Philosoph Reder warnt vor negativen Seiten der Corona-Solidarität

Bericht: Hochschule für Philosophie München

Der Münchner Philosoph Michael Reder warnt vor den negativen Seiten der aktuellen Corona-Solidarität. „Trotz allem Positiven, das mit der aktuellen Welle der Solidarität verbunden ist, reproduziert und verstärkt dieses Handeln auch alt bekannte Strukturen sozialer Ungleichheit“, betont der Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Völkerverständigung an der Hochschule für Philosophie München. „Wir müssen aufpassen, dass uns das Betonen von Solidarität nicht blind für diese Entwicklungen macht“, sagt er. Aktuell forscht Reder im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts zu „Praktiken der Solidarität“. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.hfph.de

“Ungleichheit wirkte an Schulen vor der Krise”

Ulrike Baureithel schrieb in der Ausgabe 17/2020 der Wochenzeitung “der Freitag”  über den Zustand der staatlichen Schulen und stellt fest, dass sich einem marode Zustände eröffnen, bei den Toiletten angefangen, über Baumängel bis hin zum Lehrermangel. Die Autorin vergleicht private Schulen und (staatliche) “Brennpunktschulen” und diskutiert über die Wiederöffnung von Kitas und Schulen:

Ungleichheit wirkte an Schulen vor der Krise
Coronakrise Privatschulen bleiben auch digital fortschrittlich, während „Brennpunktschulen“ nicht nur hinterherhinken, sondern zur gesundheitlichen Bedrohung werden. Den ganzen Artikel lesen

GEW, VBE und BER: „Wirksamer Gesundheits- und Infektionsschutz Leitlinie für schrittweise Öffnung der Schulen

Organisationen appellieren gemeinsam an Bildungsminister

„Der Gesundheits- und Infektionsschutz der Lehrenden und der Lernenden muss im Zentrum aller Entscheidungen stehen, wenn die Schulen wieder schrittweise öffnen.“ Diesen Appell richteten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Verband Bildung und Erziehung (VBE), die beiden größten Lehrkräftegewerkschaften in Deutschland, gemeinsam mit dem Bundeselternrat (BER) an alle Bildungsministerinnen und Bildungsminister im Vorfeld ihrer Abstimmungen am heutigen Montag. Statt eines Wettbewerbs, wer zuerst öffnet, müssten die Vorschläge des Robert-Koch-Instituts (RKI) den verbindlichen Rahmen setzen. Die Schulen bräuchten einen klaren Rahmen, innerhalb dessen nach den Möglichkeiten vor Ort entschieden werde. Dafür seien die Expertise der Beschäftigten und die Interessen der Eltern einzubeziehen. Vor Ort müsse eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen werden. Vor der Öffnung müssten Gesundheitsschutz, Pädagogik und Organisation des Schulweges abgestimmt werden. Weiterlesen

„Gesundheitsschutz first!“

Bildungsgewerkschaft GEW: Schrittweise Öffnung von Kitas und Schulen nur möglich, wenn wirksamer Infektionsschutz gesichert ist

Mitteilung: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stellt fest, dass bei der Diskussion über eine mögliche Öffnung der Schulen und Kitas „auf Sicht gefahren“ werden müsse – mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie und die Einschätzung der Situation durch medizinische Experten. Grundsätzlich hält die Bildungsgewerkschaft eine schrittweise Öffnung der Einrichtungen für möglich. „Einen Kaltstart von Null auf Hundert nach den Osterferien darf es nicht geben. Damit die Arbeit in Schulen und Kitas wieder Stück für Stück in Gang kommen kann, muss ein Bündel von Bedingungen erfüllt sein: Dabei spielt der Gesundheitsschutz der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler die zentrale Rolle“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in Frankfurt a.M. Wie eine Öffnung erfolgen könne, hängt auch von den Gegebenheiten vor Ort ab.     Weiterlesen

Corona und Kinderbetreuung: Türen auch für Alleinerziehende öffnen

Notfallbetreuung zulassen. Bentele: „Zeigen wir uns solidarisch mit Single-Eltern“

Statement: Sozialverband VdK

Viele Alleinerziehende stehen in der Corona-Krise vor einem Problem: Sie müssen arbeiten, dürfen ihre Kinder aber nicht in die Kita bringen. Auch Kinder, die bei getrennt lebenden Eltern aufwachsen, müssen zu Hause betreut werden. Der Sozialverband VdK Deutschland appelliert an die Politik, mehr Notfallbetreuung in den Kitas zuzulassen. Die VdK-Präsidentin Verena Bentele dazu: Weiterlesen

Suchtkranke Menschen in Zeiten von Corona nicht vergessen

Stellungnahme: DIE LINKE. Bayern

Angesichts der Corona-Krise weist Bezirksrat Frederik Hintermayr (DIE LINKE) auf die besondere Situation von suchtkranken Menschen hin. Für sie sei die aktuelle Situation dramatisch.

“Trotz Coronavirus müssen und werden sich suchtkranke Menschen mit illegalisierten Drogen versorgen. Diese Menschen müssen besonders geschützt werden, denn durch die meist langjährige Drogenabhängigkeit sind sie gesundheitlich beeinträchtigt und damit Hochrisikopatient*innen. Hier muss es in enger Zusammenarbeit mit den Drogenhilfen zu einem praktikablen Vorgehen kommen, um die Situation schnell und unbürokratisch zu lösen“, so Hintermayr.

Auch die Situation der zahlreichen Menschen, die substituiert werden, müsse betrachtet werden. Hintermayr:

„Ein großer Teil der Patient*innnen muss dafür jeden Tag die Arztpraxis aufsuchen. Der tägliche Gang zur Arztpraxis stellt ein großes Risiko für eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus dar. Wir brauchen unverzüglich eine Ausweitung der Take-Home Vergabe auf alle Substitutionspatient*innen. So können Substitutionsmedikamente für mehrere Tage ausgegeben und damit die Arztbesuche drastisch reduziert werden. Zusätzlich ist eine wohnortnahe Versorgung über Apotheken und Drogenhilfeeinrichtungen angebracht, und es muss die Versorgung von sich in Quarantäne befindenden Personen gewährleistet sein.“


30.3.2020
DIE LINKE. Bayern
www.die-linke-bayern.de

Prüfungen im Schulbereich: Vernunft und Augenmaß sind angebracht!

Mitteilung: GEW Bayern

In den Schulen stehen gerade in den Monaten April bis Juli viele Prüfungen an: von den Lehramtsprüfungen der Referendar*innen über das Abitur und die Mittleren Bildungsabschlüsse bis zu den Übertrittszeugnissen. Die Bildungsgewerkschaft GEW plädiert dafür, dass die verantwortlichen Stellen gerade jetzt in der Corona-Krise besondere Regelungen finden und so handeln, dass niemand benachteiligt wird. Weiterlesen

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