GEW: Tarifergebnis unverzüglich auf bayerische Beamt:innen übertragen!
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern fordert nach der jüngsten Einigung in der Länder-Tarifrunde eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf die Beamt:innen in Bayern.
„Das Tarifergebnis ist für uns zwar ein schmerzhafter Kompromiss, den wir aber ohne die vielen streikenden Kolleg:innen nie so erreicht hätten. Dennoch gleicht das dreistufige Gehaltsplus von 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten gerade einmal die Inflationsrate aus“, kommentiert die Landesvorsitzende Martina Borgendale die Einigung. „Wir erwarten daher eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung der Tarifergebnisse auf die Beamt:innen. Die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), dies erst mit einem halben Jahr Verzögerung – zusätzlich zu den fünf ‚Leermonaten‘ von November 2025 bis März 2026 – tun zu wollen, ist ein Schlag ins Gesicht der verbeamteten Kolleg:innen, die den Laden trotz Personalmangels und beschlossener Stellenkürzungen am Laufen halten“, so Borgendale.
Die Bildungsgewerkschaft zeigt sich ebenfalls enttäuscht darüber, dass für die 300.000 studentischen Beschäftigten kein eigener Tarifvertrag, sondern lediglich eine Erhöhung der Mindeststundenentgelte mit den Arbeitgebern vereinbart werden konnte. „So werden es weiterhin Tausende studentische Beschäftigte mit prekären Arbeitsverhältnissen schwer haben, durchs Studium zu kommen“, mahnt Hilger Uhlenbrock, Mitglied im Landesvorstand für Tariffragen und sozialpädagogische Berufe. Er beklagt außerdem, dass es für die Kolleg:innen im Sozial- und Erziehungsdienst keine ausreichenden Lohnerhöhungen geben wird. „Die Nichtgewährung von Regenerationstagen und Umwandlungstagen führt dazu, dass sich der Abstand auf die Kolleg:innen im TVöD weiterhin erhöht und somit die Konkurrenzsituation weiter verschärft wird“, so Uhlenbrock.
16.2.2026
GEW Bayern
www.gew-bayern.de
→ siehe auch: GEW: „Länder-Beschäftigte erhalten 5,8 Prozent mehr Gehalt in drei Schritten“