Kriegstüchtig versus Verteidigungsbereit?

Der Kommentar zum Zeitgeschehen

von Jürgen Scherer*

Wie immer, wenn eine Propagandamaschinerie in Gang gesetzt wird, werden Begrifflichkeiten in die Welt gesetzt, die der Überwältigung des zukünftigen Kanonenfutters dienen sollen. Zugleich verweisen solche Begriffe auf ihre eigene Basis und damit auf die Absichten ihrer (Be)NutzerInnen.

Beginnen wir mit dem Begriff „kriegstüchtig“.
Ohne jegliche Wortbedeutungsherleitung weiß jede/r Mensch sofort, worum es geht: Wenn jemand „kiegstüchtig“ ist oder werden soll, dann muss er/sie in den Krieg ziehen können oder wollen oder sollen; muss bereit sein dazu, anderen Menschen (!) Gewalt anzutun, meist tödliche mit allen möglichen Mitteln und Tötungswerkzeugen (vom einfachen „Seitengewehr“ bis zur fernsteuerbaren Drohne); muss bereit sein in andere Länder einzudringen und die dort Lebenden zu beherrschen. … weiter


*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.