Gerechtigkeit statt Spaltung

Gemeinsame Erklärung der Gewerkschaften zur Debatte um Wirtschaft und Sozialstaat

Die Angriffe der Union und der Arbeitgeber auf den Sozialstaat und die Beschäftigten werden immer unverschämter. Wir fordern einen Stopp dieser Kahlschlag-Debatten. Sie verunsichern die Menschen, würgen den schwachen wirtschaftlichen Aufschwung ab und bringen kein Wachstum. … weiter

 

„Was die AfD im Falle eines Wahlsieges in Sachsen-Anhalt vor hat“

veröffentlichte am 28.1.2026 im Online-Magazin kobinet-nachrichten den Text über Ziele der AfD im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt:

„… Ein Blick auf den Entwurf des Regierungsprogramms der AfD, die derzeit in Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bei Werten zwischen 38 und 40 Prozent gesehen und nicht weit von einer absoluten Mehrheit entfernt sein könnte, zeigt jedoch im Hinblick auf die Rechte behinderter Menschen erhebliche Gefahren auf. In einem Bericht auf t-online.de fasst das Nachrichtenportal die Vorhaben der AfD in der Schulpolitik mit folgender Zwischenüerschrift zusammen: „Schule: Nationalhymne singen, Inklusion beenden, Klassenfahrt nach Russland“. …“
(Quelle: https://kobinet-nachrichten.org/2026/01/28/was-die-afd-im-falle-eines-wahlsieges-in-sachsen-anhalt-vor-hat/)

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Unterricht beginnt in der Tiefschlafphase der Kinder

Bericht: GEW Baden-Württemberg

Die GEW begrüßt die Vorschläge des Landes für sichere Schulwege. Kritisch sieht die Bildungsgewerkschaft den frühen Unterrichtsbeginn, der auch eine Folge der Sparpolitik der vergangen Jahrzehnte sei.

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Vorschläge für sichere Schulwege. Der frühe Unterrichtsbeginn an den 4.500 Schulen in Baden-Württemberg sei auch eine Folge der Sparpolitik der vergangenen Jahrzehnte.

„Ein flexibler und späterer Unterrichtsbeginn scheitert an vielen Orten in Baden-Württemberg daran, dass die Schulträger nicht bereit sind, einen zweiten Schulbus zu bezahlen. Und Schüler*innen müssen um 7:50 Uhr komplizierte Matheaufgaben lösen, weil Baden-Württemberg zu den bundesweiten Schlusslichtern beim Ganztagsausbau gehört und mehrere Landesregierungen nicht bereit waren, ausreichend in gute Bildung zu investieren. Ich wünsche mir für die nächste Wahlperiode mehr gute Ganztagsschulen, in denen ausgeschlafene Kinder in den Klassenzimmern lernen“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.

Wissenschaftler*innen haben bereits seit Jahrzehnten die Erfahrungen vieler Lehrer*innen bestätigt, dass zum Unterrichtsbeginn oft nur schwer sinnvolles Lernen möglich ist.


3.2.2026
GEW Baden-Württemberg
www.gew-bw.de

 

16,1 % der Bevölkerung in Deutschland sind armutsgefährdet

Das Statistische Bundesamt berichtete am 3.2.2026:

  • Alleinlebende, Alleinerziehende und Nichterwerbstätige haben besonders häufig ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze
  • 21,2 % der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht21,2 % der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht

WIESBADEN – Rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland hatten zuletzt ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze und galten deshalb als armutsgefährdet. Das waren 16,1 % der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Erstergebnissen der Mikrozensus-Unterstichprobe zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 mitteilt. Ein Jahr zuvor hatte die Armutsgefährdungsquote bei 15,5 % gelegen.

Nach Definition der Europäischen Union (EU) gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 % des mittleren Äquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2025 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland netto (nach Steuern und Sozialabgaben) bei 1 446 Euro im Monat (2024: 1 381 Euro) und für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3 036 Euro im Monat (2024: 2 900 Euro). Um das Einkommen vollständig zu erfassen, wird das Jahreseinkommen erfragt. Dadurch beziehen sich die Fragen zum Einkommen auf das Vorjahr der Erhebung, bei EU-SILC 2025 also auf das Jahr 2024. …  (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_039_63.html)

Die ganze Mitteilung vom 3. Februar 2026 lesen

 

Mentoring stärkt Bildungschancen von sozial benachteiligten Kindern

Bericht: Universität zu Köln

Kinder aus weniger privilegierten Familien besuchen in Deutschland nach der Grundschule trotz gleicher Leistungen seltener das Gymnasium. Eine Studie des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln zeigt: Gezieltes Mentoring kann diese Lücke verringern / Veröffentlichung im „Journal of Political Economy“

