Merry Christmas

von Christian Metzner

Immer wenn ich „Merry Christmas“ lese oder höre, denke ich an Weihnachten im Erzgebirge und an eine außergewöhnliche Weihnachtsgeschichte, die ich im Jahr 2001 gehört hatte. Wann immer es sich machen läßt, verbringe ich dort Weihnachten, weil es in dieser Gegend besonders schön ist. Jedesmal bin ich in Hammerunterwiesenthal, einem sehr kleinen beschaulichen Ort, der unterhalb des Städtchens Oberwiesenthal liegt. Die Wälder scheinen endlos und sind geradezu märchenhaft verschneit. In der Erzgebirgsgegend ist alles um Weihnachten herum besonders idyllisch, und die Gegend ist zu Recht als das deutsche Weihnachtsland bekannt. Die Zeit scheint dort stehengeblieben zu sein, und alle paar Jahre werde ich wieder in ihren Bann gezogen.

Es sind nicht die Gegend und die Atmosphäre allein. Es sind auch die Menschen mit ihrem urigen sächsisch-erzgebirgischen Dialekt und ihrer freundlichen Art. Einige von ihnen treffe ich immer am Stammtisch im Dorfwirtshaus. …weiter


Wir danken dem Zeitgut Verlag für die Abdrucklerlaubnis des Textes. Bibliographische Angaben dazu befinden sich am Ende des Textes.


Bild von Carlos Randow auf Pixabay 

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 18: Weihnachten: Eine sinnentleerte Orgie des Konsums

 

Götz Eisenbergs Durchhalteprosa 18

Weihnachten: Eine sinnentleerte Orgie des Konsums

„Worauf sollen wir noch hoffen? …“
(Sandor Márai)

„Und selbst wenn wir noch keine Änderung sehen,
müssen wir weitermachen; müssen wir widerstehen,
wenn wir noch als Menschen leben, arbeiten
und glücklich sein wollen. Im Bündnis
mit dem System können wir das nicht mehr.“
(Herbert Marcuse)

In der Nacht ist der erste Schnee gefallen. Ich spürte es bereits bei noch geschlossenen Vorhängen an dem gedämpften Geräuschpegel der Stadt. Unweigerlich stiegen Kindheitserinnerungen an die Tage des ersten Schnees auf. Jubelnd stürmten wir in den Garten und bewarfen uns mit Schneebällen. Schnee lag in meinen Kindheitserinnerungen von Dezember bis Ende Februar, manchmal bis Mitte März.

Morgens zogen wir los mit Schlitten, Skiern oder Schlittschuhen. Die Schlittschuhe trugen wir an einem Lederriemen um den Hals. Man schraubte sie, wenn man die Eisfläche erreicht hatte, mit einem Vierkantschlüssel an den Schuhsohlen fest. Beim Schlittschuhlaufen bin ich einmal auf dem Lac unterhalb des Schlosses Wilhelmshöhe in Kassel böse gestürzt und mit dem Knie gegen eine aus dem Eis ragende Wurzel gekracht. Tage später suchte meine Stiefmutter mit mir einen Orthopäden auf. Das wollte etwas heißen, denn so ohne Weiteres suchte man damals keinen Arzt auf. Es war glücklicherweise nichts gebrochen. Aber dieser Winter war für mich vorüber. … weiter

Clipart oben links von OpenClipart-Vectors auf Pixabay
Foto oben rechts: Helene Souza  / pixelio.de


Alle bisherigen Texte von Götz Eisenberg im Magazin Auswege

Alle aktuellen Texte von Götz Eisenberg im GEW-AN Magazin

 

Eine Ahnung davon bekommen, was uns Weihnachten bedeutet – Ein Gespräch mit Sozialforscher Marcel Schütz

Mitteilung: Northern Business School

Ein interessantes Interview mit Sozialforscher und NBS-Research Fellow Marcel Schütz, der die Bedeutung der Weihnachtsfeierlichkeiten und im Speziellen des Schenkens in der deutschen Gesellschaft beleuchtet. Dabei wird deutlich, dass hinter dem eifrigen Verteilen von Gaben nicht nur der Konsumwahn steckt, sondern eine weitaus wichtigere, zwischenmenschliche Bedeutung des Weihnachtsfestes. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.nbs.de
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Gefahren unterm Christbaum

Stiftung Kindergesundheit warnt: Festliches Grün, Batterien und Kerzen können für kleine Kinder gefährlich werden

Die „stille Zeit“ von Advent und Weihnachten kann mancherorts recht laut werden: In den neun Giftinformationszentren Deutschlands muss erfahrungsgemäß mit dem gehäuften Schrillen der Alarmtelefone gerechnet werden, berichtet die Stiftung Kindergesundheit. Es steigt die Zahl der besorgten Anfragen, weil Kinder an den Pflanzen und Beeren der dekorativen Kerzenbestecke und Adventskränze geknabbert oder andere weihnachtstypische Dinge in den Mund gesteckt haben. … weiter


Quelle:
www.idw-online.de
www.kindergesundheit.de
Bild von OpenClipart-Vectors auf Pixabay 


In Kitas, Grundschulen und ev. auch noch in den Klassen 5 und 6 sollten die “Gefahren unterm Christbaum” detailliert besprochen werden. Es besteht auch die Möglichkeit, den Text auszudrucken und einem Elternbrief beizufügen.