14. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Erster Armutsbericht der Stadt Ansbach liegt vor · Kategorien: Daten und Fakten · Tags:

von Boris-André Meyer, Stadtrat (Offene Linke Ansbach)

Der auf Antrag der Offenen Linken von der Hochschule Ansbach in Kooperation mit der Stadt erarbeitet erste Armutsbericht liegt vor. Die insgesamt sechs Projektgruppen der Hochschule haben dabei hervorragende Arbeit geleistet, so dass auf der Grundlage von gut 6.500 Personendaten erstmals ein umfassender und repräsentativer Blick auf die soziale Lage in Ansbach möglich ist. Aus dem Projekt Armutsbericht werden zudem sieben Bachelor-Arbeiten hervorgehen.

Zwischenpräsentation des Ersten Armutsberichts der Stadt Ansbach

Der erfolgreiche Antrag der Offenen Linken sorgt somit auch dafür, dass StudentInnen die Situation der sozialen Schieflage in unserer Gesellschaft in ihr Wirtschaftsstudium einfließen lassen können. Die ausgewerteten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Annähernd jedeR fünfte AnsbacherIn ist von Armut bedroht. Im Vergleich zum Bundes-(15,6%) und Bayern-Durchnitt (13,8%) ein sehr hoher Wert. Als Armutsgrenze legten die Projektgruppen dabei den allgemein gültigen Wert der OECD von weniger als 60% des Durchschnittseinkommens zugrunde. Das entspricht 930 Euro für Einpersonen-Haushalte bzw. für eine sechsköpfige Familie gut 1.900 Euro. Erschreckend ist insbesondere die Armutsgeährdung von Alleinerziehenden (55,1%) und kinderreichen Familien (37 bzw. 62%).

Ein Hauptgrund für die Armut in Ansbach erkannte das Projekt-Team der Hochschule und den Professoren Dr.Hedderich und Dr.Kiel in dem ausufernden Niedriglohnsektor in unserer Stadt, der mit 22,3% aller Beschäftigungsverhältnisse den viertschlechtesten Wert im Freistaat einnimmt. Gerade die Rolle Ansbachs als "Bundeshauptstadt der Leiharbeit" mit kanpp 10% Zeitarbeitsverhältnissen an allen Arbeitsplätzen befeuere die Lohnspirale nach unten. Bezeichnend für dieses Lohn-Dumping ist auch die Tatsache, dass 38% der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger einer Arbeit in Vollzeit nachgehen(zum Vergleich: bayernweit lediglich 28%). Das Phänomen "arm trotz Arbeit" ist in Ansbach ein besonders ausgeprägtes Problem. Die Kommune muss aufgrund der Lohndrückerei nämlich monatlich über 300.000 Euro an sog. "Aufstockerleistungen" nach dem SGB II aus dem Stadtsäckel bezahlen.

Für die Offene Linke wird der Armutsbericht eine weitere Grundlage bedeuten, für ein soziales und gerechtes Ansbach einzutreten. Wir dürfen nicht locker lassen in unseren Bemühungen, allen BürgerInnen den Zugang zum gesellschaftlichen Leben, wie Kultur, Sport oder Mobilität zu garantieren. Die Forderung nach Sozialtarifen ist nach Präsentation des Armutsberichts aktueller denn je!

21. November 2011 · Kommentare deaktiviert für Für ein familienfreundliches Ansbach – Gebührenfreie Kindergärten als Ziel · Kategorien: Daten und Fakten · Tags: ,

Eltern sollen um 500.000 Euro entlastet werden – Erwerb und Abbruch "Grauer Wolf" beantragt – Sanierung Jugendzentrum im Fokus

Mitteilung: Offene Linke Ansbach

Mit dem Schwerpunkt auf Bildung, Soziales und Innenstadtentwicklung geht die Offene Linke in die diesjährigen Haushaltsberatungen: "Unser Ziel ist ein kinder- und familienfreundliches Ansbach. Mit dem Weg Richtung gebührenfreie Bildung für 3-6jährige würde unsere Stadt Maßstäbe für eine moderne Sozial- und Bevölkerungspolitik in Bayern setzen." … weiter

