04. November 2019 · Kommentare deaktiviert für Regionale Abgeordnete äußern sich kritisch zum Flugbetrieb der US-Armee in Mittelfranken · Kategorien: Regionales · Tags: ,

Nach Absturz von US-Kampfhubschrauber bei Linden: Bundesregierung zieht keine Konsequenzen
Bürgerinitiative Etz langt ́s: „Regionaler Schulterschluss für Sicherheit und Bürgerwohl nötig“– MdL: Drohanrufe

Mitteilung: Etz langt ́s

Die Bundesregierung will nach dem Absturz eines US-Kampfhubschraubers am 24. September im Landkreis Ansbach keine Konsequenzen ziehen. Der Hubschrauber hatte im Tiefflug sechs Leitungen einer Starkstromleitung durchtrennt und stürzte nur 100 Meter von der Ortschaft Linden entfernt ab. Die Bürgerinitiative (BI) „Etz langt ́s“ schlägt Maßnahmen für die Sicherheit der Bevölkerung vor. Dazu zählt ein Sicherheitsabstand zur Wohnbebauung von1000 Metern, ein Tiefflugverbot unter 150 Metern sowie das Vermeiden von Flügen in der Dunkelheit. Weiterlesen »

PFC-Verseuchung in Ansbach weitet sich aus: Grenzwerteteils 23-fach überschritten – Trumps Truppen gefährden Mensch und Umwelt: Neben Brunnen auch Fischweiher vergiftet

Mitteilung: OLA

Zwischen Januar 2018 und April 2019 hat sich die Verseuchung durch per-und polyfluorierte Chemikalien (PFC) aus der US-Kaserne Katterbach Besorgnis erregend ausgeweitet: Laut einer Beprobung der Stadt Ansbach vom 26.04. stieg die Gesamtbelastung in einem Obereichenbacher Hausbrunnen in diesem Zeitraum von 2,23 auf 3,27 Mikrogramm pro Liter an. Der kritische Schwellenwert liegt bei 1,0 Mikrogramm. Bei den einzelnen krebserregenden und Fruchtbarkeit einschränkenden Chemikalien sind die Überschreitungen teils noch extremer. So ist beispielsweise der Grenzwert bei Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) inzwischen um das 18-fache überschritten (2018: um das 14-fache). Weiterlesen »

Sechs von neun bekannten Fällen liegen im Umfeld von Liegenschaften der US-Armee

Mitteilung: Harald Weinberg, MdB

Die Bundesregierung hat auf Anfrage des gesundheitspolitischen Sprechers der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Harald Weinberg, erstmals eine Liste von Verseuchungen durch per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) außerhalb von militärisch genutzten Flächen veröffentlicht (siehe Anlage). Von 125 Verdachtsmomenten im Jahr 20181 haben sich inzwischen 36 bestätigt. Davon hat sich an neun Standorten die Kontaminierung von Gewässer und Böden bereits außerhalb der Kasernen ausgeweitet. Sechs dieser Fälle liegen demnach im Umfeld von Bundesliegenschaften, die von der US-Armee genutzt wurden oder werden. Weiterlesen »

Mitteilung: Bürgerinitiative „Etz langt´s!“

Pentagon gibt Daten zu Flugbewegungen der Kampfhubschrauber in Ansbach heraus. US-Armeeangaben generell „nur mit größter Vorsicht zu genießen“

Das Informationsfreiheitsgesetz in den USA ist weitreichend: Auch Bürger aus Westmittelfranken können Anfragen stellen – und erhielten jetzt Antwort aus dem Pentagon. Konkret geht es darum, wie viele Flugbewegungen die US-Kampfhubschrauber von Januar bis April 2018 tätigten. Die Antwort hat der Fragesteller jetzt an die Bürgerinitiative (BI) „Etz langt´s!“ weitergegeben. Und die Zahlen haben es in sich: Sie weichen erheblich von den Beobachtungen der Anwohner ab. Die US-Armee listet deutlich weniger Flugbewegungen auf, als allein im Ansbacher Stadtteil Obereichenbach dokumentiert wurden. Für etliche Tage behaupten die US-Stellen, es habe keinen Flugbetrieb gegeben, obwohl Anwohner dutzende Flüge und teils Dauerlärm registrierten. Weiterlesen »

BI: „Ansbach als Bauernopfer blinden Gehorsams gegenüber Donald Trump“
Noch mehr Fluglärm und Abgase zu befürchten – Scheitert Erweiterung der Hochschule?

Mitteilung: Bürgerinitiative Etz langt’s!

