06. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für SPD fordert “Masterplan Schulsanierung” · Kategorien: Arbeitsplatz · Tags:

bayernspd-landtag-logoAntwort auf SPD-Anfrage offenbart: Staatsregierung hat keine Ahnung, welche Schulen in welchem Umfang saniert werden müssen

Mitteilung: BayernSPD Landtagsfraktion

Die Bayerische Staatsregierung weiß nicht, wie viele Schulen in Bayern in welchem Umfang sanierungsbedürftig sind. Das zeigt die Antwort auf eine Anfrage der SPD-Abgeordneten Ruth Müller. “Es gibt einen massiven Sanierungsstau bei den Schulgebäuden – überall in Bayern. Die Staatsregierung will davon aber nichts wissen und agiert nach dem Motto: ‘Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß’. Ein unmögliches Verhalten, schließlich hat die CSU-Regierung das Thema Bildung zu einem der Schwerpunkte ihrer Arbeit erklärt.”

Zwar seien die Kommunen für die Instandhaltung der Schulgebäude zuständig, erklärt Müller. Trotz Förderprogramme, hätten diese aber oftmals nicht genug Geld, um die erforderlichen Baumaßnahmen umzusetzen. “Die Leidtragenden sind Schüler und Lehrer, die manchmal sogar in Containern untergebracht werden müssen. Bei den Temperaturen im Moment, ist das sicherlich nicht gerade ideal.”

“Wir brauchen einen ‘Masterplan Schulsanierung’ in dem sich die Staatregierung verpflichtet, die Kommunen besser zu unterstützen”, unterstreicht die SPD-Politikerin. “Dafür muss aber erst mal bekannt sein, wie hoch der Sanierungsbedarf landesweit überhaupt ist. Ich fordere die Staatsregierung auf, eine umfangreiche und detaillierte Erhebung zu machen und das Thema schnell und wirkungsvoll anzugehen!”

PM v. 5.12.2016
BayernSPD Landtagsfraktion
bayernspd-landtag.de

12. September 2016 · Kommentare deaktiviert für Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Ausbildungsstart · Kategorien: Arbeitsplatz · Tags: , , , ,

Zur Information für Lehrkräfte

dgb.gifMitteilung: DGB Bundesvorstand

Für zahlreiche Jugendliche hat das neue Ausbildungsjahr schon am 1. August angefangen, für andere beginnt der Start in einen neuen Lebensabschnitt in den kommenden Wochen. Gerade am Anfang stellen sich viele Fragen: Was ist beim Ausbildungsvertrag zu beachten? Wer regelt, wann und wo ich arbeiten muss? Muss ich wirklich Überstunden machen? Und was ist, wenn es einfach nicht passt – kann ich dann den Ausbildungsplatz wechseln?

Die DGB-Jugend hat seit über zehn Jahren ein kostenloses Online-Beratungsangebot: Dr. Azubi. Auf www.dr-azubi.de können Auszubildende anonym Fragen stellen und erhalten dann innerhalb kurzer Zeit eine kompetente Antwort. “Es empfiehlt sich, gleich von Beginn an seine Rechte und Pflichten zu kennen. Wir wollen die Jugendlichen dabei unterstützen”, sagt Florian Haggenmiller, DGB-Bundesjugendsekretär. Auch in diesem Jahr wird die DGB-Jugend bundesweit im Rahmen der “Berufsschultour” an Berufsschulen unterwegs sein und Auszubildende direkt über ihre Rechte und Pflichten informieren. “Als Gewerkschaftsjugend sind wir die Experten für alle Fragen rund um die Ausbildung. Für bessere Ausbildungsbedingungen sind wir Ansprechpartner”, so Haggenmiller.

Als Orientierung hat Dr. Azubi die häufigsten Fragen in einem Katalog unter www.jugend.dgb.de zusammengefasst und beantwortet. Darüber hinaus sind individuelle Fragen willkommen. Im vergangenen Jahr haben rund 7.000 Auszubildende Rat bei Dr.Azubi gesucht und sich über ihre Rechte informiert.

 

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick: Weiterlesen »

29. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für Migrant*innen dürfen auch in der Schule nicht Spielball finanzpolitischer Interessen sein · Kategorien: Arbeitsplatz, Sozial- und Bildungspolitik, Unterricht und Erziehung · Tags: , ,

Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern zu den Haushaltsberatungen der Staatsregierung

Mitteilung: GEW Bayern

Im laufenden Schuljahr 2015/16 gab es viel zu wenig Plätze für Sprachanfänger*innen an Grund- und Mittelschulen in Bayern. Der Grund: Die Staatsregierung hat über Jahre hinweg deutlich zu wenig Planstellen für Lehrkräfte geschaffen und damit gut ausgebildete Lehrkräfte nicht eingestellt. Kinder und Jugendliche, die neu nach Deutschland kommen, brauchen die Chance, zwei Jahre verlässlich in einer Klassengemeinschaft unterrichtet und gefördert zu werden. Für viele Schüler*innen ist die Übergangsklasse der erste stabile Anlaufpunkt in einer sonst völlig neuen Umgebung. Dies ist in der Regel der Ort, an dem Sprachprobleme keine große Rolle spielen und an dem die ungewohnten Erfahrungen ausgetauscht werden können. Weiterlesen »

19. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für SPD: In Bayern fallen jährlich sechs Millionen Unterrichtsstunden aus · Kategorien: Arbeitsplatz, Sozial- und Bildungspolitik

bayernspd-landtag-logoFaktionschef Rinderspacher: “Tiefer Krater in der Bildungslandschaft” – Bildungssprecher Güll: Staat spart auf Kosten von Kindern und Lehrern

Mitteilung: SPD Bayern Landtagsfraktion

Die SPD-Landtagsfraktion kritisiert den hohen Unterrichtsausfall an bayerischen Schulen. Wie die Antwort auf eine SPD-Anfrage ergeben hat, fielen im Schuljahr 2014/15 an allen Schularten etwa acht Prozent des Unterrichts aus, das entspricht 165.423 Unterrichtsstunden pro Woche oder rund sechs Millionen Stunden im Jahr. “Ich finde diese Antwort erschreckend. Der Unterrichtsausfall ist wie ein tiefer Krater in der Bildungslandschaft”, erklärte Fraktionschef Markus Rinderspacher heute (15. Juni) beim SPD-Pressestammtisch im Bayerischen Landtag. Durch in erheblichem Maß nicht gehaltenen Unterricht würden den Kindern Bildungs- und Aufstiegschancen genommen, ihre Förderung bleibe auf der Strecke, bedauerte der SPD-Fraktionschef.

Der SPD-Bildungssprecher Martin Güll sieht die Qualität der Unterrichtsversorgung in Bayern massiv beeinträchtigt. Er kritisierte beim Pressestammtisch, dass 3,5 Millionen Stunden von Lehrern zusätzlich zum eigenen Unterricht vertreten werden. “Die Staatsregierung spart auf Kosten der Schüler und Lehrkräfte. Die Gesundheit unserer Lehrer und Lehrerinnen leidet unter der dauernden Mehrarbeit”, erklärte der Vorsitzende des Bildungsausschusses. Weiterlesen »

23. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Arbeits- und Gesundheitsschutz – nicht für LehrerInnen in Bayern? · Kategorien: Arbeitsplatz, Termine & Aktionen · Tags:

GEW-Logo_2015_55Eine Informationsveranstaltung mit Johannes Schiller

… für Kolleginnen und Kollegen aus allen Schularten

Der Referent: Johannes Schiller (Studienrat FÖS) ist Personalratsvorsitzender des Personalrats für die Förderschulen in Mittelfranken und Mitglied im Hauptpersonalrat, Gruppe der Lehrer an Förderschulen und Schulen für Kranke. Er ist außerdem aktiv in der GEW-Fachgruppe Sonderpädagogische Berufe Mittelfranken.

Johannes Schiller informiert uns

  • über die gesetzlichen Grundlagen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und die daraus resultierenden Verpflichtungen für die Schulen.
  • über die Wirklichkeit an Schulen: Das Arbeitssicherheits- und das Arbeitsschutzgesetz gilt faktisch an Schulen nicht. Es gibt z.B. keine Betriebsärzte, keine Fachkräfte für Arbeitssicherheit und keine Gefährdungsbeurteilungen, die diese Bezeichnung verdienen.
  • darüber, dass alle gesetzlichen Verpflichtungen den SchulleiterInnen aufgehalst werden, die dafür nicht ausgebildet sind und keine Ressourcen dafür zur Verfügung gestellt bekommen.
  • darüber, was Lehrkräfte und die GEW für eine Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes tun können.

Wann: Donnerstag, 2.6.2016

Um: 19.30 Uhr – 21 Uhr

Wo: Ansbach umgedacht e.V., Kronenstr. 2, 91522 Ansbach

Eintritt: frei

Parkmöglichkeiten: Rezatparkplatz oder Reitbahn

Wegbeschreibung: Vom Stadthaus (Rathaus) Ansbach in Richtung Schloss laufen; nach der Gumbertuskirche (links liegend) rechts in die Kronenstraße abbiegen. Nach ca. 20 m befindet sich rechts der Laden von »Ansbach umgedacht«.

Fortbildungsbescheinigung wird ausgestellt!

Download Einladungsflugblatt mit Anfahrtskizze

04. April 2016 · Kommentare deaktiviert für Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern · Kategorien: Arbeitsplatz, Sozial- und Bildungspolitik · Tags:

Das Kumi hat eine Kurzfassung des Lehrerbedarfs als pdf-Datei herausgebracht.

Wie sieht der Bedarf bis 2030 an GS/MS, an RS und FöS und an Gymnasien aus?

