24. Juli 2019 · Kommentare deaktiviert für „US-Militär als Verursacher muss kontaminiertes Erdreich sofort entsorgen“ · Kategorien: Was sonst noch wichtig ist ... · Tags: , , ,

PFC-Verseuchung in Ansbach weitet sich aus: Grenzwerteteils 23-fach überschritten – Trumps Truppen gefährden Mensch und Umwelt: Neben Brunnen auch Fischweiher vergiftet

Mitteilung: OLA

Zwischen Januar 2018 und April 2019 hat sich die Verseuchung durch per-und polyfluorierte Chemikalien (PFC) aus der US-Kaserne Katterbach Besorgnis erregend ausgeweitet: Laut einer Beprobung der Stadt Ansbach vom 26.04. stieg die Gesamtbelastung in einem Obereichenbacher Hausbrunnen in diesem Zeitraum von 2,23 auf 3,27 Mikrogramm pro Liter an. Der kritische Schwellenwert liegt bei 1,0 Mikrogramm. Bei den einzelnen krebserregenden und Fruchtbarkeit einschränkenden Chemikalien sind die Überschreitungen teils noch extremer. So ist beispielsweise der Grenzwert bei Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) inzwischen um das 18-fache überschritten (2018: um das 14-fache). Weiterlesen »

03. Dezember 2014 · Kommentare deaktiviert für Räumliche Ausdehnung der Kontaminierung größer als am Nürnberger Flughafen · Kategorien: Was sonst noch wichtig ist ... · Tags: , , ,

Erste Ergebnisse der PFC-Untersuchung: Zwei Untereichenbacher Brunnen betroffen

Mitteilung: Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach

In zwei Hausbrunnen in Ansbach-Untereichenbach wurde jetzt die Chemikalie PFC nachgewiesen wurde, in einem Fall in einer Konzentration sehr nahe des kritischen Schwellenwertes. Damit ist die Durchdringung des Giftstoffes von Boden und Grundwasser räumlich deutlich größer als am Flughafen Nürnberg, wo ebenfalls Belastungen festgestellt wurden.

Untereichenbach liegt etwa 800 bis 1.000 Meter Luftlinie vom Katterbacher Flugfeld entfernt; zudem existiert ein erheblicher Höhenunterschied. Im Umfeld des Nürnberger Flughafens wurde hingegen jenseits einer Entfernung von mehr als 200 Meter Luftlinie vom Flugfeld keine Kontaminierung von Erdreich oder Wasser festgestellt, wie das dortige Umweltamt auf Nachfrage mitteilte. Siehe auch: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/noch-mehr-gift-im-boden-am-airport-nurnberg-befurchtet-1.3748648

Daher ist es richtig, dass Umweltamt und Wasserwirtschaftsamt Ansbach nun eingehendere Untersuchungen im Umfeld der Militärbasis vornehmen, um den entstandenen Schaden besser eingrenzen zu können. Völlig unklar ist derweil allerdings, wer für die aufwändigen Messungen und die anschließende Sanierung aufkommt. Eine klare Aussage über die finanzielle Verantwortung der US-Armee als Verursacher der Verseuchung ist überfällig.

Pm v. 3.12.2014
Boris-André Meyer
Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA)