Bildungsgewerkschaft GEW zur Videoschalte der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder

GEW: „Kein ‚Weiter so!‘ – endlich Tempo machen“

Frankfurt a.M. – Mit Blick auf die Ergebnisse der Videoschalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) klargestellt, dass es für Schulen und Kitas angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen ein „Weiter so!“ nicht geben darf. Wenn offene Schulen und Kitas höchste Priorität aus sozialen Gründen haben sollen, müssten Lehrkräfte und Erzieherinnen besonders geschützt werden. Die Beschäftigten setzten ihre Gesundheit ein, um dieses Ziel zu erreichen. Weiterlesen

Staatsregierung proklamiert: Bildung wird zur Nebensache – es geht nur noch um Betreuung! GEW übt scharfe Kritik.

Stellungnahme: GEW Bayern 

Jetzt ist es offiziell und jeder kann sich den O-Ton des Ministerpräsidenten anhören. In der Pressekonferenz am 27. 10. 2020 betont Herr Söder, dass Kitas und Schulen – trotz rasant steigender Infektionszahlen – unbedingt offen bleiben müssen. Bildung und Förderung von Kindern und Jugendlichen, gutes Geleiten durch die Pandemie – das hat die Staatsregierung dabei nicht mehr im Blick. Betreuung hat Priorität – und die kann notfalls auch in Turnhallen stattfinden, so Herr Söder.
Um was es dabei eigentlich geht, auch daraus macht der Regierungschef keinen Hehl mehr. Söder wörtlich: „Schule und Kita hat ja den Sinn und Zweck, die Wirtschaft am Laufen zu lassen. Wenn Eltern keine Betreuung haben, gibt es keine Wirtschaft.” Weiterlesen

“Fehlt nur noch, dass das Kultusministerium jeder Lehrkraft täglich einen Apfel spendiert”

Auf dem Blog von Joscha Falck hat Florian Kohl (Sonderpädagoge und GEW-Personalrat für Förderschulen und Schulen für Kranke bei der Regierung von Mittelfranken), einen Artikel über das Lehrer*innenleben in Corona-Zeiten, über stümperhafte Hygienestandards und fehlende Konzepte seitens des Kultusministeriums in Bayern verfasst. Wir wollen allen Leser*innen diesen treffenden Kommentar nicht vorenthalten – eine “Realsatire”:   

Fehlt nur noch, dass das Kultusministerium jeder Lehrkraft täglich einen Apfel spendiert
 
Ein Gastkommentar zur aktuellen Lage an Schulen. Von Florian Kohl

Gewerkschaften und Lehrer*innenverbände verwenden in diesen Tagen ein starkes Wort: Sie diagnostizieren einen Notstand an bundesdeutschen Schulen. Es fehle hinten und vorne an Personal, Lehrkräfte müssen unter krankmachenden Bedingungen arbeiten und die Chance einer umfassenden Digitalisierung wurde wieder einmal versäumt. Schulen sind am Limit und können den aktuellen Herausforderungen steigender Infektionszahlen nicht adäquat begegnen. Den ganzen Text lesen

GEW Bayern fordert sofortige Halbierung der Klassengrößen

GEW Bayern fordert sofortige Halbierung der Klassengrößen

Mitteilung: GEW Bayern

Aufgrund der aktuellen Situation fordert die Bildungsgewerkschaft GEW die Einhaltung des Rahmenhygieneplans. Damit einher geht die sofortige Halbierung der Klassengrößen an den Schulen in Bayern, um das Infektionsrisiko für alle Beteiligten zu reduzieren! Gesundheitsschutz geht vor!

Die Corona-Fallzahlen steigen scheinbar unaufhörlich. In Bayern liegt der Inzidenzwert in immer mehr Landkreisen und Städten über 50. Laut RKI liegt selbst der Durchschnittswert für ganz Bayern bei 50,9 (Stand 20.10.2020). Dennoch läuft an den meisten Schulen weiterhin der sog. „Normalbetrieb”. Weiterlesen

GEW: „Forschungsfreiheit auch in Europa schützen“

Bildungsgewerkschaft zur „Bonner Erklärung“ der europäischen Forschungsministerinnen und -minister

