Bildungsgewerkschaft GEW zur Lehrkräfteprognose der KMK

Mitteilung: GEW Hauptvorstand

Frankfurt a.M. – Der Bedarf an Lehrkräften ist deutlich höher als die jetzt von der Kultusministerkonferenz (KMK) vorgelegten Zahlen. Darauf hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hingewiesen. „Wenn die politischen Vorhaben wie Inklusion und Ganztag umgesetzt werden sollen, müssen deutlich mehr Lehrkräfte ausgebildet und eingestellt werden als von der KMK prognostiziert. Die am Dienstag veröffentlichten PISA-Ergebnisse haben zudem gezeigt, dass fast 20 Jahre nach dem PISA-Schock das Kardinalproblem des deutschen Bildungssystems, die enge Kopplung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft, immer noch nicht gelöst ist. Im Gegenteil: Der Lehrkräftemangel verschärft das Problem“, betonte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in Frankfurt a.M. „Um hier voran zu kommen, ist eine länderübergreifende Anstrengung notwendig. Dass die Länder dem im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vereinbarten ‚Nationalen Bildungsrat‘ eine Absage erteilt haben, ist ein falsches Signal und deutet auf ein völlig inakzeptables ‚Weiter so‘ hin.“ Weiterlesen »

Angelika Weikert und Hans-Ulrich Pfaffmann stellen Forderungskatalog nach Landtagsanhörung auf

Bericht: SPD Landtagsfraktion

Bei der Anhörung im bayerischen Landtag zum Thema „Jugendhilfe und Ganztagesschulen" (18. 10. 2010) bestätigen die Experten: Die drei großen Ziele, die mit der Einführung von Ganztagsschulen verbunden sind, werden in Bayern nicht annähernd erreicht: Statt höherem Lern- und Bildungsniveau, mehr Bildungsgerechtigkeit und besserer Vereinbarung von Familie und Beruf sind die allermeisten bayerischen Ganztagsschulen, die in offener Form geführt werden, leider eher Betreuungs- und Aufbewahrungsschulen. … weiter

SPD-Bildungssprecher Pfaffmann: Seehofers Rede zum Start der Mittelschule eine einzige Entäuschung für Bayerns Schulen. Ohne kleinere Klassen, ohne zusätzliche Lehrer, ohne schnellen Ganztagsausbau keine individuelle Förderung und somit keine Bildungsgerechtigkeit

Bericht: SPD Landtagsfraktion/Hans-Ulrich Pfaffmann

"Ministerpräsident Seehofers Rede zur Bildungspolitik anlässlich der Einführung der neuen Mittelschule ist eine einzige Entäuschung für Bayerns Schulen", stellt der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag, der SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann, fest. „Seehofers Botschaft ist: Wir machen weiter wie bisher. Der laut Seehofer angesagte bayerische Weg, die individuelle Förderung, ist eine CSU/FDP-Nullnummer."

Pfaffmann: "Ohne kleinere Klassen, ohne zusätzliche Lehrer und Lehrerinnen, ohne einen schnellen Ausbau der Ganztagsschulen, ohne den bedarfsgerechten Einsatz Schulsozialarbeit und Schulpsychologie und ohne eine Entlastung der Eltern von den Schulkosten wird es keine individuelle Förderung und somit keine Bildungsgerechtgigkeit geben. Dazu sagt Seehofer kein einziges Wort."

"Die neue Mittelschule wird keinen Erfolg haben. Sie ist nichts anderes als 'alter Wein in neuen Schläuchen'", so Pfaffmann. „Die Kosten werden auf die Gemeinden verlagert, der Schulbustourismus wird gefördert, kleinere Schulstandorte werden mangels ausreichender Finanzierung schließen müssen, ein vernünftiges pädagogisches Konzept fehlt komplett."

Außerdem, so Pfaffmann, zeigt die CSU/FDP erneut auf, dass sie sich einer modernen europäischen Schulentwicklung völlig verschließen will. "Die Absage an die Entwicklung neuer Schulkonzepte wie zum Beispiel die Gemeinschaftsschule in Ganztagsform zeigt auf, dass die CSU allein aus parteitaktischen Gründen Bildungspolitik macht – und die FDP macht entgegen ihren Wahlversprechungen mit."

Quelle: PM SPD Landtagsfraktion v. 13.09.2010
http://www.bayernspd-landtag.de/aktuell/details.cfm?ID=13093

Eklatanter Lehrermangel im neuen Schuljahr 2010/2011 – Immer noch viel zu große Schulklassen – Bildung als Chance zur Integration

Bericht: SPD-Landtagsfraktion Bayern/Hans-Ulrich Pfaffmann

Der SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann hat ein bildungspolitisches Papier der SPD-Landtagsfraktion vorgestellt, in dem der schwarz-gelben Staatsregierung vor allem Mängel bei der personellen Ausstattung der Schulen vorgeworfen werden. „Auch in diesem Schuljahr wird es keine kleineren Klassen geben, der Ausbau der Ganztagsschulen wird nicht ausreichend vorangetrieben und es fehlen an allen Ecken und Enden Lehrer", wirft Pfaffmann der Staatsregierung vor. Sie habe sämtliche Versprechen gebrochen und versuche den eklatanten Lehrermangel dilettantisch zu verschleiern. So werden allein an den Gymnasien 1200 Planstellen für fertige Lehrer durch Referendarinnen und Referendare ersetzt und weitere 1200 Lehrer-Planstellen werden mit Aushilfskräften, die zum Großteil nicht einmal eine Lehramtsbefähigung besitzen, besetzt. … Den ganzen Bericht lesen

Quelle: PM v. 10.9.2010
Matthias Jobst, Mitarbeiter der Pressestelle, SPD Landtagsfraktion
http://www.bayernspd-landtag.de/aktuell/details.cfm?ID=13087&nav=aktuell

Achtung: Bei der Pressemeldung befindet sich im Anhang auch eine sehr interessante Pressevorlage mit Aussagen zur Vertuschung des Lehrermangels in Bayern und den Forderungen der SPD für das Schuljahr 2010/11!