20. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Gefährdung des professionellen sonderpädagogischen Schulbetriebes – Wir wollen etwas ändern! · Kategorien: Aktionen & Termine, Arbeitsplatz, Körper und Seele, Recht und Unrecht · Tags: , , ,

An einem mittelfränkischen Förderzentrum haben sich mehrere KollegInnen zusammengetan, um ihre Überlastung aufgrund ihrer momentanen Arbeitsbedingungen öffentlich zu machen und Verbesserungen an den Schulen zu erreichen. Der Aufruf soll bayernweit gelten.

Die Erklärung der mittelfränkischen KollegInnen und ihr Brief an die Regierung von Mittelfranken:

Lieber Kollege/ liebe Kollegin!

Haben Sie schon einmal überlegt, was Sie angesichts Ihrer momentanen Arbeitsbedingungen tun können?

Unser Vorschlag: Schreiben Sie zusammen mit Ihren KollegInnen einen Brief an die Regierung! Im Anhang finden Sie eine Vorlage, die Sie so oder für Ihre Schule abgeändert verwenden können.

Ziel ist es, dass von möglichst vielen Schulen möglichst viele KollegInnen an die für sie zuständige Regierung schreiben, um eine bayernweite Wirkung und eine mittel- oder langfristige Arbeitsverbesserung zu erzielen.

Dabei sollen nicht einfach Ressourcen von einer Schule an die andere verschoben werden, sondern allgemeine Verbesserungen erreicht werden. Uns ist es wichtig, dass nicht nur von Schulleitungen oder Gewerkschaften die Probleme an den Schulen geschildert werden, sondern gerade von den KollegInnen, die tagtäglich damit konfrontiert sind.

Hintergrund
An einem mittelfränkischen Förderzentrum haben sich mehrere KollegInnen entschieden, nicht nur zu jammern, sondern angesichts einer Unmenge an Aufgaben etwas zu unternehmen und ein Signal nach außen zu setzen, dass wir unter diesen Umständen nicht zufriedenstellend und professionell arbeiten können.

Zunächst entstand der Gedanke, individuelle Überlastungsanzeigen zu stellen mit dem Ziel einer Entlastung und Abgabe der Verantwortung für Fehler, die aus der Überlastungssituation resultieren. Grundlage hierfür: Gemäß den §§ 15 bis 17 des Arbeitsschutzgesetzes sind Beschäftigte verpflichtet, dem Arbeitgeber unmittelbare erhebliche Gefahren anzuzeigen, die die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sowie aller davon Betroffenen gefährden. Sie sind berechtigt, dem Arbeitgeber Vorschläge zu allen Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes zu machen.

Dagegen sprechen jedoch drei Argumente:

  • Wir wurden von Vertreterinnen der Berufsverbände gewarnt, dass sich eine Überlastungsanzeige auf die dienstliche Beurteilung auswirken könnte (mangelnde Belastbarkeit). Dies wäre zwar nicht zulässig, es wäre aber auch nicht nachweisbar, ob die dienstliche Beurteilung aufgrund der Überlastungsanzeige oder aus anderen Gründen schlechter ausfiele.
  • Man hat uns gesagt, das Arbeitsschutzgesetz sei bei Beamten nur bedingt anwendbar.
  • Es handelt sich eigentlich nicht um eine Überlastung aufgrund von individuellen Persönlichkeitsmerkmalen, sondern aufgrund von strukturellen Gegebenheiten, die von uns nicht beeinflussbar sind.

Aufgrund dessen entwarfen wir diesen Brief, der aufzeigt, dass der professionelle sonderpädagogische Betrieb unter den gegebenen Bedingungen gefährdet ist. Hier kann eine Unterschriftenliste von KollegInnen beigefügt werden, so dass nicht der/die Einzelne in der alleinigen Verantwortung steht.

Es ist zwar kein rechtlich gültiges Instrument, aber wir hoffen, dass wir dadurch auf unsere Situation aufmerksam machen können und – sicher nicht von heute auf morgen, aber auf längere Sicht – Veränderungen bewirken werden.

Auch wenn Sie selber keinen Handlungsbedarf sehen, verbreiten Sie bitte diesen Brief weiter!

Rückmeldungen, ob Sie oder Ihr Kollegium sich grundsätzlich vorstellen können, sich an dieser Aktion zu beteiligen, bitte, wenn möglich, bis Mittwoch, 21.6. 2017 an uns. (Hierzu besteht natürlich keinerlei Verpflichtung!)

Mailadresse für die Rückmeldung: SchuleimAufbruch [klammeraffe] web.de

Wir haben diese E-Mail-Adresse eingerichtet

  • für etwaige Rückfragen,
  • für eine Vernetzung der Aktionen,
  • für eine Planung der weiteren Schritte,
  • für einen Austausch der Reaktionen.

Wir werden alle Rückmeldungen vertraulich behandeln und nicht weitergeben. Natürlich freuen wir uns auch über spätere Rückmeldungen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre KollegInnen


Download des Briefes an die Regierung im docx-Format (MS-Office) oder im odt-Format (LibreOffice)

02. März 2017 · Kommentare deaktiviert für GEW solidarisiert sich mit entlassenen Hochschulprofessor*innen und Lehrkräften in der Türkei · Kategorien: Recht und Unrecht

Bildungsgewerkschaft kritisiert fehlende Rechtsstaatlichkeit und sieht inzwischen das Bildungswesen gefährdet

Mitteilung: GEW Bayern

Die GEW empört sich über die 10.000-fachen Entlassungen von Lehrer*innen und Hochschullehrkräften seit dem Putschversuch in der Türkei im vergangenen Jahr. Die Entlassungswelle im türkischen Bildungswesen gefährde nach Einschätzung der Gewerkschaft mittlerweile den regulären Schulunterricht sowie einen ordentlichen Hochschulbetrieb. In einem von ihr jetzt veröffentlichten Aufruf schreibt sie: „Wie KollegInnen aus der Türkei berichten, basieren diese Entlassungen auf Verdacht und Intrigen. Es liege kein gerichtlicher Beschluss für die Entlassungen vor. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen und müssten selber beweisen, dass sie unschuldig sind; ob sie überhaupt bei den zuständigen Instanzen Gehör finden, sei ungewiss. Das widerspricht allen rechtsstaatlichen Prinzipien.“ Inzwischen haben bereits einige Uniprofessor*innen, darunter auch mehrere aus München, den Aufruf unterzeichnet. Weiterlesen »

28. Januar 2017 · Kommentare deaktiviert für Teilzeit ist Teilzeit – nicht nur bei der Zahl der Unterrichtsstunden! · Kategorien: Arbeitsplatz, Recht und Unrecht

Personalnachrichten der GEW Ansbach

Die Personalnachrichten der GEW Ansbach für alle Lehrkräfte und ErzieherInnen als Infoblatt – auch außerhalb Ansbachs -, zum Ausdrucken und Behalten für sich oder zum Weiterverteilen – per Mail oder als Kopie. 

Und darum geht’s:

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

falls Sie sich entschieden haben, (wieder) einen Antrag auf Ermäßigung der wöchentlichen Arbeitszeit zu stellen, dann möchten wir Sie auf eine neue Rechtslage hinweisen. Diese betrifft nicht die aktuellen Einschränkungen des Art. 88 BayBG durch das Schreiben des KM vom 14.12.16, sondern die Klarstellungen durch das höchste deutsche Verwaltungsgericht.

Ganz gleich, ob Sie TZ-Möglichkeiten nach Art. 88 (Antrags-TZ), Art. 89 (familienpolitische TZ) oder Art. 91 BayBG (Altersteilzeit) nutzen, nehmen Sie für die Kürzung der Unterrichtsverpflichtung bekanntlich erhebliche finanzielle Einbußen und Kürzungen Ihrer ersorgungsansprüche in Kauf.

Download der Ausgabe als pdf-Datei

15. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert: Zumindest die Abschiebung von SchülerInnen nach Afghanistan und in den Irak sofort stoppen! · Kategorien: Aktionen & Termine, Meinungen und Kommentare, Recht und Unrecht

Ausbildung und Schule müssen Vorrang haben

Mitteilung: GEW Bayern

Gestern, am 14. 12. abends begann das Bundesinnenministerium mit Zuarbeit der bayerischen Staatsregierung mit der ersten von mehreren Sammel-Deportationen in das Kriegsgebiet Afghanistan. Unter den betroffenen Flüchtlingen sind auch ausbildungswillige junge Menschen, die das Recht auf den Besuch der Berufsschule in Bayern besitzen. Die Bildungsgewerkschaft GEW Bayern verurteilt diesen Bruch der Genfer Flüchtlingskonvention und geltender Gesetze zum Menschenrecht auf Bildung. „Wir fordern von Bundes- und Landesregierung den sofortigen Stopp dieser illegalen Abschiebungen“, erklärte heute der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn in München. Die Verhinderung von Ausbildungs- und Arbeitserlaubnissen nach der Anordnung des bayerischen Innenministers vom 1. September widerspreche dem Bundesintegrationsgesetz, so Salzbrunn weiter. Es häuften sich jetzt Meldungen, dass Berufsschüler*innen, die aus Afghanistan oder Irak stammen, aus panischer Angst vor drohender Abschiebung entweder nicht mehr zum Lernen fähig seien oder untergetaucht seien. Ebenso werde von Suizidversuchen betroffener junger Menschen berichtet. Weiterlesen »

14. Dezember 2016 · Kommentare deaktiviert für Medikamentengabe durch Lehrkräfte · Kategorien: Arbeitsplatz, Recht und Unrecht · Tags:

Personalnachrichten der GEW Ansbach

Die Personalnachrichten der GEW Ansbach für alle Lehrkräfte und ErzieherInnen als Infoblatt – auch außerhalb Ansbachs -, zum Ausdrucken und Behalten für sich oder zum Weiterverteilen – per Mail oder als Kopie. 