Stellungnahme: GEW

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die „Bonner Erklärung zur Forschungsfreiheit“ der europäischen Forschungsministerinnen und -minister begrüßt, aber zugleich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Wissenschaftsfreiheit in der Europäischen Union angemahnt. „Ich freue mich über das klare Bekenntnis der Ministerinnen und Minister zur Forschungsfreiheit sowie über die Solidarität, die sie gegenüber Forscherinnen und Forschern, deren Grundrechte verletzt wurden, ausdrücken. Ebenso wichtig ist es aber, dass sich die europäischen Regierungen und die Europäische Kommission mit Angriffen auf die Wissenschaftsfreiheit auseinandersetzen, die sich mitten im Europäischen Forschungsraum abspielen“, sagte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und Vorstandsmitglied für Hochschule und Forschung, am Mittwoch in Frankfurt am Main. Weiterlesen

GEW: „Enttäuschendes Ergebnis“

Bildungsgewerkschaft zum KMK-Umgang mit der Covid-19-Pandemie

Mitteilung: GEW

Frankfurt a.M. – Als „enttäuschend“ bezeichnete die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Ergebnisse der Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) zum Thema „Umgang mit der Covid-19-Pandemie“ am Freitag.

„Die KMK hat nichts Neues entwickelt. Sie verharrt in Unverbindlichkeiten. Der Flickenteppich bleibt. Die Länder machen, was sie wollen, es gibt kein einheitliches und verbindliches Agieren. Das führt an den Schulen zu Verunsicherung und uneinheitlichen Lösungen“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe in Frankfurt a.M.Als grundsätzlich hilfreich bewertete sie die von KMK und Bundesumweltamt gemeinsam vorgestellte Handreichung zum Thema „Lüften“. Ungeklärt sei jedoch weiterhin die Frage der Luftfilter und wie Schüler und Lehrkräfte geschützt werden können, die beim Lüften im kalten Zug stehen. „Generell gilt jedoch: Lüften kann nur eine zusätzliche Maßnahme sein“, betonte Tepe. Entscheidend sei weiterhin, die Hygieneregeln und das gesellschaftlich geltende Abstandsgebot einzuhalten.

Die GEW-Vorsitzende begrüßte die Absage der KMK an den Vorstoß einiger CDU-Politiker, die Winterferien zu verlängern und die Sommerferien zu verkürzen: „Es ist absolut richtig, dass die KMK diesen unsäglichen Vorschlag aufs Abstellgleis geschoben hat.“


16.10.2020
Ulf Rödde
Pressesprecher
GEW-Hauptvorstand
www.gew.de

 

„Schwarzer Tag für die Bildung: KMK macht Rolle rückwärts“

Bildungsgewerkschaft GEW zur Sitzung der Kultusministerkonferenz

Stellungnahme: GEW

Frankfurt a. M. – Als „einen schwarzen Tag für die Bildung“ hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK) vom Donnerstag bezeichnet. „Mit der Ländervereinbarung macht die KMK eine große Rolle rückwärts“, stellte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in Frankfurt a.M. fest. „‘Historisch‘, wie KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) das Papier bezeichnete, ist es nur in dem Sinn, dass es den Status quo einer Bildungspolitik der 1950er-Jahre West festschreibt: Prüfungen werden zentralisiert und normiert, Qualität soll über noch mehr Tests und Bildungsstandards gesichert und veraltete Pädagogik jetzt auch digital betrieben werden. Von der Inklusion, dem gemeinsamen Lernen aller Kinder und Jugendlichen verabschiedet sich die KMK weitgehend. Interesse zeigt sie nur am Gymnasium, Gesamt- und Gemeinschaftsschulen tauchen nicht mehr auf.“ Weiterlesen

“Illegale Feiern: Warum die Jungen es trotzdem tun”

Am 12.10.2020 wurde ein Interview von Alisha Mendgen mit dem Sozialpsychologen Stefan Pfattheicher in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht, in dem die Hintergründe der illegalen Partys beleuchtet wurden. Sehr aufschlussreich: 

Illegale Feiern: Warum die Jungen es trotzdem tun

Polizisten haben es in letzter Zeit immer wieder mit illegalen Partys zu tun. Der Sozialpsychologe Stefan Pfattheicher über Jugendliche, die trotz Corona feiern.  Das ganze Interview lesen

 

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