Digitalisierung von Schulen: Bund und Länder einig über den Digitalpakt 2.0
Fünf Milliarden Euro für die Bildungsmodernisierung bis 2030
Bericht: Kultusministerkonferenz
Die Bildungsminister der 16 Länder und Bundesbildungsministerin Karin Prien haben sich im Rahmen der Bildungsministerkonferenz in Berlin auf den Digitalpakt 2.0 geeinigt. Der Digitalpakt 2.0 investiert in fünf Jahren insgesamt 5 Milliarden Euro bundesweit – je zur Hälfte finanziert durch Bund und Länder. Der Bund stellt 2,5 Milliarden Euro größtenteils aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereit, die Länder erbringen einen gleichwertigen Anteil. Damit knüpft der Digitalpakt 2.0 an den vorherigen Digitalpakt Schule (2019 bis 24) an. Neu: Der Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger ist deutlich reduziert und Bürokratie wurde abgebaut. Weiterlesen
Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt die im Koalitionsvertrag angekündigte Fortsetzung des Digitalpakts. „Bei der geplanten Gesamthöhe der Digitalpaktmittel und dem Verteilungsschlüssel muss jedoch dringend nachjustiert werden“, sagte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, am Donnerstag in Frankfurt a.M. mit Blick auf die Bildungsministerkonferenz. „Die dringend notwendigen Investitionen an Schulen müssen jetzt so schnell wie möglich festgezurrt werden, damit Schulen ihre Planungen fortsetzen können.“ Bensinger-Stolze befürwortete auch den angestrebten Ausbau der Administration, die Verlängerung des Abrechnungszeitraums für bereits begonnene länderübergreifende Maßnahmen sowie die Ausstattung bedürftiger Kinder mit Endgeräten.