Jugendorganisationen veröffentlichen offenen Brief – „Gegen den Schlussverkauf Bildung! – Für eine nachhaltige Bildungsfinanzierung“

Mitteilung: fzs.de

Das Bündnis „Schlussverkauf Bildung“, bestehend aus verschiedenen Jugendorganisationen, hat heute gemeinsam den offenen Brief „Gegen den Schlussverkauf Bildung! – Für eine nachhaltige Bildungsfinanzierung“  veröffentlicht. Darin machen die Jugendorganisationen eindringlich auf die dramatische Krise im deutschen Bildungswesen aufmerksam und fordern von der Politik sofortiges und konsequentes Handeln.

Beteiligt sind:
* der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., die
bundesweite Studierendenvertretung
* Grüne Jugend
* Linksjugend [’solid]
* Campusgrün – Grüne Hochschulgruppen
* Die Falken

Die Jugendorganisationen kritisieren, dass Schulen, Hochschulen, Kitas, Jugendbildungsstätten und Ausbildungsbetriebe seit Jahren systematisch unterfinanziert werden. Marode Gebäude, fehlende digitale Ausstattung, schlechte Betreuungsrelationen und prekäre Arbeitsbedingungen prägen den Alltag von Studierenden, Schüler*innen, Auszubildenden sowie Beschäftigten in Erziehung, Lehre, Wissenschaft und Forschung.

„Der Sparkurs schadet künftigen Generationen, anstatt sie zu schützen.“ erklärt Katharina Rummenhöller, fzs-Vorstandsmitglied. „Bildung ist keine Ware oder Sparmasse. Wer an Bildung spart, spart an der Zukunft.“

„Bildung darf kein Privileg sein“, erklären die Jugendorganisationen. „Wenn Schulen, Universitäten, Hochschulen und Ausbildungsbetriebe unterfinanziert bleiben, trifft das vor allem junge Menschen aus benachteiligten Familien. Soziale Herkunft darf nicht darüber
entscheiden, wer Zugang zu Bildung hat.“

Im offenen Brief fordern die Jugendorganisationen unter anderem:

* Abschaffung der Schuldenbremse, um dringend notwendige Investitionen in Bildung zu ermöglichen
* Umfassende Steuerreform, die große Vermögen, Erbschaften, Übergewinne und Kapitalerträge stärker heranzieht
* Massive staatliche Investitionen in Personal und Infrastruktur aller Bildungsbereiche
* Verbesserung der Betreuungsquote in Schulen, Hochschulen, Kitas und Ausbildungsbetrieben
* Entfristungsoffensive im Wissenschaftssystem
* Kostenlosen ÖPNV für Schüler*innen, Studierende und Auszubildende
* Bezahlbaren Wohnraum durch Mietenstopp und Ausbau von sozialem
Wohnraum
* Ausbildungsförderung, die Armut wirksam verhindert, zum Beispiel ein elternunabhängiges, armutsfestes BAföG als Vollzuschuss
* Stärkere Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement

Der offene Brief ist ab sofort öffentlich und kann von weiteren Initiativen und Verbänden unterstützt werden.


11.12.2025
Katharina Rummenhöller

Vorstand
freier zusammenschluss von student*innenschaften fzs e.V.
www.fzs.de