29. November 2014 · Kommentare deaktiviert für „Inklusive Missverständnisse“? Eine Replik von Hans Wocken · Kategorien: Meinungen und Kommentare, Unterricht und Erziehung · Tags: ,

Am 21.10.2014 verfasste Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, in der Süddeutschen Zeitung einen Gastbeitrag zum Thema Inklusion:

Inklusive Missverständnisse

Das Gesetz zur schulischen Inklusion behinderter Kinder basiert auf Übersetzungs- und Denkfehlern. Wenn Förderschulen abgeschafft werden, überfordert das Kinder und Lehrer. Und es spart kein Geld. Den Gastbeitrag lesen


► ► ► Prof. Hans Wocken verfasste daraufhin eine Replik zu Specks Beitrag, die am 28.11.2014 im Magazin Auswege-Perspektiven für den Erziehungsalltag erschien.

Aufgrund der bedeutsamen "Richtigstellung von Falschmeldungen über Inklusion" durch die Replik von Hans Wocken verlinken wir hier direkt zum Magazin Auswege:

„Inklusive Missverständnisse“? Eine Replik von Hans Wocken
Einspruch gegen Falschmeldungen über Inklusion

… Erst in jüngster Zeit machen sich erste Stimmen aus dem Lager der Inklusionskritik bemerkbar, die die Behindertenrechtskonvention abzuschwächen suchen und für konservative, bestandswahrende Zwecke in Dienst nehmen möchten. Ein wenig rühmliches Beispiel dieses Genres ist der Beitrag „Inklusive Missverständnisse“, verfasst von Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München … Hans Wockens Replik lesen (geringfügig überarbeitete Fassung v. 6.12.2014)

10. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Schuldrama II. Teil: Brandbrief der Schulräte und Mittelschulen im Minus · Kategorien: Bildung und Soziales, Meinungen und Kommentare · Tags:

gsf – Bayerische Schulräte haben dem Kultusministerium einen Brandbrief geschrieben. Nach der Kündigung der Rektorin Andrea Schöffel aus dem Landkreis Augsburg (Die GEW Ansbach berichtete samt eines Kommentars von Heinz Kreiselmeyer)  fangen jetzt auch noch bayerische Schulräte das Mosern an. Die Süddeutsche Zeitung Online titelte am 10.8.2012 :

Hilferuf der Schulräte

4300 zusätzliche Schüler, aber zu wenig Lehrkräfte: Der Lehrermangel an den bayerischen Grund- und Mittelschulen wird ab Herbst groß. Schulräte schlagen mit einem Brief Alarm an Kultusminister Spaenle: Der Unterricht sei nur noch mit Mühe sicherzustellen. Den ganzen Artikel in der SZ lesen

 

Heinz Kreiselmeyer kommentiert die Vorgänge erneut:

Klassenbildung – Es ginge auch anders

Nach 26-jähriger Tätigkeit in der bayerischen Schulaufsicht stelle ich fest, dass sich im Blick auf die sich immer wieder jährenden administrativen Unzulänglichkeiten bei der Klassenbildung an unseren Schulen nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Seit Jahrzehnten fehlen Lehrer und Stunden, profilbildenden Projekten droht das Aus. Sie werden häufig zu Reformruinen.  Lehrer, Schulleiter und Schulräte schlagen Alarm – inzwischen öffentlich.

Seit Jahrzehnten das gleiche Bild: Planlosigkeit, Unsicherheit, Hilflosigkeit, Wut.  Die Verantwortlichen scheinen aus den sich jährlich wiederholenden desaströsen Zuständen nichts gelernt zu haben. Dabei ginge es doch auch anders.

Warum ist es nicht möglich, frage ich mich, die Personalplanung für das kommende Schuljahr am Ende eines Schuljahres nahezu abzuschließen?  Prüfungstermine lassen sich ändern!

Warum ist eine einigermaßen professionelle Personalplanung nicht möglich? EDV-Systeme lassen sich kompatibel gestalten!

Warum können erfolgreiche Schulprogramme nicht weitergeführt werden?  Schulprogramme müssen verlässlich sein können und haben als „Markenzeichen“ einer Schule  Vorrang zu genießen!

Voller Erschütterung und voller Hochachtung zugleich las ich das Interview mit der mutigen Rektorin Andrea Schöffel (SZ v. 7.8.2012 „Ich kann unter diesen Bedingungen die Schule nicht leiten“). Ihrer zentralen Aussage, wonach sie ihre Schule nicht mehr so leiten kann, dass es Kindern, Lehrern und ihr dabei gut geht, sollten sich möglichst viele Menschen, die mit Schule zu tun haben, stellen. Endlich!

