Islamfeindlichkeit basiert auf Fremdenhass, nicht auf Religion

Bericht: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Neue Studie zeigt: Anti-muslimische Vorurteile in Westeuropa gehen vor allem auf autoritäre, nationalistisch gefärbte Einstellungen zurück – nicht auf christlichen Glauben

Islamfeindlichkeit in Westeuropa hat weit weniger mit religiösem Glauben zu tun, als oft angenommen wird. Stattdessen wird sie wesentlich stärker durch fremdenfeindliche und autoritäre Einstellungen befeuert. Das zeigt eine neue Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), die in der politikwissenschaftlichen Fachzeitschrift Research & Politics erschienen ist. Prof. Dr. Kai Arzheimer vom Institut für Politikwissenschaft der JGU zeigt darin, dass anti-muslimische Vorurteile eng mit nativistischen und rechten autoritären Einstellungen verknüpft sind. Der individuelle christliche Glaube hingegen spielt demnach kaum eine Rolle – was der verbreiteten Annahme widerspricht, Religion sei maßgeblich für islamfeindliche Einstellungen in Westeuropa verantwortlich. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.uni-mainz.de