Gewerkschaften zu Krieg
von Frank Bernhardt und Rainer Brügel
Für Marx und Engels waren die Trade-Unions, die ersten englischen Gewerkschaften im sich entwickelnden Kapitalismus, „antikapitalistische Organisationen“ (Wikipedia – Trade-Unionismus). 1864 schuf Marx die „Internationale Arbeiterassoziation“, um auf dieser Grundlage mit den Gewerkschaften zu kooperieren. Als „vaterlandslose Gesellen“ beschimpften die Herrschenden u. a. die Gewerkschafter damals, was zeigt, dass sie mit ihrer substanziellen Kritik richtig lagen. Reichskanzler Bismarck hatte sie als „Reichsfeinde“ dingfest gemacht und verfolgen lassen.
Seit dem Jugoslawienkrieg ist die Stellung des DGB gegen Krieg vorbei, getreu dem Motto „Frieden“ ja, aber …! Dass der DGB sich zum „Sprachrohr der Regierung“ machte, begründete er lapidar damit, „wenn eine Bundesregierung, der man politisch und personell nahe ist, diesen Angriffskrieg führt, steht Loyalität vor einer auf Frieden verpflichteten Gewerkschaftspolitik“ (www.mmm.verdi.de v. 1.10.99) an. Wie sich die Gewerkschaften heute zum Thema Krieg positionieren, soll hier Gegenstand sein. … weiter
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Übrigens: Schon Marx, damals junger Redakteur der »Rheinischen Zeitung« (MEW 1, S. 66), befasste sich 1842 in einigen kritischen Artikeln mit der attackierten »Preßfreiheit«, nachdem die »neue Zensurinstruktion« Preußens bekanntgegeben worden war. König Friedrich Wilhelm IV beschimpfte die Zeitung als »Hurenschwester am Rhein«.