 

Die Hintergründe des bayerischen Desasters werden teilweise in einer Presseerklärung v. 8.8.2012 des BSV ( Bayerischer Schulleitungsverband) erläutert:

Mittelschulen im Minus

Ab September 2010 wurden aus den vielgeschmähten Hauptschulen die neu strukturierten „Mittelschulen“ und diese in Mittelschul-Verbünden zusammengefasst. Die Werbung im Ministerium für die neugestaltete „Mittelschule“ war vorweg sehr groß. Die neue Gestaltungsfreiheit innerhalb der Verbünde ließ hoffen. Das neue Mittelschulkonzept erwies sich 2010/11 als neues bayerisches Erfolgsmodell mit großem Zulauf.

Zwar war die bayerische Mittelschule 2010 als Löwe losgesprungen, ist inzwischen aber als Bettvorleger gelandet: Durch Fehl-Prognosen unterschätzte man im Kultusministerium die Schülerzahl für 2012/13 um deutlich mehr als 3.000 Schüler!

Diese höhere Schülerzahl bestätigt zwar das Erfolgsrezept der neuen Mittelschule. Aber dies ergibt nun einen Fehlbedarf von über 6.000 Lehrerstunden im Vergleich mit den Zahlen, die den Mittelschulen noch im Mai in Aussicht gestellt worden waren. Damit fehlen über 200 Lehrkräfte!

Nur noch Pflichtunterricht in übergroßen schwierigen Klassen, kaum noch Differenzierung oder individuelle Förderung – so fällt das Ministerium durch massive Fehlkalkulation der frisch gestarteten Mittelschule in den Rücken.   

Nach Abschluss des Nachtragshaushalts im Juli besteht weder für das Finanz- noch das Kultusministerium die Möglichkeit, zusätzlich die fehlenden Stellen zu genehmigen.

Gleichzeitig erhalten die Gymnasien zur Befriedung beim G8 250 Lehrerstellen, die nun den Mittelschulen zum Erhalt ihres gerade neu geschaffenen Profils so dringend fehlen.

Mittelschulen im Minus, am Limit ihrer überlasteten Lehrkräfte und Schulleitung, sind nicht die Melkkühe für das Ministerium, um angesehenere Schularten zu stützen. Sie brauchen die nötigen Stunden sowie genügend gut ausgebildete und motivierte Lehrkräfte, um auch Mittelschule zu einem Erfolgsweg werden zu lassen für gute Fachleute in Handwerk, Industrie und Dienstleistung! 

Quelle: PM v. 8.8.2012 – BSV -Bayerischer Schulleitungsverband – www.bsv-bayern.info

14. Februar 2012 · Kommentare deaktiviert für SPD stellt erstes pädagogisches Konzept für Gemeinschaftsschule vor · Kategorien: Bildung und Soziales, Meinungen und Kommentare · Tags:

Bildungssprecher Güll: Kinder müssen auch ohne krank machenden Leistungsdruck erfolgreich sein können

Mitteilung: SPD Landtagsfraktion Bayern

Keine Einsortierung von Kindern in Schubladen nach der Grundschule, kein krank machender Leistungsdruck und ein Ende des Schulsterbens: Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte der bildungspolitische Sprecher der BayernSPD-Landtagsfraktion Martin Güll am 13. Februar das erste Konzept einer Gemeinschaftsschule vor – einer Schule, in dem Kinder alle gemeinsam, aber ihren persönlichen Leistungen entsprechend lernen können.

Die Eckpunkte des Konzepts sind: … weiter

Quelle: PM v. 13.2.2012
Carolin Arns
Pressereferentin
BayernSPD-Landtagsfraktion
www.bayernspd-landtag.d
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05. Februar 2012 · Kommentare deaktiviert für Und tschüs, “Tschüs”! · Kategorien: Meinungen und Kommentare, Unterricht und Erziehung

Den nachfolgenden Artikel haben wir in der taz gefunden. Es gibt also nichts, was es nicht gibt. In Bayern ist das auf jeden Fall so. Wir dokumentieren sprachlos und bedanken uns bei der taz aus Berlin:

Schule in Bayern

Über ein “Grüß Gott” freut man sich an einer bayerischen Schule. Über ein “Tschüs” hingegen nicht. Die Rektorin hat ihre  Einrichtung zur “tschüssfreien Zone” erklärt. Den ganzen Artikel lesen

18. Januar 2012 · Kommentare deaktiviert für Schweigen im Schulhaus · Kategorien: Bildung und Soziales, Meinungen und Kommentare · Tags:

Bayern hält an der Hauptschule fest

eine Rortage in der taz

Die eine Schule ist gut ausgestattet und gut besucht, die andere kriegt trotz guter Ausstattung keine Klassen zustande. Das bayerische Hauptschulkonzept geht nicht auf. von Marlene HalserDen ganzen Artikel lesen

03. März 2011 · Kommentare deaktiviert für Offener Brief wegen Sarrazin-Einladung · Kategorien: Meinungen und Kommentare, Was sonst noch wichtig ist ... · Tags:

Mitteilung: Bündnis 90/ Die Grünen LV Bayern/ Claudia Roth und Dieter Janecek

In einem offenen Brief an die Evangelische Akademie Tutzing kritisieren die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Claudia Roth und der bayerische Landesvorsitzende Dieter Janecek die Einladung von Thilo Sarrazin zu einer Tagung des Politischen Clubs. … weiter

Quelle: PM vom 3.3.2011 – Bündnis 90/Die Grünen LV Bayern

vgl. auch den Beitrag: Ehemaliger Bundesminister Eichel (SPD) lädt Sarrazin ein

24. Februar 2011 · Kommentare deaktiviert für Ehemaliger Bundesminister Eichel (SPD) lädt Sarrazin ein · Kategorien: Meinungen und Kommentare, Was sonst noch wichtig ist ... · Tags:

Nach einer Andacht um 8.00 Uhr in der Schlosskapelle Tutzing referiert Sarrazin am 19. März 2011 um 9.00 Uhr in der Evangelischen Akademie unter dem Titel “Muslime: Bereichern sie Deutschland oder schaffen sie es ab?”.

Mitteilung: LINKE LV Bayern

„Allein der Titel ist reißerisch und gänzlich unseriös. Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun.“ so der Landessprecher der Linken Xaver Merk. „Erneut wird Herrn Sarrazin die politische Bühne bereitet und dies vom Leiter des politischen Clubs der Evangelischen Akademie, dem SPD- Mitglied Hans Eichel.“

„Darüber hinaus hat die Bundeszentrale für Politische Bildung für die Veranstaltung, die zu einem erheblichen Teil aus Kirchensteuermitteln bezahlt wird, einen Zuschuss in Aussicht gestellt. Es ist unfassbar, dass ausgerechnet Herr Sarrazin, dessen Thesen allenfalls zu einer vergiftenden Zwietracht säenden Atmosphäre beitragen, weiterhin so viel Unterstützung erfährt. Es gibt sehr viele intelligente Menschen in Deutschland, die man in Sachen Islam befragen und zu Wort kommen lassen kann.” sagt die Landessprecherin Eva Mendl. “Wir haben es nicht vergessen, dass es vor allem die Hartz IV- EmpfängerInnen und deren Kinder sind, so wie überhaupt Menschen, die auf der Verlierer-Seite in dieser Gesellschaft stehen, die von Sarrazin schon öfters diffamiert wurden.“ meint Xaver Merk.

Das bayerische Hochschulwesen präsentiert sich mehr und mehr als Unwesen. Erst werden fragwürdige Summa-cum-laude-Titel vergeben, daran im Anschluss werden Verdienstorden an dessen verleihende Professoren verliehen. Und jetzt wird ein Herr Sarrazin ernsthaft in den wissenschaftlichen Diskurs eingebunden. Eine Wissenschaft und Politik  im Dienste der Menschheit ist das nicht.

Pressemitteilung v. 24.2.2011
Eva Mendl, Landessprecherin
Xaver Merk, Landessprecher
Die LINKE, Landesverband Bayern

21. September 2010 · Kommentare deaktiviert für SPD-Landtagsfraktion stellt Projekt für regionale Gemeinschaftsschule vor · Kategorien: Meinungen und Kommentare · Tags:

Startschuss für die Entwicklung eines Referenzmodells " in den oberbayerischen Gemeinden Denkendorf und Kipfenberg. Martin Güll: Die Alternative zur Mittelschule

Bericht: SPD-Landtagsfraktion

Die SPD-Landtagsfraktion macht ernst mit der Entwicklung eines Alternativmodells zur bayerischen Mittelschule. Darin sollen Kinder von der 4. bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet und individuell gefördert werden. Der SPD-Bildungspolitiker Martin Güll hat das Projekt für eine regionale Gemeinschaftsschule vor der Presse im Bayerischen Landtag vorgestellt. Güll ist es gelungen, den in Deutschland derzeit renommiertesten Schulentwickler, Dr. Ernst Rösner, an Bord zu holen. … weiter

Quelle: PM v. 20.9.2010 SPD Landtagsfraktion

gsf -Das Lesen lohnt sich. Ein durchdachtes Alternativkonzept.