Der Vorstand der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt´s!“ bezeichnet Meldungen über eine weitere Aufrüstung der US-Armee in Westmittelfranken1 als „ungeheuerlich“. Bereits Anfang 2017 wurde die Zahl der Soldaten an den Militärbasen Ansbach-Katterbach und Illesheim von rund 1.000 auf etwa 3.000 aufgestockt; die Zahl der Kampfhubschrauber auf über 100 Maschinen verdoppelt. Die Belastung der Bevölkerung durch Lärm und Abgase hat sich seitdem massiv erhöht. Sämtliche Ansbacher Stadtratsfraktionen forderten -mit Ausnahme der CSU- daher im August 2018 eine dauerhafte Reduzierung der Kriegsübungen. Sollte dies nicht möglich sein, werde man sich für die zivile Umnutzung der Kasernen einsetzen, betonten die Stadträte (siehe Anlage). Weiterlesen »

Mitteilung: DIE LINKE Bayern

Messungen von Bürgern im Ansbacher Stadtteil Obereichenbach ergaben eine bis zu zehnfach höhere Feinstaubbelastung bei Überflügen von US-Kampfhubschraubern als bei Tagen ohne Flugbetrieb. Dazu erklärt der Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (DIE LINKE) aus Ansbach:

„Die ersten Messergebnisse sind in der Tat alarmierend. Sicherlich müssen jetzt noch mehr Daten gesammelt werden. Fest steht allerdings, wie wichtig ein Überflugverbot von Wohngebieten ist.“ Dies habe der Ansbacher Stadtrat bereits 2009 einstimmig beschlossen, mit einem Mindestabstand zur Wohnbebauung von 600 Metern.

Geändert im Sinne Ansbachs habe sich jedoch nichts, erinnert Weinberg: „DIE LINKE hat den Ansbacher Stadtratsbeschluss bereits 2011 zur Abstimmung im Bundestags gestellt. Seinerzeit stimmten CDU/CSU, SPD und FDP dagegen. Die Grünen enthielten sich. Nur DIE LINKE setzte sich konsequent auf Bundesebene für den Schutz von Umwelt und Gesundheit der Menschen im Umfeld der US-Militärbasen Katterbach und Illesheim ein. Diese Unterstützung für die Bevölkerung will ich verbreitern: Mein Ziel ist eine erneute parlamentarische Initiative für ein Nachtflugverbot und Überflugverbot. Dafür will ich nach der Wahl parteiübergreifend alle Abgeordneten der Region gewinnen.“

PM v. 19.9.2017
www.die-linke-bayern.de
Hervorhebung: Red.

gruene.jpgAufstockung der US Einheiten ist abzulehnen – Standort ist ungeeignet! – Staatsregierung muss ihrer Verantwortung nachkommen

Mitteilung: Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen 

Wegen der geplanten Erhöhung der US-Einheiten an den Standorten Ansbach-Katterbach und Illesheim hat sich Martin Stümpfig, MdL, an die Bayerische Staatsregierung mit einer Anfrage gewandt, deren Antwort nun vorliegt.

Nachdem zunächst betont wird, dass sich die bisher bekannt gewordenen Pläne der amerikanischen Streitkräfte noch ändern können, wurde deutlich, dass ca. 1.700 Soldaten und 35 Kampfhubschrauber, die von der CSU- Staatsregierung verniedlichend als „Luftfahrzeuge“ bezeichnet werden, bis spätestens März 2017 nach Illesheim und 100 Soldaten incl. 8 Kampfhubschraubern nach Ansbach verlegt werden. Die Einheit soll für neun Monate bleiben, mögliche Aufträge erstrecken sich auf das gesamte Gebiet Europas. Stümpfig: „Diese Pläne stellen eine erneute massive Mehrbelastung für die Menschen in Stadt und Landkreis Ansbach durch Fluglärm, Abgase und Umweltbeeinträchtigungen dar und diskreditieren alle bisherigen Bemühungen um eine Reduzierung von Truppen und Lärm.“ Weiterlesen »

Logo_OLA.jpgGeplante Aufrüstung: US-Armee nimmt Stationierungsbefürwortern alle Argumente. Militärpläne bedeuten neben mehr Fluglärm auch steigende Verkehrsbelastung in Ansbach

Mitteilung: Offene Linke Ansbach

„Die Offene Linke Ansbach (OLA) lehnt die geplante Aufrüstung an der Militärbasis Katterbach ab“, erklärt die OLA-Stadtratsfraktion. Die Verdreifachung von Truppen und Hubschrauber bedeute für Ansbach ausschließlich Nachteile: „Nicht nur die Bewohner der östlichen Stadtteile
werden durch mehr Fluglärm und Abgase betroffen sein. Die Rotationsstrategie, wonach innerhalb kürzerer Stationierungszeit mehr Flugstunden absolviert werden sollen, zieht eine erhebliche räumliche Ausdehnung der Überflüge mit sich.“ Weiterlesen »