Leistungslernen und Schulreform

Was die PISA-Studie nicht analysiert

von Uwe Findeisen

1. Das Phänomen der Lernunlust und des Misserfolges

Es ist bekannt, dass das Interesse an den meisten Schulfächern im Verlauf der Schulzeit generell, auch bei „besseren“ Schüler/innen, sinkt. Sie entwickeln Zurückhaltung im Unterricht, beteiligen sich weniger, lernen punktuell für einen Test, schmieren häufiger ins Heft und vergessen Hausaufgaben. Sie sitzen unkonzentriert an ihren Tischen und denken an andere Dinge, schauen abwesend aus dem Fenster, schwätzen lieber, stören andere Kinder oder gehen achtlos mit ihren Schulsachen um. Sie sind montags müde, weil sie bis abends was besseres vorhatten: TikTok, Snapchat, Instagram und den Austausch untereinander in WhatsApp. Die Notwendigkeit in Schulordnungen Handybeschränkungen festzulegen belegt das relative Interesse am Schlauerwerden durch Wissen. Sie betrachten die Schule als Belastung und freuen sich über jeden Unterrichtsausfall. Auch die aktuelle PISA-Studie belegt das Phänomen der Ablenkung und des oberflächlichen Lernens durch die KI-Nutzung. (OECD(PISA 2025)) … weiter