Nicht an den Kleinsten sparen! Bundesschülerkonferenz stellt sich gegen KiKa-Abschaltung
Stellungnahme: Bundesschülerkonferenz
Der Plan des neuen Reformstaatsvertrages, KiKa aus dem linearen Fernsehen auszulagern, ist nicht hinnehmbar. KiKa muss weiterhin als frei empfangbarer linearer Fernsehsender bestehen bleiben. Die geplanten Änderungen im Reformstaatsvertrag nehmen unseren jungen Schüler*innen eine zentrale Bildungs- und Informationsquelle.
• KiKa ist nicht nur Pittiplatsch und der Sandmann. Für viele Kinder und Schüler*innen stellt der Fernsehsender eine wichtige Informationsquelle dar. Wissenssendungen und Programme wie LOGO! sind einzigartige Chancen, kindergerecht Nachrichten zu vermitteln. Um hierfür eine niederschwellige Zugänglichkeit zu gewährleisten, soll der Empfang im linearen Fernsehen sowie über digitale Kanäle auch zukünftig verfügbar sein.
„Für viele Familien ist KiKa der einfachste Zugang zu Medien, Wissen und politischer Orientierung, und zwar unabhängig von Einkommen oder Internetanbindung.“ – Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz
• Die geplante Auslagerung ignoriert, dass immer noch zahlreiche Haushalte keinen stabilen Internetzugang oder passende Geräte besitzen. Wenn hier gekürzt wird, trifft es wieder die ohne Lobby, die Kleinsten der Gesellschaft.
Insbesondere im Hinblick auf das Erstarken des Rechtsextremismus unter jungen Menschen spielen genannte Programme eine große Rolle in der politischen Bildung und gewinnen immer mehr an Relevanz. Hier denen, die keine Möglichkeit des Abrufens über digitale Kanäle haben, den Zugang zu so wichtiger Bildung zu verwehren, ist absolut inakzeptabel.
Wir lassen nicht zu, dass die jungen Schüler*innen den Preis für diese Reform zahlen müssen.
17.11.2025
Bundesschülerkonferenz
https://bundesschuelerkonferenz.com