Wie „Autobahnen“ im Gehirn kleinen Kindern bei der Pluralbildung helfen
Bericht: Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig
Haben Sie schon einmal beobachtet, wie ein Kind stolz verkündet: „Guck mal, zwei Hünde!“ oder „Das sind aber viele Stuhle!“? Was für uns Erwachsene amüsant klingt, zeigt deutlich, wie schwierig die Bildung des Plurals noch für ein dreijähriges Kind ist. Das Kind hat nämlich bereits verstanden, dass es eine Regel gibt (zum Beispiel wird aus „Hund“ durch das Anhängen eines „e“ die Mehrzahl „Hunde“, verwendet aber noch zusätzlich einen Umlaut ähnlich wie bei dem Plural „Hände“) und man nicht einfach nur ein neues Wort lernt. Denn „Hünde“ wird das Kind bisher bestimmt noch nicht gehört haben, es wendet die Pluralregel nur noch nicht ganz richtig an.
Cheslie C. Klein, Philipp Berger, Charlotte Grosse Wiesmann und Angela D. Friederici vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) haben nun in einer Studie untersucht, wie eng die Reifung der Nervenbahnen im Gehirn mit der Fähigkeit der Kinder zusammenhängt, den Plural von Wörtern zu bilden. … weiter
Quelle:
www.cbs.mpg.de