichstellungs-, Geschlechterpolitik, am Dienstag in Frankfurt a.M. mit Blick auf den bundesweiten „Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit“. „Alle anderen Bundesländer sind diesen Schritt bereits gegangen. Es ist höchste Zeit, dass der öffentliche Dienst die Entgeltungleichheit und die damit verbundene strukturelle Benachteiligung von Lehrkräftegruppen im Schuldienst beendet.“ Weiterlesen

Paten 2.0

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Ein satirischer Blick auf die Lage in der BRD aufgezeigt anhand von Süderleuten.

Auch wenn ein heutiger Pate nicht zwangsläufig einer mafiösen Organisation vorsteht (zumindest nicht offensichtlich), pflegt er patische Traditionen: Er verfolgt hartnäckig und unnachgiebig seine Ziele und greift zur Erreichung derselben oft auf das altbewährte analog-„geheime“ Strohmannprinzip zurück. Schließlich kann ein Pate selbst in virtuellen Internetzeiten nicht immer vor Ort sein. Dafür hat er seine Leute. In Zeiten der Gleichberechtigung werden natürlich auch Strohfrauen zur Zielerreichung eingesetzt. Schließlich sollen auch sie beweisen dürfen, ob sie aus patentauglichem Holz geschnitzt sind. Weiterlesen

Ein Mensch des reichsten 0,1 Prozent verursacht pro Tag mehr CO2-Emissionen als ein Mensch der ärmsten 50 Prozent in einem Jahr

Neuer Oxfam-Bericht zeigt extremes Ausmaß der Emissionsungleichheit

Bericht: Oxfam Deutschland

Oxfams neue Berechnungen zeigen, wie Superreiche global und in Deutschland durch ihre Konsum- und Investitionsemissionen die Klimakrise eskalieren. Eine Person aus dem reichsten 0,1 Prozent verursacht am Tag über 800 Kilogramm CO2-Emissionen, so viel wie eine Person der ärmsten Hälfte der Weltbevölkerung im gesamten Jahr.

Oxfams neuer Bericht „Climate Plunder” offenbart die drastischen Unterschiede zwischen reichen und ärmeren Bevölkerungsschichten bei den weltweiten CO₂-Emissionen: Eine Person aus dem reichsten 0,1 Prozent der Weltbevölkerung verursacht täglich über 800 Kilogramm CO₂. In Deutschland sind es sogar 840 Kilogramm CO₂. Dieses Gewicht entspricht ungefähr elf Waschmaschinen, selbst der stärkste Mensch der Welt könnte es nicht stemmen. Im Gegensatz dazu verursacht ein Mensch aus der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung im Schnitt nur 2 Kilogramm CO₂ pro Tag, was ein kleines Kind heben könnte. Weiterlesen

Arbeiten im Ruhestand verbreitet – 55 Prozent der mitbestimmten Betriebe beschäftigen Rentner*innen oder Pensionär*innen

Neue Studie des WSI

Bericht: Hans-Böckler-Stiftung

Die Beschäftigung von Rentner*innen und Pensionär*innen ist in vielen Betrieben und öffentlichen Dienststellen verbreitet. Das zeigt eine neue Auswertung der Betriebs- und Personalrätebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Weiterlesen

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