Und darum geht’s:

Man kennt das: Ein Schüler muss in der Schule ein wichtiges Medikament einnehmen, sonst wird der Schultag ungemütlich, ein anderer soll einfach nur zuverlässig an die Einnahme seiner Pillen erinnert werden und wieder ein anderer braucht zeitgenau seine Insulinspritze. Mittlerweile Alltag an unseren Schulen – aber:

Muss ich als Lehrkraft dies alles auch noch übernehmen? Was ist, wenn mir dabei ein Fehler unterläuft? …

Download der Ausgabe als pdf-Datei

09. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Keine Abschiebung von Familie T. aus Manching! Gegen rechtsfreie Räume! · Kategorien: Politik und Gesellschaft, Recht und Unrecht · Tags: ,

Thomas Nowotny, Kinder- und Jugendarzt, hat für die Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte eine Petition gestartet. Diese Petition richtet sich an die Bayerische Staatskanzlei, Ministerpräsident Horst Seehofer:

Unter Missachtung des Grundgesetzes und internationalen Rechts werden in Bayern schwerkranke Menschen abgeschoben. Wir wenden uns aufs Schärfste gegen diese Rechtsverletzung. Deswegen bitten die erstunterzeichnenden Ärztinnen und Ärzte alle mündigen Bürger um ihre Unterstützung für unsere Petition an Ministerpräsident Horst Seehofer.

Die Forderungen lauten:

Wir fordern die Einhaltung europäischen Rechts in unserem Land wie auch in ganz Europa. Wir fordern, dass die Menschenrechte von der Regierung respektiert werden!

Wir fordern einen sofortigen Abschiebestopp für schwer kranke und traumatisierte Flüchtlinge. Keine Abschiebung von Familie T.!

Wir fordern die sofortige Schließung der Abschiebelager in Manching und Bamberg, in denen gänzlich unschuldige Menschen in Not kaserniert werden! Bis zur Schließung müssen diese ausreichend betreut werden.

zur Begründung der Petition und zum Unterschreiben

 

30. März 2016 · Kommentare deaktiviert für … zum Entwurf eines bayerischen sogenannten Integrationsgesetzes · Kategorien: Bildung und Soziales, Recht und Unrecht · Tags: ,

Bernhard Baudler von der GEW Bayern kritisierte bei der Kundgebung in München “Lauter sein gegen Rassismus” am 21.3.2016 den Entwurf des Bayerischen Integrationsgesetzes:

http://www.youtube.com/watch?v=3N0elqOxBPo


Siehe auch den Artikel auf der Seite der GEW Ansbach “Redebeiträge anlässlich der Aktion „LAUTER sein gegen Rassismus“ in Ansbach – 21.3.2016

06. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund – erfolgreicher Mittelschulabschluss · Kategorien: Daten und Fakten, Recht und Unrecht · Tags: ,

Im Vorgriff auf die nächste Änderung der Mittelschulordnung (MSO) gibt es im Schuljahr 2015/16 in Bayern die Möglichkeit, einen theorieentlasteten erfolgreichen Mittelschulabschluss in Übergangsklassen durchzuführen. Es gelten die Regelungen für den Erwerb des erfolgreichen Abschlusses der Praxisklasse (vgl. § 57 MSO).
Quelle: KMS Bayern v. 5.10.2015

Bestandteile der theorieentlasteten Abschlussprüfung in Praxisklassen, jetzt auch für Übergangsklassen:

  • Deutsch, schriftlich (75 Min.) und mündlich (15 Min.)
  • Mathematik schriftlich (60 Min.)
  • Fächerverbund Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT), Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde (GSE) und Physik/Chemie/Biologie (PCB) schriftlich (45 Min., umfasst alle drei Fächer)
  • Projektprüfung aus AWT. Zeitumfang: Die Projektdauer sollte angemessen sein, z.B. 3 Tage plus ein Präsentationstag
  • Alle Prüfungsaufgaben werden von der Schule gestellt.
  • Zum Bestehen braucht es die Durchschnittsnote 4,0 oder besser
  • Das Bewertungsverhältnis von Deutsch schriftlich und mündlich ist nicht vorgegeben. Sinnvoll ist die Aufteilung wie im Quali: Bewertungsfaktor schriftlich zu mündlich wie 2:1. Die Deutsch-Gesamtnote fließt dann in die Durchschnittsnote ein.
  • Berechnung: D, M, Fächerverbund zählen je einfach, die Projektprüfung doppelt. Teiler: 5!
  • Der Jahresfortgang bleibt unberücksichtigt.
  • Über die bestandene Abschlussprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt.

Quelle: §57 MSO v. 4.3.2013, verändert


Download Zeugnisformular für den erfolgreichen Mittelschulabschluss in Übergangsklassen / Praxisklassen
Eigenentwurf. Die Bezeichnung “Praxisklasse” kann im Formular gegen “Übergangsklasse” getauscht werden. Bitte die aktuelle Gültigkeit des Formulars prüfen. Das Formular wird nicht mehr überarbeitet.
Die Datei liegt im OpenDocument Format vor (*.odt). Sie kann ab MS Office 2010, mit OpenOffice oder mit LibreOffice geöffnet werden. Wir empfehlen LibreOffice. Kostenloser Download hier!

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