Quelle: PM v. 9.11.2011 – Boris-André Meyer, Stadtrat, Offene Linke Ansbach

04. Oktober 2011 · Kommentare deaktiviert für Schulleiters Freud und Leid · Kategorien: Daten und Fakten · Tags:

Mitteilung: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Von oben verordnete Reformen an Schulen sorgen häufig für Ärger. Wie Bayerns Schulleiter auf die jüngste Reform im Volksschulbereich reagiert haben, hat Frank Hörner in seiner Doktorarbeit am Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Würzburg untersucht. Das Ergebnis fällt zweischneidig aus. … weiter

04. August 2011 · Kommentare deaktiviert für Unterrichtspflichtzeiten GS/HS/MS · Kategorien: Daten und Fakten

Es taucht in den Kollegien immer wieder die Frage auf, wieviel Bayerns HS- und GS-Lehrkräfte im nächsten Schuljahr eigentlich arbeiten müssen – nämlich alle zwei Jahre eine Stunde mehr bzw. weniger.

Die folgende Übersicht bringt den Durchblick: Download Unterrichtspflichtzeiten GS/HS

04. Juli 2011 · Kommentare deaktiviert für Ergebnisse Personalratswahlen 2011 · Kategorien: Daten und Fakten · Tags:

Hier werden in der nächsten Zeit die Ergebnisse der mittelfränkischen PR-Wahlen 2011 veröffentlicht (ohne Gewähr und vorläufig):

Hauptpersonalrat Bayern gesamt:

Download der Stimmen- und Sitzverteilung

 

Grund- und Hauptschulen

Örtlicher Personalrat Ansbach Land

BLLV: 3.584 Stimmen (77,78%) – 7 Sitze + 2 Sitze Angestellte

GEW: 1024 Stimmen (22,22%) – 2 Sitze

Neu ist, dass die GEW einen Sitz hinzugewonnen hat und jetzt auf 2 Sitze kommt.

Gewählt für die GEW:
1. Josef Allabar
2. Günther Schmidt-Falck

 

Örtlicher Personalrat Ansbach Stadt

BLLV: 343 Stimmen (62,71 %) – 4 Sitze + 1 Sitz Angestellte

GEW: 204 Stimmen (37,29 %) – 2 Sitze

Die GEW hat trotz eines hohen Stimmenanteils 1 Sitz verloren – vermutlich wg. Angestelltensitz

Gewählt für die GEW:
1. Angelika Simak
2. Ulrike Dumler

 

Örtlicher Personalrat Erlangen Stadt

BLLV: 2.822 Stimmen (69,47%) – 7 Sitze + 1 Sitz Angestellte

KEG: 797 Stimmen (19,62 %) – 2 Sitze

GEW: 443 Stimmen (10,91 %) – 1 Sitz

Gewählt für die GEW:
Georg Frisch

 

Örtlicher Personalrat Erlangen-Höchstadt

BLLV: 2192 Stimmen – 7 Sitze + 1 Sitz Angestellte

GEW: 571 Stimmen – 1 Sitz

Gewählt für die GEW:
Annelie Prestin-Beck

 

Örtlicher Personalrat Fürth

GEW: 4 Sitze + 1 Sitz Angestellte

BLLV: 4 Sitze

Gew hat damit die Mehrheit

 

Örtlicher Personalrat Nürnberg

BLLV: 8 416 Stimmen (74,29%) – 10 Sitze

GEW: 2913 Stimmen (25,71%) – 3 Sitze

Gewählt für die GEW:
1. Werner Reichel
2. Christina Leppert
3. Stefan   Merten

 

Örtlicher Personalrat Nürnberger Land

BLLV: 9 Sitze (davon 5 RektorInnen)

GEW: 2 Sitze

 

Bezirkspersonalrat Mfr. HS/HS/MS

BLLV:  28.565 Stimmen – 7 Sitze

GEW: 8.906 Stimmen – 2 Sitze

KEG: 0

Gewählt für die GEW:
1. Ruth Brenner
2. Henricke Schneider-Petri

 

Hauptpersonalrat Bayern für GS/HS/MS

BLLV: 72,6 % – Sitze: 8

GEW: 16,7 % – Sitze: 1

KEG: 10,7 – Sitze: 1

Gewählt für die GEW:
Gele Neubäcker (Volksschulen)

 

Förderschulen

Förderschulen im Bezirk Mittelfranken

GEW:  51,8% – 5 Sitze

BLLV: 48,2%. – 5 Sitze

 

Fachoberschulen/Berufsoberschulen/Gymnasien

 

FOS/BOS Triesdorf

In den örtlichen Personalrat der Fach- und Berufsoberschule Triesdorf ist ein Kollege der GEW gewählt worden.