Die soziale Herkunft entscheidet nach wie vor stark über den Bildungsweg von Kindern in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln. Das Forschungsteam, bestehend aus Professorin Dr. Pia Pinger (Universität zu Köln), Professor Dr. Armin Falk (Universität Bonn) und Professor Dr. Fabian Kosse (Universität Würzburg), hat herausgefunden, dass der sozioökonomische Status der Eltern eine entscheidende Rolle bei der Wahl der weiterführenden Schule spielt. In den meisten Bundesländern treffen die Eltern diese Entscheidung am Ende der vierten Klasse, zuvor spricht die Grundschule eine Empfehlung aus. Die Ergebnisse der Studie „Mentoring and Schooling Decisions: Causal Evidence“ sind in der Fachzeitschrift Journal of Political Economy erschienen. Weiterlesen

Psychische Gesundheit von Studierenden in Deutschland: Neuer Forschungsverbund untersucht Risiken und stärkt Resilienz

Bericht: Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit

Wie steht es um die psychische Gesundheit von Studierenden? Welche Risiken gibt es und wie kann man im Studium mental widerstandsfähiger werden? Unter Leitung der Universitätsmedizin Halle befasst sich ein neuer Forschungsverbund innerhalb des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) mit diesen Fragen. Ziel des Vorhabens ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und bestehende Programme entsprechend anzupassen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert den Projektverbund mit rund 730.000 Euro. Weiterlesen

Workshop Moderation von Gruppen und Teams

Tagesseminar „Moderation von Gruppen und Teams“

Wann: Samstag, 28. Februar 2026, 11:00 – 17:00 Uhr

Wo: Tagungszentrum Estragon, Entengasse 2, 90402 Nürnberg

Inhalt:
Ob in gewerkschaftlichen Kontext, auf der Arbeit oder im Ehrenamt: Immer wieder sind wir in moderierten Gruppenprozessen beteiligt und in der Rolle der Moderation gefragt. (Große) Gruppen lebendig, strukturiert und wirkungsvoll zu moderieren, ist eine besondere Herausforderung. Unterschiedliche Erwartungen, hohe Dynamik, begrenzte Aufmerksamkeit und eine große Themenvielfalt verlangen von Moderator*innen nicht nur Methodenwissen, sondern auch Haltung, Präsenz und Sicherheit im Handeln.

In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit den Besonderheiten der Moderation von (Groß-)Gruppen und Teams auseinander und entwickeln ihre Rolle als Moderator*in weiter.

Methoden und Ziele:
Folgende Themen sollen im Rahmen des Tagesseminar u.a. besprochen werden:

  • Rollenklarheit und Rollenkompetenz
  • Effiziente Vorbereitung für ein lebendiges Miteinander
  • Unterschiedliche Möglichkeiten der Entscheidungsfindung
  • Umgang mit schwierigen und herausfordernden Situationen, wie z. B. aufkeimende Konflikte, Vielredner*innen oder Zeitmangel
  • Tipps, Tricks & Tools für den Methodenkoffer, wie z. B. Fish-Bowl, Plenum, Worldcafé, Blitzlicht, Visualisierungen, …
  • Der Workshop verbindet theoretische Impulse, praktische Übungen und kollegialen Austausch. Die Teilnehmenden gewinnen mehr Sicherheit in ihrer Moderationsrolle und erweitern ihr Repertoire für eine souveräne, strukturierte und wirksame Gruppenmoderation. Vorerfahrungen sind nicht zwingende Voraussetzung, können aber als konkrete Situationsbeispiele eingebracht werden.

Referent: David Förster (Beratung, Coaching, Mediation)

Kosten:  
Mitglieder der GEW Bayern werden bevorzugt und ihnen werden Fahrtkosten erstattet, sofern sie aus einer anderen Stadt anreisen (gegen Nachweis werden bei einem Eigenanteil von 20 Euro bis zu 50 Euro erstattet).

Anmeldung: auf der Webseite
Falls zum Anmeldeschluss mehr Anmeldungen als Plätze eingegangen sind, entscheidet das Los. Alle Angemeldeten werden am 9.2.2026 über das Ergebnis der Verlosung informiert.

Anmeldeschluss: 8.2.2026
Alle Informationen zum Seminar findest Du auf der Veranstaltungsseite.

Veranstalter: GEW Bayern, Tel: 089 544 081 -0, Fax: -22
Geschäftsführung Elke Hahn, Vorsitz Martina Borgendale