Kinder gleichen Konzentrationsschwäche durch Kreativität aus
Studie zeigt, dass Kinder dank breitem Fokus eigene Lösungswege finden
Bericht: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB)
Kinder tun sich mit Konzentrationsaufgaben schwer, sind aber oft gut darin, versteckte „Tricks“ zu entdecken, um sich die Aufgabe zu erleichtern. Dabei helfen ihnen spontane Strategiewechsel. Die Studie rund um Lernverhalten bei Kindern vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin ist im Fachjournal PloS ONE erschienen.
Im Vergleich zu Erwachsenen können sich Kinder noch nicht so gut konzentrieren, sich weniger merken, und ihre Aufmerksamkeitsspanne ist verhältnismäßig kurz. Dies ist auf den Stand der kognitiven Entwicklung zurückzuführen. Dadurch – so bisher angenommen – haben sie einen Nachteil beim Lösen von Aufgaben. Dass sich der breitere Fokus jedoch auch als Vorteil erweisen kann, zeigt jetzt eine Studie der Max Planck Forschungsgruppe „NeuroCode – Neuronale Grundlagen des Lernens und Entscheidens“ am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung: … weiter
Quelle: www.mpib-berlin.mpg.de
Alle, die in der Schule arbeiten, kennen Schüler*innen, die durch fehlende Anstrengungsbereitschaft auffallen. Und jede Lehrkraft weiß, dass nicht allein die intellektuelle Begabung über den Lernerfolg entscheidet, sondern in besonderem Maße die Leistungsmotivation. Bücher zu diesem Thema gibt es einige; auch ich selbst habe mit „Mehr Freude am Lernen!“ (MEDU Verlag Dreieich) eines verfasst. Darin habe ich die „Federmäppchen-Tipps“ vorgestellt, die sich Schulkinder mit Motivationsproblemen ins Mäppchen legen können, um immer wieder durch den gerade passenden Tipp ermutigt zu werden.