Eine Überraschung war die (örtliche) Wahl zum Hauptpersonalrat (berufliche Schulen):

VLB 2 Stimmen
GEW 28 Stimmen (entspricht ca 93%)

 

Stufenpersonalrat SchA der Stadt Nürnberg

= Personalvertretung der acht allgemeinbildenden Schulen der Stadt Nürnberg – zwei Realschulen, drei Gymnasien, zwei Schulen, die Gymnasium und Realschule unter einem Dach haben, samt gemeinsamer Schulleitung und gemeinsamem Lehrerkollegium, und zudem ein Kolleg: insgesamt knapp 700 Beschäftigte.

Gruppe Beamte:
GEW: 64 %. 3 Sitze von 5 bei den Beamten:
Gewählt für die GEW:
Karin Schneeberger
Andre Sammann (neu, vom Labenwolf-Gymnasium)
Burkhard Preiß

Gruppe Arbeitnehmer:
Es kandidierte nur die GEW-Liste, BPV/BRLV ist diesmal nicht angetreten.
Gewählt für die GEW:
Für die beiden Arbeitnehmervertreterinnen:
Gabi Strohmeyer
Ingrid Säckel.

Endergebnis: Insgesamt 5 Sitze für die GEW von 7

 

 

 

 

 

27. Juni 2011 · Kommentare deaktiviert für Bafög-Antrag bayernweit online stellen · Kategorien: Daten und Fakten, Dies und Das - kurz notiert, Gehalt - Rente - Tarif, Studium und Referendariat · Tags:

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und die bayerischen Studentenwerke bieten nun die Möglichkeit, den Bafög-Antrag bayernweit und für die Förderung eines Auslandsstudiums in Liechtenstein oder in der Schweiz online zu stellen.

Hier geht's lang zum Bafög-Antrag: https://www.bafoeg-bayern.de

23. Dezember 2010 · Kommentare deaktiviert für Rücknahme  der  Arbeitszeiterhöhung  für  Beamtinnen · Kategorien: Arbeitsplatz, Daten und Fakten · Tags:

Die SPD-Landtagsfraktion hatte am 7.10.2010 eine "Schriftliche Anfrage" (durch den Abgeordneten Stefan Schuster) an die Staatsregierung gestellt. Thema: Rücknahme  der  Arbeitszeiterhöhung  für  Beamtinnen und Beamte

Hier der Anfragetext:

Ich frage die Staatsregierung:

1. a) Wie hoch war die Anzahl der Planstellen, die durch die Arbeitszeitverlängerung geplant war, einzuziehen (bitte nach Einzelplänen getrennt aufführen)?

b)  Wie hoch war die Anzahl der Planstellen, die tatsäch­lich  eingezogen  wurden  (bitte  nach  Einzelplänen  ge­trennt aufführen)?

2.     Beabsichtigt die Staatsregierung exakt die Anzahl der Planstellen,  die  tatsächlich  eingezogen  worden  sind, wieder für die Einzelpläne zur Verfügung zu stellen?

►Hier ist die Antwort der Staatsregierung

28. Oktober 2010 · Kommentare deaktiviert für Anfrage an das Staatsministerium: Finanzierung der neuen Beförderungsämter · Kategorien: Daten und Fakten · Tags:

gsf – Im Juni 2010 bat die GEW Ansbach über die GEW WUG Christa Naaß (SPD), MdL, eine Anfrage wegen der Finanzierung der neuen Beförderungsämter im Grund-, Haupt-, Förder- und Realschulbereich an das Staatsministerium für Unterricht und Kultus zu stellen. Christa Naaß hat am 7.9.2010 die Anfrage gestellt. Wir bedanken uns recht herzlich an dieser Stelle.

Das Staatsministerium hat geantwortet. Die Lesekost ist zwar etwas trocken,  aber die Zahlen geben Auskunft über die Größenordnung der Beförderungen. Interessant ist auch, welchen Stellenwert die Beförderungen von RektorInnen und KonrektorInnen im Vergleich mit den Beförderungen der Lehrkräfte haben.

Anfrage von Christa Naaß lesen

Antwort des Staatsministeriums lesen