Aus der Geschichte lernen oder warum es sinnvoll ist, auf „Trojanische Pferde“ nicht hereinzufallen

         Ein Essay zur verfahrenen historischen Lage unserer Zeit

    von Jürgen Scherer*

Barbara Tuchman war eine USamerikanische Historikerin, die vor etwa 40 Jahren ein bahnbrechendes Buch mit dem ins deutsche übersetzten Titel „Die Torheit der Regierenden. Von Troja bis Vietnam“ verfasst hat, in welchem sie beispielhaft darlegt, wie, warum und mit welchen nicht selten desaströsen Folgen es geschehen kann, dass Regierende, an den Interessen ihres Landes und deren Bevölkerung „vorbeiregieren“. Sie war überzeugt davon, dass aus der Geschichte gelernt werden kann.

Was aber, wenn die, die es angeht, gar nicht aus der Geschichte lernen wollen, weil sie auf bornierte Art und Weise meinen, sie wüssten schon genug, um richtig handeln zu können oder einem Machtrausch verfallen, der sie blind für die Vergangenheit werden lässt,  oder ihr Handeln dazu dienlich ist, ihre „ererbten“ Probleme per eben diesem Machtgebaren auszuleben?

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*Jürgen Scherer ist ehemaliger Lehrer für Geschichte und Politik an einer hessischen Gesamtschule und GEW-Mitglied. Er schrieb früher für das Magazin Auswege, jetzt für das GEW-MAGAZIN.