Unterricht beginnt in der Tiefschlafphase der Kinder
Bericht: GEW Baden-Württemberg
Die GEW begrüßt die Vorschläge des Landes für sichere Schulwege. Kritisch sieht die Bildungsgewerkschaft den frühen Unterrichtsbeginn, der auch eine Folge der Sparpolitik der vergangen Jahrzehnte sei.
Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Vorschläge für sichere Schulwege. Der frühe Unterrichtsbeginn an den 4.500 Schulen in Baden-Württemberg sei auch eine Folge der Sparpolitik der vergangenen Jahrzehnte.
„Ein flexibler und späterer Unterrichtsbeginn scheitert an vielen Orten in Baden-Württemberg daran, dass die Schulträger nicht bereit sind, einen zweiten Schulbus zu bezahlen. Und Schüler*innen müssen um 7:50 Uhr komplizierte Matheaufgaben lösen, weil Baden-Württemberg zu den bundesweiten Schlusslichtern beim Ganztagsausbau gehört und mehrere Landesregierungen nicht bereit waren, ausreichend in gute Bildung zu investieren. Ich wünsche mir für die nächste Wahlperiode mehr gute Ganztagsschulen, in denen ausgeschlafene Kinder in den Klassenzimmern lernen“, sagte Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg, in Stuttgart.
Wissenschaftler*innen haben bereits seit Jahrzehnten die Erfahrungen vieler Lehrer*innen bestätigt, dass zum Unterrichtsbeginn oft nur schwer sinnvolles Lernen möglich ist.
3.2.2026
GEW Baden-Württemberg
www.gew-bw.de