Download der Lehrerbedarfsprognose (pdf-Datei, Kurzfassung)

21. Dezember 2015 · Kommentare deaktiviert für Frauen und Teilzeit-Lehrkräfte bei Dienstlichen Beurteilungen benachteiligt? · Kategorien: Arbeitsplatz · Tags:

gruene.jpgMitteilung: Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

Frauen und Teilzeitlehrkräfte erhalten in allen bayerischen Schultypen deutlich schlechtere Dienstliche Beurteilungen als Männer und Vollzeitkräfte. Das wird aus der Antwort des CSU-Kulturministeriums auf eine Anfrage des bildungspolitischen Sprechers der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, deutlich. Gegenüber einer vorausgegangenen Anfrage aus dem Jahr 2011 hat sich das Bewertungsbild bei Frauen sogar noch ein wenig verschlechtert. Weiterlesen »

13. September 2015 · Kommentare deaktiviert für GEW Bayern zum Schuljahresbeginn: 2200 neue Stellen sind notwendig · Kategorien: Arbeitsplatz, Sozial- und Bildungspolitik · Tags: ,

GEW-Logo_2015_55Prekäre Beschäftigung an Schulen muss beendet werden

Mitteilung: GEW Bayern

Die wirklich ausreichende Personalausstattung der Schulen ist die drängendste Frage für die aktuelle Bildungspolitik in Bayern. Zum  Schuljahresbeginn wird gerne alles auf diese Frage zugespitzt:
Sind die Schulen gut gerüstet? Vor allem: Gibt es dort ausreichend viele Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen?
Über diese entscheidende Fragestellung hinaus müssen aber nach Auffassung der GEW die Frage nach der Bildungsgerechtigkeit (hohe soziale Selektivität) und die deutlichen Probleme des zergliederten Schulsystems in Bayern (z. B. der Übertrittsdruck an den Grundschulen) größere Aufmerksamkeit erfahren.

 

„Nur mit deutlich mehr Pädagog*innen kann die Arbeit an den Schulen mit allen bereits bestehenden Aufgaben gut laufen“, sagte Elke Hahn, Geschäftsführerin der GEW Bayern, am Freitag in München. Nur so könne es auf den „Baustellen“ Inklusion, Ganztag, Schulplätze für Flüchtlinge, individuelle Förderung, Senkung der Klassengrößen, grundlegende Neuausrichtung des bayerischen Gymnasiums und Erhalt von Schulen auf dem Land wirklich vorangehen. 

Die riesige personelle Lücke  an den bayerischen Schulen war schon lange da, bevor die Zuwanderung aus Bürgerkriegsgebieten den aktuellen Anstieg erreichte. Doch jetzt gilt umso mehr: Die Flickschusterei in der bisherigen CSU-Schulpolitik muss ein Ende finden. Die dazu notwendige finanz- und bildungspolitische Neuorientierung sollte gleich jetzt im Herbst bei den Beratungen zum Nachtragshaushalt 2016 beginnen. Als einen ersten Schritt fordert die GEW Bayern die Schaffung von mindestens 2200 zusätzlichen Planstellen bis 2018. Es müssen Mittel für rund 1000 neue Stellen als Sofortprogramm für Flüchtlinge an Berufsschulen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sind bereits für eine minimale Weiterentwicklung von gebundenen Ganztagsklassen, Inklusion und individueller Förderung mindestens 1200 neue Stellen nötig. 

Angesichts des hohen pädagogischen Bedarfs an Lehrkräften ist die hohe Arbeitslosigkeit von jungen Lehrer*innen ein Skandal.  Nur drei Prozent der erfolgreich ausgebildeten jungen Realschullehrkräfte hat der Freistaat aktuell eine feste Stelle angeboten, von den jungen gymnasialen Deutschlehrer*innen nur einem Prozent! Allerdings sei es nicht damit getan, nur befristete Verträge und halbe Stellen zu vergeben, sagt Bernhard Baudler, bei der GEW Bayern zuständig für öffentliche Schulen: „Die befristeten Verträge machen den jungen Kolleg*innen fast jede Lebensplanung unmöglich. Prekäre Beschäftigung an den Schulen des Freistaats, auch über externe Träger, darf es nicht weiter geben.“

Bayern hatte zuletzt Rekordsteuereinnahmen, mit einer Zunahme um 24 Prozent. Das Geld wäre da. Es ist klar, dass hier in Zukunft laufend größere Beträge notwendig sind. Das Bildungssystem in Bayern ist chronisch unterfinanziert. Wie diese Ausgaben gegenfinanziert werden können, hat die GEW in einem detaillierten Steuerkonzept dargelegt. 

Die GEW lehnt alle Überlegungen für die Aussetzung der Schul- oder Berufsschulpflicht für Flüchtlinge entschieden ab. Im Gegenteil: Schulbesuch muss allen schulpflichtigen Flüchtlingen ermöglicht werden. Die nach Auffassung der GEW rechtswidrige Praxis der „Befreiung“ von Flüchtlingen von der Berufsschulpflicht ist zu beenden. Nach ihren eigenen Angaben stellte die Staatsregierung im Juli 2015 weniger als 25 Prozent der berufsschulpflichtigen Flüchtlinge einen Schulplatz zur Verfügung.

PM Nr. 14 v. 11.9.2015
Elke Hahn
GEW Bayern
www.gew-bayern.de
Hervorhebungen: Redaktion GEW AN